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Protestplakat gegen den Paragrafen 175

Am Montagabend wird in Hamburg die Ausstellung über die Homosexuellenverfolgung durch Polizei und Justiz nach 1945 eröffnet. Sie trägt den Titel "Liberales Hamburg?".

In der Grundbuchhalle im Ziviljustizgebäude wird die Ausstellung bis 1. September die Verfolgung durch den Paragrafen 175 in der Hansestadt behandeln. Damit will die Stadtregierung selbst dazu beitragen, das Unrecht aufzuarbeiten. Die Ausstellung wurde letzten Jahr von der Bürgerschaft auf Antrag der SPD-Regierung beschlossen worden. An ihr beteiligen sich auch der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

"Hamburg ist das erste Bundesland, das die Verfolgung von Homosexuellen durch die Justiz nach 1945 systematisch aufarbeitet", erklärte der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Philipp-Sebastian Kühn. Er ist einer der Initiatoren der Ausstellung und Fachsprecher Schwule und Lesben der SPD-Bürgerschaftsfraktion. "Beim Thema Paragraf 175 zeigt sich, wie lang der dunkle Schatten des Nationalsozialismus in die Bundesrepublik reicht."

Die Ausstellung wird von Justizsenatorin Jana Schiedek (SPD) und Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch gemeinsam eröffnet. Der LSVD begrüßte die hochkarätigen Gäste als "deutliches Zeichen für das Engagement Hamburgs, dieses Unrecht aufzuarbeiten und im kollektiven Gedächtnis der Stadt zu verankern". Damit sei Hamburg ein "Vorbild für alle Bundesländer". (pm/dk)

Ausstellung: Liberales Hamburg? Homosexuellenverfolgung durch Polizei und Justiz nach 1945

Eröffnung am Montag, 22. Juli, 19.00 Uhr, Grundbuchhalle im Ziviljustizgebäude, Sievekingplatz 1. Ausstellungszeitraum: 23. Juli bis 1. September. Mo.-Fr. 7.30 bis 19 Uhr und Sa. 8.30 bis 14 Uhr.


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.07.2013, 17:06h
  • Der Ausstellung viel Erfolg und viele Besucher! Und vielleicht läuft sie ja länger als nur bis zum 01.09.!
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#2 FelixAnonym
#3 SebiAnonym
  • 22.07.2013, 21:40h
  • Hoffentlich findet diese wichtige Ausstellung viele Besucher. Durchaus auch Heteros.
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#4 GerdBerlinAnonym
#5 zu Gast in HHAnonym
  • 31.07.2013, 18:33h
  • Habe die Ausstellung mir heute angeguckt. Wirklich erschreckend, wie in den 50 und 60er vorgegangen wurde. Aber auch erschreckend, daß es in dem ganzen Gebäude keinen einzigen Hinweis auf die Ausstellung gibt. Man muß schon gezielt dort hin wollen, um sie zu finden. Spontane Besuche durch das Publikum des Hauses sind anscheinend nicht erwünscht - sehr schade. Ist ein Aufsteller am Haupteingang zuviel verlangt?
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#6 SouveränitätAnonym
#7 zu Gast in HHAnonym