Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?1964
  • 11. November 2004, noch kein Kommentar

Gregorian entführen wieder in ihre düstere Klangwelt. Rock-Songs von Nick Cave oder The Doors mussten diesmal dran glauben.

Von Anna Kowol

Die ungewöhnliche Idee, moderne Popsongs von einem gregorianischen Chor singen zu lassen, kam vom Hamburger Musikproduzenten Frank Peterson (Enigma, Sarah Brightman). Die Songs werden im Choral-Stil der frühmittelalterlichen Mönche arrangiert. Bereits die ersten Werke führten den Chor zwischen 1999 und 2001 zu großen Verkaufserfolgen in ganz Europa. Die ersten beiden Teile von "Gregorian - Masters of Chant" verkauften sich weltweit jeweils eine Million mal. Mit ihrem mittlerweile sechsten Album gelingt es dem gregorianischen Chor wieder bekannte Rock-Hits im frühmittelalterlichen Stil zu interpretieren. Dreizehn Songs, die den Hörer quasi ins Mittelalter zurückversetzen.

Ob nun Stücke wie "More" von Sisters of Mercy oder Rammsteins "Engel", die durch Gitarrensound und Intensität überzeugen oder die Balladen "Where the Wild Roses grow" von Nick Cave und Kylie Minogue und "My Immortal" von Evanescence, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das ganze Album wirkt sehr düster und geheimnisvoll - selbst Pferde hört man wiehern. Erstmals wurden dem gregorianischen Gesangskonzept Frauenstimmen hinzugefügt. Marjan Shaki und Violet (Sarah Brightmans Schwester, Amelia) geben bei ihrem Einsatz den Songs das gewisse Etwas. Ein gelungenes Album, wenn auch gewöhnungsbedürftig.

11. November 2004