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  • 15.07.2013           33      Teilen:   |

Hessen

Zwei schwule Abgeordnete beim Blutspenden abgewiesen

Artikelbild
Jürgen Lenders (FDP) und Kai Klose (Grüne) wurden wegen ihrer sexuellen Orientierung als Risiko eingestuft

Hessische Abgeordnete wurden aufgefordert, Blut zu spenden: Als zwei schwule Parlamentarier dem Aufruf folgten, wurden sie prompt abgewiesen.

Die hessischen Landtagsabgeordneten Kai Klose (Grüne) und Jürgen Lenders (FDP) sind am Montag wegen ihrer sexuellen Orientierung als Blutspender bei einer Aktion im Wiesbadener Landtag abgelehnt worden. Das Deutsche Rote Kreuz hatte den Landtag als Blutspendeort ausgewählt, um medienwirksam der sinkenden Blutspendebereitschaft entegegen zu wirken. Wie erwartet wurden aber nur Spenden von heterosexuellen Abgeordneten akzeptiert.

"Zeit, dass sich was ändert", twitterte Klose daher am frühen Nachmittag. Im Radiosender hr1 hatte der Grünenpolitiker zuvor erklärt: "Wir sind vom Landtagsdirektor alle gebeten worden, Blut zu spenden. Wir finden das wichtig und würden auch gerne einen Beitrag dazu leisten, Leben zu retten." Er betrachtet es als Diskriminierung an, dass Schwule und Lesben generell als Risiko angesehen werden. "Meiner Überzeugung nach gibt es genauso heterosexuelle Männer und Frauen, die ein risikoreiches Sexualverhalten haben wie es schwule Männer gibt, die in langjährigen monogamen Beziehungen leben", erklärte Klose.

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Bundesärztekammer für Aufhebung des generellen Schwulenverbots

Derzeit ist es Männern, die Sex mit Männern haben, in Deutschland generell untersagt, Blut zu spenden. Allerdings hat die Bundesärztekammer bereits vergangenen Monat erklärt, sie wolle "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" auf eine Veränderung der Blutspenden-Regulierung auf EU-Ebene hinwirken. Ziel soll es sein, künftig Menschen nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vom Blutspenden auszuschließen, sondern aufgrund eines riskanten Sexualverhaltens (queer.de berichtete).

Viele Länder untersagen nach wie vor Blutspenden von Schwulen, manche haben allerdings eine "Keuschheitsperiode" für Homosexuelle eingeführt, nach der sie als Spender infrage kommen – Heterosexuelle müssen dagegen in der Regel nicht auf Sex verzichten. In Großbritannien beträgt diese sexlose Periode ein Jahr, in Südafrika fünf Jahre, in Neuseeland sogar zehn Jahre.

Das längste Zölibat verlangen die USA: Hier dürfen nur Männer spenden, die nach 1977 keinen Homo-Sex mehr gehabt haben. Allerdings hat die verantwortliche Behörde auch dort angekündigt, die Regeln in Kürze ändern zu wollen.

Andere Länder behandeln dagegen schon heute Hetero- und Homosexuelle gleich. Zu ihnen gehören unter anderem Spanien und Polen. (dk)

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Tags: kai klose, jürgen lenders, blutspenden, wiesbaden
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Reaktionen zu "Zwei schwule Abgeordnete beim Blutspenden abgewiesen"


 33 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
15.07.2013
16:37:04


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Es wäre für alle Beteiligten besser wenn Spenderblut individuell auf entsprechende Erreger getestet würde, weil das Risiko einer Infektion individuell ist und nicht automatisch einer "Risikogruppe" zugeschrieben werden kann. So zu tun als gäbe es keine zB AIDS-Infektionen bei Heteros ist fahrlässige und rikante Augenwischerei.

Das gilt auch für "riskantes Sexualverhalten". Was immer das sein mag. Das kann man nämlich so oder so interpretieren, und schon haben wir wieder sogenannte Risikogruppen.

Das schafft alles keine Sicherheit, das ist bloße Augenwischerei, bei einem hochsensiblen und potentiell lebensgefährlichen Thema.

Wenn überhaupt, dann sind ausschließlich wissenschaftlich standardisierte Testverfahren in der Lage hier Sicherheit zu erzeugen. Wenn diese Tests technischer Verbesserung bedürfen, ich hätte da einen Vorschlag wo man etwas Penunsen dafür herbekommt: von Herrn deMisere, anstelle Drohnen und Schiffchen zu finanzieren und nutzlose Kolonialkriege.


