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Hasssänger

LSVD zeigt Bushido an


Bushido (bürgerlich Anis Mohamed Youssef Ferchichi) hat schon wiederholt mit homophoben Äußerungen für Aufsehen gesorgt. Jetzt hat er aber offenbar den Bogen überspannt (Bild: Wiki Commons / Philipp von Ostau / CC-BY-SA-3.0)

Die Justiz wird sich mit Bushidos neuem Lied auseinandersetzen müssen: Homo-Aktivisten haben Bushido bereits angezeigt, außerdem prüft Klaus Wowereit weitere Schritte gegen den Rapper.

Der Lesben- und Schwulenverband hat am Montag Anzeige gegen Bushido erstattet. LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz argumentiert, dass der neue Song "Stress ohne Grund", den der 34-jährige Rapper gemeinsam mit Shindy veröffentlicht hat, zu Gewalt aufruft und volksverhetzend sei.

In dem Song heißt es unter anderem im Refrain: "Es ist ganz normal: Männer lutschen keine Schwänze". Außerdem fällt unter Verweis auf den FDP-Politiker Tören Serkan der Satz: "Du Schwuchtel wirst gefoltert" (queer.de berichtete).

Der LSVD erklärt in der an die Staatsanwaltschaft Berlin adressierten Anzeige: "Dieser Angriff gegen die Menschenwürde von Lesben und Schwulen trifft sie im Kern ihrer Persönlichkeit. Sie werden unter Missachtung des Gleichheitssatzes als minderwertig dargestellt, ihr Lebensrecht in der Gemeinschaft wird bestritten". Das sei ein Verstoß gegen Paragraf 130 des Strafgesetzbuches, in dem für Volksverhetzung eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren angedroht wird. Außerdem verstoße der Sänger mit Sätzen wie "Ich schieß auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz" gegen Paragraf 111, durch den Anstiftung zur Gewalt ebenfalls mit fünf Jahren Haft bestraft werden kann.

Wowereit ist sauer

Neben Roth und Serkan wird in dem Text auch Berlins Regierender Bürgermeister erwähnt ("Du wirst in Berlin in deinen Arsch gefickt wie Wowereit"). Der SPD-Politiker hat bereits am Sonntag erklärt, er werde prüfen, ob er Bushido auf eine finanzielle Entschädigung verklagen könne.

Auch andere Politiker zeigten sich entrüstet. So sagte der Grünen-Politiker Omid Nouripour gegenüber AFP: "Wer als Musiker so wenig Talent hat, muss zu solchen fragwürdigen Mitteln greifen". FDP-Fraktionsgeschäftsführer Jörg van Essen erklärte, dass er zwar für die freie Entfaltung von Kunst und Kultur eintrete, "aber hier ist jede Grenze überschritten".

Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck forderte den Burda-Verlag auf, Bushido den 2011 verliehenen Bambi wieder abzuerkennen. Der Rapper war damals wegen seines angeblichen Einsatzes für Integration ausgezeichnet worden (queer.de berichtete). Am Wochenende hat der Verlag jedoch jeglichen Kommentar zur Causa Bushido abgelehnt. (dk)



#1 lilakuhAnonym
  • 15.07.2013, 13:02h

  • ...und was wird das bringen? Gar nix! Bushido hat erreicht was er wollte, Aufmerksamkeit! Das wird nun durch den lsvd bestätigt, diese profiliererei ist nervig!
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#2 EnyyoAnonym
  • 15.07.2013, 13:13h
  • Hach und er hat sooo schöne Augen...

    Ob da nicht doch ein Quentchen Schwules im Anis ist, weil er immer so hetzt? Abwesender Vater, vergötterte Mutter - da passt einiges!
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#3 Kurt-FLAnonym
  • 15.07.2013, 13:20h
  • Antwort auf #1 von lilakuh
  • Was soll man deiner Meinung nach tun? Nichts? Ihn ungestraft hetzen lassen? Es wird Zeit das dieser Mistkäfer endlich mal zur Rechenschaft gezogen wird und sein hasserfülltes Maul gestopft bekommt. Natürlich meine ich mit "Maul stopfen" nicht die gewalttätige Art sondern die gerichtliche. Er hat es zu weit getrieben. Wenn man nichts gegen ihn unternimmt macht man sich strafbar wegen Unterlassung. Es gibt leider genug Jugendliche die ihn in den Himmel heben und nur zu gerne das leben was er in seinen Liedern "singt" weil sie ein Ventil brauchen um ihren Frust und ihre Perspektivlosigkeit rauszulassen.
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#4 TimonAnonym
#5 antos
#6 chrisProfil
  • 15.07.2013, 13:24hDortmund
  • Antwort auf #1 von lilakuh
  • Dieses Mal könnte es tatsächlich etwas helfen. Denn sollte er wirklich dafür Verknackt werden, dann werden er und auch andere es sich zweimal überlegen, ob sie derartige Texte in Zukunft wirklich riskieren wollen. Und auch Radio- und Musiksender könnten sich bei genug negativer Presse dazu genötigt sehen, seine Songs in Gänze aus dem Programm zu nehmen. In der Theorie zumindest.
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#7 JogiAnonym
  • 15.07.2013, 13:36h

  • Selbst wenn er eingebuchtet werden sollte, er hat genug Kohle um sich wieder frei zu kaufen. So läuft das in diesem Land :-(
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#8 stromboliProfil
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.07.2013, 13:43h
  • Bushido muß der Prozeß gemacht werden! Weiter muß ihm der Bambi für Integration aberkannt und seine Videos vom Bildschirm verbannt werden! Der einzige Weg ist ab in den Knast und den Schlüssel wegwerfen!
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#10 kuesschen11Profil
  • 15.07.2013, 14:06hDarmstadt
  • Die Medien, Verlage, Radiosender, die diesen kriminellen Sänger hofierten, machen sich mitschuldig an der Volksverhetzung, am Aufbau von struktureller Gewalt, am Verstoß gegen die Menschenwürde.

    Die Strafanzeigen gegen Bushido sind angebracht und längst überfällig.
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