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  • 18.07.2013           13      Teilen:   |

Vandalismus

Stolpersteine für schwule NS-Opfer beschädigt

Artikelbild
Stolpersteine am Martin-Luther-King Platz Hamburg (Bild: Mirko Junge / flickr / cc by-sa 2.0)

In Hamburg haben Unbekannte mehrere Stolpersteine von homosexuellen Opfern des NS-Regimes beschädigt oder zerstört.

Der Bürgerschaftsabgeordnete Farid Müller (Grüne) schlägt Alarm: Ihm seien vier Stolpersteine bekannt, die in den letzten Jahren offenbar aus Schwulenhass attackiert worden seien. Zuletzt sei die Mini-Gedenktafel von Jasper Holzmann vor der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel betroffen gewesen. Holzmann war in diesem Gebäude, das die Nazis als Konzentrationslager nutzten, 1939 zu Tode gekommen. Aus dem Stolperstein wurde ein Stück herausgebrochen.

Bereits zuvor waren Stolpersteine herausgerissen worden oder mit Nazi-Symbolen übersprüht worden, die selbst nach der Reinigung noch sichtbar sind. "Von wegen, Schwulenhass war gestern. Diese Zerstörungen an Denkmälern schwuler NS-Opfer im ach so liberalen Hamburg verstören mich zutiefst", kommentierte Müller die Vorkommnisse. "Es kann doch nicht angehen, dass wir in Hamburg diese Stolpersteine auch noch polizeilich bewachen lassen müssen".

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Transparenz wird zum "politischen Bumerang"

Farid Müller (Grüne)
Farid Müller (Grüne)

Die Adressen, an denen die Gedenksteine liegen, sind auch online einsehbar (Link). Diese Transparenz werde nun "zum politischen Bumerang, um diesen Weg der historischen Aufbereitung und Erinnerung zu zerstören", so Müller weiter.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des in Köln lebenden Künstlers Gunter Demnig. Es handelt sich um kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberfläche eine beschrifteten Messingplatte angebracht wurde. Auf dieser befindet sich der Name eines Menschen, der im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord getrieben wurde. In zehn Ländern Europas gibt es bereits rund 40.000 Erinnerungssteine. Allein in Hamburg sind 4.440 Stolpersteine ausgelegt, darunter gedenken 312 an homosexuelle Opfer der Nazis. (dk)

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Tags: stolpersteine, hamburg
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Reaktionen zu "Stolpersteine für schwule NS-Opfer beschädigt"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
18.07.2013
13:05:56
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von yomen


Sie werden es empört von sich weisen und doch tragen die CDU/CSU, die katholische Kirche, Bullshito etc. dafür mit Verantwortung.


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#2
18.07.2013
13:07:45
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Timon


Wundert das noch irgendwen? Der konservative Rollback ist in vollem Gange. Angefacht von der Politik.


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#3
18.07.2013
13:09:56
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von ALex


Da hilft nur eines: sofort ersetzen. Und sollte man einen Täter ausfindig machen, ihn die Kosten dafür tragen lassen.


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#4
18.07.2013
13:41:28


(+5, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von ALex


Da kann Mann noch viel weiter gehen :

Die Verlegung eines Stolpersteines kostet im Schnitt 110,- Euro, wenn ich da richtig informiert bin..

Die zu erwartende Geldstrafe im Prozess gegen Bishido könnte vom Richter explizit dem Projekt Stolpersteine zugewiesen werden, ebenso wie andere Geldstrafen in anderen Prozessen die wegen Beleidigungen und Volksverhetzung geführt werden..

Wenn diese Typen dazu verurteilt werden die Kosten für solche Gedenkstätten tragen zu müssen, würden sie sich vielleicht auch einsetzen das die nicht mehr zerstört werden..


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#5
18.07.2013
14:20:31


(+6, 6 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Den alten und neuen Nazis ist jede Form der Erinnerung an die Verbrechen der Herrenmenschen ein Dorn im Auge. Das Beschädigen von Stolpersteinen, die an Menschen erinnern sollen, die Opfer dieser Verbrechen wurden, ist leider mittlerweile relativ häufig und politischer Ausdruck dieses (Neo)Nazismus. Der Schoß ist fruchtbar noch ...


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#6
18.07.2013
16:13:18


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Wundert´s einen? Die Brandstifter sitzen im Bundestag und in Katholischen Kirchen und den Rest besorgen Hirnvernebelte Rapper.


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#7
18.07.2013
16:44:17


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Da fehlen einem die Worte!


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#8
18.07.2013
20:28:05


(+3, 3 Votes)

Von Tim_Chris
Aus Bremen
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #4 von TheDad


Gute Idee. Ich bin dafür, das ganze noch etwas auszuweiten. Nicht nur die Geldstrafe dafür verwenden, sondern die Verurteilten die Steine auch anständig reinigen und polieren zu lassen und zwar zur Stoßzeit, wenn der meiste Verkehr ist und möglichst viele Leute die Strafarbeiten auch sehen können

Ich finde es immer wieder erschreckend, mit wie viel Hass homosexuelle Mahnmale gezielt zerstört und beschädigt werden. Und wer trägt Mitschuld? Die Regierung mit ihren homophoben Gesetzen und die Religionen mit ihren Hassreden und Hetzkampagnen.


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#9
18.07.2013
20:33:23


(+5, 9 Votes)

Von *NSA*


Die Aussagen eines BKA-Beamten im NSU-Prozess werfen einmal mehr kein gutes Licht auf den NPD-Funktionär und früheren V-Mann des BKA Tino Brandt: Er soll die spätere NSU-Terrorzelle in ihrem Gewaltkurs bestärkt haben.

Link zu www.tagesspiegel.de

Link zu www.welt.de


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#10
18.07.2013
21:08:39


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Tim_Chris


In einer Dokumentation über das Projekt wurde Gunter Demnig dazu befragt ob es ihm nicht Kopfschmerzen bereite zu wissen das Neo-Nazi´s mit ihren Stiefeln über die Steine laufen..

Er antwortete sinngemäß, das sei kein Problem, denn je mehr sie darüber hinwegtrampelten, desto mehr würden sie glänzen..

Ich halte es für keine gute Idee solche Leute Hand an die Steine legen zu lassen, und ich halte auch nichts von der Demütigung die Mann Tätern allzugerne zufügen möchte..

Denen in´s Portemaneaie zu greifen damit sie mit ihrem Geld für die Schäden geradestehen müßen ist Demütigung genug denke ich..


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