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#2
15.07.2013
17:34:57


(-3, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Blutspendeverbot für Schwule endlich abschaffen, aber TOUT DE SUITE!!!


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#3
15.07.2013
18:03:05


(+1, 3 Votes)

Von Sveni Mausi


Um mich auch mal bei Religiösen beliebt zu machen ;-)

Lasst doch die Heten für uns ausbluten!!!
Die sollen spenden und wir bekommen die Spenden (vorrangig).

*Satire*


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#4
15.07.2013
18:32:54


(+1, 3 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #1 von Smiley


die spenden werden auf zweierlei weise gefiltert:

der erste filter ist der fragebogen. der ist natürlich recht unsicher, weil man den wahrheitsgehalt nicht überprüfen kann und einige fragen sind zugegebenermaßen seltsam.

bevor hier wieder allerlei falsches behauptet wird: da wird natürlich nicht nur gefragt, ob man schwul ist oder nicht. hier ist so ein fragebogen zum anschauen:

Link zu www.pei.de (DOC)

der zweite filter sind natürlich tests. ALLE spenden werden auf hiv, hep, syphilis und andere erreger getestet. seit einiger zeit gibt es tests, die bei hiv den erreger selbst und nicht, wie bis vor kurzem, nur die antikörper feststellen können. auch hier bleibt aber noch ein "diagnostisches fenster" von 15 tagen nach der infektion, in der hiv nicht nachgewiesen werden kann.

weil man weiß, dass beide "filter" für sich genommen unsicher sind, werden sie kombiniert.


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#5
15.07.2013
19:04:30
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von sperling


Danke für den Link.

Ich habe noch nie Blut gespendet, durfte man bisher auch nie.

Klar wird beim durchlesen, ganz unabhängig ob es sich um einen sogenannten MSM handelt oder nicht, wer nicht wirklich sehr gesund ist und zuviel mit Ja beantworten muss wird sowieso nicht angenommen werden.

Wer irgendwelche Operationen vor sich hat, sollte um jedwelche Risiken zu minimieren schon mal eine Eigenblutspende machen. Leider hält sich Blut aber nur fünf Wochen.


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#6
15.07.2013
19:15:43


(-1, 3 Votes)

Von Gerhard


Der Gelbe stellt sicherlich nicht mit seinem Blut eine Gefahr für die Allgemeinheit dar :D


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#7
15.07.2013
19:52:20


(+1, 3 Votes)

Von mx5972
Aus Kerpen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.02.2013
Antwort zu Kommentar #1 von Smiley


Da gebe ich Ihnen voll und ganz recht!!!

Was Wir in Sachen Rüstung "verplempern" das passt auf keine Kuhhaut!!
Drohnen, Leo, Eurofighter..usw..usw.. Das Geld hätte sinnvoller genutzt werden können..nein MÜSSEN!!

Aber wir regen uns hier und anderswo darüber auf!! Und es wird sich leider nichts ändern!!!


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#8
15.07.2013
20:22:27


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User Smiley
Antwort zu Kommentar #4 von sperling


Und dieses diagnostische Fenster innerhalb dessen HIV nicht nachweisbar ist, das gibt es bei heterosexuellen Spendern nicht?

Wenn beide "Filter" für sich genommen unsicher sind, ist eine Kombination beider nicht notwendigerweise sicherer.

Natürlich ist eine Risikominimierung auch bei verbleibendem Restrisiko zu begrüßen. Es sei mir aber gestattet auf die Restwahrscheinlichkeit von Diskriminierung allergisch zu reagieren. Und darauf hinzuweisen daß auch unter Ausschluß schwuler Spendewilliger die Kuh, rein sicherheitstechnisch, nicht vom Eis ist.


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#9
15.07.2013
21:00:28


(-1, 5 Votes)

Von Smyliesucher


Man sollte doch die Kirche im Dorfe lassen. Ich möchte nicht wissen wieviel Schwule und Lesben zum Blutspenden gehen - obwohl sie es nicht dürfen.


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#10
15.07.2013
21:10:16


(+4, 4 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #8 von Smiley


>"Wenn beide "Filter" für sich genommen unsicher sind, ist eine Kombination beider nicht notwendigerweise sicherer."

doch, das ist sie, weil beide unterschiedliche potentielle risiken ausfiltern.


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