Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 17.07.2013           23      Teilen:   |

USA

Als "Schwuchtel" gemobbt: 17-Jähriger begeht Selbstmord

Artikelbild
Carlos Vigil aus Los Lunas (New Mexico) wurde nur 17 Jahre alt

In den USA hat sich wieder ein Schüler aus der Provinz wegen homofeindlichen Mobbings das Leben genommen. Zuvor hatte er über Twitter einen Abschiedsbrief verbreitet.

Am Samstag hat der 17-jährige Carlos Vigil aus dem US-Bundesstaat New Mexico einen Selbstmordversuch unternommen, am Dienstag verstarb er im Krankenhaus. Der Schüler der Los Lunas High School hatte vor der Tat eine Nachricht auf Twitter gepostet, in der er erklärte, dass sein Leben nichts wert sei, da er "ein Loser, ein Freak und eine Schwuchtel" sei.

Er veröffentlichte folgenden Text: "Ich entschuldige mich bei allen, die ich in den letzten Jahren verletzt habe. Ich kann sehen, dass ich als Mensch Scheiße bin. Ich bin jemand, den die Welt nicht braucht und es ist Zeit für mich zu gehen. Die Kids an der Schule sind okay, aber ich bin ein Loser, ein Freak und eine Schwuchtel. Es ist nicht akzeptabel, dass ich unter Leuten bin. Es tut mir Leid, dass ich nicht jemand bin, der andere stolz machen kann."

Nach Angaben des Lokalsender KRQE sah sein Vater die Nachricht kurz nach der Veröffentlichung und eilte sofort nach Hause. Er brachte seinen leblosen Sohn noch ins Krankenhaus, aber die Hilfe kam für Carlos zu spät.

Fortsetzung nach Anzeige


Vater kämpfte gegen homofeindliches Mobbing

Erst wenige Wochen zuvor hatte der Vater vor dem Parlament von North Carolina dafür geworben, härter gegen Mobbing vorzugehen. Er erklärte nach dem Selbstmord, dass sein Sohn in der Schule seit drei Jahren wegen seiner sexuellen Orientierung gehänselt worden sei, aber auch weil er Akne hatte und eine Brille trug.

Am Montag demonstrierten Dutzende von Carlos' Klassenkameraden vor dem Krankenhaus gegen Mobbing an Schulen. Seine Eltern warnten in Interviews mit Lokalsendern davor, dass auch anderen Schülern das selbe Schicksal drohe. Sie veröffentlichten auf Twitter eine Mitteilung, in dem sie für die "Unterstützung und die Gebete" dankten. Die Nachricht endete mit der Aufforderung "Hört auf zu mobben".

In den USA werden immer wieder Selbstmorde von jungen Schwulen publik, bei denen homophobes Mobbing eine Rolle gespielt hat. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weit höher. Aktivisten machen für die Verzweiflung der Schüler eine homophobe Atmosphäre an den Schulen verantwortlich, die durch homosexuellenfeindliche Äußerungen von Politikern oder Musikern angeheizt wird.

Für Jugendliche, die in Deutschland Unterstützung beim Umgang mit ihrer sexuellen Orientierung oder einfach Freunde suchen, gibt es zahlreiche LGBT-Jugendgruppen und -zentren (eine nicht mehr ganz aktuelle Liste gibt es hier). Auch mehrere Webseiten, etwa dbna (Du bist nicht allein) oder die des bundesweiten Jugendnetzwerks Lambda, richten sich gezielt an junge Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender. Aufklärungsprojekte wie SchLAU gehen gezielt in Schulen und suchen immer wieder Mitstreiter. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 23 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 216             4     
Service: | pdf | mailen
Tags: schule, selbstmord, carlos vigil
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Als "Schwuchtel" gemobbt: 17-Jähriger begeht Selbstmord"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
17.07.2013
15:36:31


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Leute die die Welt nicht braucht, Losers und Freaks, das sind die die Dich gemobbt haben und Dir ihren Haß eingeredet, eingehämmert haben mit ihrer ekelerregenden Lügenpropaganda. Wen hast Du schon verletzt?

Sie haben's Dir eingetrichtert, Deine Mitmenschen, weil sie's nicht ertragen wollten daß mit Dir die Welt ein kleines bißchen weniger dunkel und kalt ist. Nur weil diese Mitmenschen Spaß daran haben andere zu quälen. Du warst kein Loser, kleiner Mann, Loser sind die die Dich nicht sein ließen was Du hättest sein können.

So etwas macht mich fertig.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
17.07.2013
15:43:01
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von ALex


Wieder so ein unersetzbarer Verlust...

Wie verzweifelt muss der arme wohl gewesen sein?

