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  • 17.07.2013           8      Teilen:   |

VelsPol-Bundesseminar in Frankfurt

Hessens Innenminister Rhein: "Wir dulden kein homophobes Verhalten"

Artikelbild
Boris Rhein ist seit August 2010 Innenminister in Hessen (Bild: Wiki Commons / Sven Teschke / CC-BY-SA-3.0-DE)

Der CDU-Politiker Boris Rhein, Schirmherr des Bundestreffens lesbischer und schwuler Polizisten, will homosexuelle Ordnungshüter schützen und fördern.

Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) hat im Gespräch mit hr1 homosexuellen Polizisten volle Unterstützung von höchster Stelle versprochen. Rhein, der die Schirmherrschaft über das Bundesseminar des Verbands lesbischer und schwuler Polizeibediensteter (VelsPol) vom 17. bis 21. Juli in Frankfurt übernommen hat, will damit "an die hessische Polizei und auch an die Polizeiführung" ein deutliches Signal geben, "hinter das man nicht mehr zurück kann, wenn es einmal vom obersten Dienstherren gesendet worden ist."

Konkret bedeute dies, "dass wir homophobes Verhalten und damit einhergehende Diskriminierungen nicht tolerieren und nicht dulden", so der Innenminister. Am Ende zähle nur, "was einer kann und einer leistet und nicht, welche sexuelle Identität er hat".

Das Thema sei in der hessischen Polizei keineswegs "verschlafen" worden, führt Boris Rhein in hr1 weiter aus. Bereits sein damaliger Amtsvorgänger, der heutige Ministerpräsident Bouffier, habe 2001 bei der Frankfurter Polizei den "ersten offiziellen Kontaktbeamten für Schwule und eine Kontaktbeamtin für Lesben" beauftragt. Rhein räumte allerdings ein, dass immer noch viele Beamten aus Angst vor einem Karriereknick "eine Scheinidentität" aufbauen würden. "Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie das wäre, wenn ich mich so verstecken müsste. Am Ende leidet doch darunter die entsprechende Arbeit und die Leistungsfähigkeit."

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Kein Ansprechpartner im Polizeipräsidium Osthessen

Deswegen müsste in der hessischen Polizei Sorge getragen werden, dass offen mit der jeweiligen sexuellen Orientierung umgegangen werde könne, ohne Nachteile zu erleiden, so Rhein im Radio-Interview. "Wir sind ein Abbild der Gesellschaft als Polizei. Nur eine Polizei, die sich durch Vielfalt auszeichnet, wird offener und unverkrampfter mit den entsprechenden Belangen umgehen."

Auf die Frage von hr1, warum homosexuelle Beamten im Polizeipräsidium Osthessen noch keinen Ansprechpartner haben, meinte Rhein: "Den Polizeipräsidien war es damals freigestellt, das einzurichten oder es zu lassen. Außer Fulda haben es alle gemacht. Das halte ich auch für richtig, und auch die Fuldaer sollten sich Gedanken darüber machen, ob sie es tun." Dies sei der richtige Weg, so der CDU-Politiker: "So haben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen jemanden, der ihnen zur Seite steht und ihre Interessen vertritt. Diese Ansprechpartner sind aber auch für Opfer anti-lesbischer und anti-schwuler Gewalt da. Das halte ich für einen ganz wichtigen Schritt. Wir wollen nicht zulassen, dass Menschen aus Angst vor dem Outing nicht zur Polizei gehen, um eine Straftat anzuzeigen." (cw/pm)

Links zum Thema:
» Homepage von VelsPol
» Das hr1-Interview im Wortlaut
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Tags: boris rhein, polizei
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Reaktionen zu "Hessens Innenminister Rhein: "Wir dulden kein homophobes Verhalten""


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
17.07.2013
14:03:41


(0, 4 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Sieht in schwulpolitischer Sicht die Zukunft der ganzen CDU eben so (homo)freundlich aus ? Ehrlich gesagt, ich bin mir nicht sicher. Immerhin kann man dieses Jahr in der Tat sogar etwas stolz auf unser "schwarzes Hessen" sein.


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#2
17.07.2013
15:04:27


(+2, 4 Votes)

Von Jürgen Wenke


Wir dulden kein homophobes Verhalten?
Dann sollte der Innenminister doch mal überlegen, ob Merkel in der CDU richtig ist oder er?

Der permanente Widerspruch in der CDU: Die einen in der CDU (die meist nichts zu entscheiden haben) geben sich liberal, die anderen (das sind meist die EntscheidungsträgerInnen und MachtausüberInnen) stehen für Intoleranz, rechtliche Diskriminierung und verbale Ausfälle.

Alles scheinheiliges Gequatsche!


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#3
17.07.2013
17:03:34


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Merkwürdig, daß es in Fulda keine Anlaufstelle für schwule und lesbische Polizisten gibt. Da hat wohl die Katholische Kirche ihre scheinheiligen und schmierigen Patschehändchen im Spiel, gell?


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#4
17.07.2013
20:25:13


(0, 4 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #1 von Aus Bad Homburg


Schon wieder dieser Quatsch aus BH. Das sind doch nichts als Worte im Wahljahr. Wenn es der nette Herr so ernst meint, dann soll er gerade in seiner Partei mal aufraeumen. Dafuer sorgen, dass Leute wie Greis, Kanter, oder Frau Ekelpaket nicht mehr in TV-Quatschbuden zum Thema Homosexualitaet als Vertreter der CDU/CSU auftreten duerfen. Dass Frau Merkel nicht zu homophoben so genannten Christen geht und ihnen Achtung bezeugt. Dann soll er dafuer sorgen, dass homosexuelle Menschen endlich gleiche Rechte haben und sich niemand - selbst Du - sich nicht mehr vor seiner sexuellen Orientierung verstecken muessen. Dafuer sorgen, dass selbst Du endlich aus Deinem Schrank kommst und nicht mehr dieses untertaenige Geschwurbel von Dir geben musst.
Die Glaubwuerdigkeit eines Menschen erkennt man eben nicht an seinen Worten, sondern an seinen Taten. Und da ist die CDU meilenweit entfernt vom Ende der Homophobie.
Im uebrigen, auch fuer Dich mal wieder ins Stammbuch, so vergebens das auch sein mag. Die Qualitaet einer freiheitlichen Gesellschaft erkennt man am Umgang mit ihren Minderheiten. Und da liegt die BRD hinter Laendern wie Argentinien, Spanien, Suedafrika und vielen anderen weit zurueck. Und dafuer ist z.Z. insbesondere die CDU verantwortlich. Sie unternimmt alles, sich einer fortschrittlichen und gerechten Gesellschaftsform zu entziehen und wird nur vom BVG vor sich hergetrieben. (Merke: Minderheiten sind immer eine verwertbare Masse bei Wahlkaempfen, die man gegen die Mehrheit fuer seine Zwecke gegeneinander ausspielen kann. Man kann bei Bedarf auch Homosexualitaet durch ein anderes Wort ersetzen. Heute z.B. Islam oder einfach Auslaender.)
Interessant doch, im BVerfG sitzen immerhin vor allem Vertreter ihrer eigenen Richtung. Wenn diese Damen und vor allem Herren schon erkennen, dass da etwas schief laeuft im Staate Germany, warum kannst Du das nicht?
Wie blind oder dumm oder unterdrueckt oder verschreckt oder alles auf einmal muss man eigentlich sein, um immer wieder solche voellig unterirdischen Bloedsinn zu veroeffentlichen?
WANN versuchst Du einfach mal, STOLZ auf Dich selbst zu sein und aus diesem dunklen Loch, in dem Du Dich freiwilig verkrochen hast, rauszukriechen und das aufrechte Gehen zu lernen?
Die Uhr tickt! Tick Du auch mal. Aber endlich richtig!


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#5
18.07.2013
00:18:34


(+2, 4 Votes)

Von Sebi


Jaja, es stehen wieder mal Wahlen vor der Türe.


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#6
18.07.2013
07:59:51


(+2, 4 Votes)

Von Joonas


Ausgerechnet ein Mitglied der größten Homohasser-Partei sagt einen Satz wie "Wir dulden kein homophobes Verhalten".

Das ist an Zynismus und Scheinheiligkeit echt nicht mehr zu überbieten.


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#7
18.07.2013
08:31:16


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #6 von Joonas


Dann hätte er ja doch lieber den Satz sagen sollen "Wir machen Homophobie salonfähig"? Nicht alle in der CDU sind Homohasser, es gibt - wenn auch sehr wenige - CDU-Mitglieder, die sich ernsthaft für die LGBTII-Community einsetzen und Du verhöhnst sie mit Deinem peinlichen Kommentar! Darüber hast Du Dir keine Gedanken gemacht, gell?


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#8
18.07.2013
08:56:29


(0, 4 Votes)

Von Joonas
Antwort zu Kommentar #7 von FoXXXyness


1. Was können ein Dutzend Leute gegen tausende homophobe in der Partei schon ausrichten?

2. Auch diese Mitglieder stimmen in Parlamenten oder bei Parteitagen nicht gegen ihre Partei, sondenr brav für den Kurs. Allenfalls zu einer Enthaltung oder zum Fernbleiben können die sich durchringen.

3. Irgendwann ist auch der Zeitpunkt, wo man eine Mitgliedschaft in einer Partei nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Deswegen hat z.B. Ronny Pohle meinen vollsten Respekt, der aus der CDU ausgetreten ist. Aber diese Leute bleiben ja in der Union, stimmen mit der Unionsmehrheit, machen Wahlkampf für die Union, etc. D.h. sie unterstützen eine homophobe Partei.

4. Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Reden und Handeln.

5. Ich verhöhne niemanden, sondern beschreibe Fakten. Es ist die Union, die uns regelmäßig verhöhnt. Und solche Unions-Mitglieder, die einen auf fortschrittlich machen, aber dann doch den homophoben Kurs ihrer Partei mit tragen.

6. Selbst die paar Unions-Mitglieder, die vielleicht etwas fortschrittlicher sind, wollen keine volle Gleichstellung, sondern uns weiterhin disrkiminieren und uns nur ein paar Almosen zugestehen, die eh früher oder später von Gerichten erzwungen werden. Da geht es nicht um Gleichstellung, sondern um Schadensbegrenzung für die Partei.


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