Wieviele Menschen müssen noch sinnlos sterben? Wann werden solche Mobber endlich für die Folgen ihrer Taten zur Rechenschaft gezogen?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
17.07.2013
15:48:51


(+3, 9 Votes)

Von Rogge


Der Junge hat nicht nur sich selbst getötet, sondern auch unfassbaren Schmerz seinen Eltern zugefügt. Die müssen nun den Rest ihres Lebens damit leben...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
17.07.2013
16:22:44


(+3, 3 Votes)

Von mx5972
Aus Kerpen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.02.2013


Wirklich traurig solche Berichte immer wieder lesen zu müssen!!!

Wie schon geschrieben, lese ich diese Berichte intensiver!!

Aber was ich wirklich nicht verstehe,es gibt heute so viele Möglichkeiten im Netz Gleichgesinnte oder ""Freunde""" zu treffen,das dieser Schritt sich das Leben zu nehmen überflüssig ist......

Hoffe diese Arschlöcher sind zufrieden,das sie es wieder einmal geschafft haben....
( das war Sarkasmus!!!!)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
17.07.2013
16:27:27


(+2, 4 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Rogge


Es ist furchtbar was da passiert ist!Mir tun die Eltern leid die ihr Kind verloren haben!Habe selbst einen Sohn!
Aber das Leid lag eindeutig bei dem Jungen.Was muss der durchlebt haben um so eine Entscheidung zu treffen?
Bewundernswert wie sich die Eltern jetzt gegen Mobbing an Schulen einsetzen,damit es anderen Jugendlichen nich so ergeht wie ihrem Sohn!Dazu wünsche ich ihnen viel Kraft,denn dieser Kampf ist noch lange nicht ausgestanden!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
17.07.2013
16:36:17


(+2, 4 Votes)

Von Itcheb


... schon wieder so ein tragischer Fall. Und Oma Merkel kriecht weiterhin den "Homo-Heilern" in den Arsch weil Homosexualität ja angeblich eine heilbare Krankheit ist. Der Tod geht auch auf ihr Konto! Wieder eine Leben verschwendet und eine Chance vertan, endlich die abartige Geisteshaltung der (überwiegenden Mehrheit der) CDU zu ändern und endlich richtig zu handeln. Wacht endlich auf ihr dämlichen Fanatiker!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
17.07.2013
17:01:06


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Das menschenverachtende Mobberpack hat wieder mit ihrem Mobbing ein in der Blüte seines Lebens stehenden jungen Mann auf dem Gewissen!

R. I. P., Carlos!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
17.07.2013
17:03:38


(+4, 4 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Tja, dafür tragen solche Armleuchter wie Bushido eine Mitverantwortung, die mit ihren Texten immer wieder dazu aufrufen, Schwule auszugrenzen und stigmatisieren.

Sehr amüsant finde ich es, daß Mitschüler vor dem Krankenhaus des Jungen demonstriert haben. Wo waren diese Kiddies in der Vergangenheit, als der Junge gemobbt wurde? Warum ist niemand zu ihm gegangen und hat ihm gesagt, hey, wir finden dich nett und würden dich gern mal kennenlernen? Das mit dem Schwulsein ist nicht so ganz unsere Sache, aber wenn dem nun mal so ist, dann ist es eben so.

Hinterher sind dann immer alle schlauer und eigentlich hat das ja niemand gewollt. War ja nur Spaß, gell?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
17.07.2013
17:15:37


(+1, 3 Votes)

Von -BC-


I hope you can rest in the peace you sadly couldn't find in life!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
17.07.2013
18:18:14


(+5, 7 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Schon wieder so eine unendlich traurige Nachricht.
Wie sehr muss Carlos gelitten haben, bevor er sich zu diesem Schritt entschloss? Und welche Konsequenzen werden sich nun für die Schule oder die bullies ergeben? Vermutlich keine.

P.S. Im Artikel wird ein Teil der Twitter-Nachricht nach meinen bescheidenen Englisch-Kenntnissen nicht richtig übersetzt:
"The kids in school are right, I am a loser ..."
heißt nach meinem Verständnis nicht "Die Kids an der Schule sind okay, aber ich bin ein Loser ...",
sondern "Die Kids in der Schule haben Recht, ich bin ein Loser ..." (was dann auch einen sinnstiftenden Zusammenhang zum Suizid wegen Mobbings ermölicht).

Link zu www.towleroad.com


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 Ort: Los Lunas


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Malta verbietet Homo-"Heilung" Video: Schwuler Heiratsantrag vor dem Dom Landkreis wehrt sich weiter gegen "Homoheiler"-Verein Russische Abgeordnete: FIFA-Game ist Homo-"Propaganda"
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt