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Mit Glückwünschen von der Queen

Glasgow feiert zum 20. Mal "Glasgay!"


Plakat zum diesjährigen Jubiläums-Festival

Tanz, Theater, Musik, Film und Literatur stehen vom 9. Oktober bis 9. November im Mittelpunkt des schwul-lesbischen Kunstfestivals in der schottischen Metropole.

Wenn vom 9. Oktober bis 9. November 2013 in Glasgow zum 20. Mal das schwul-lesbische Kunstfestival "Glasgay!" stattfindet, wird in der schottischen Metropole zu Recht kräftig gefeiert. Denn die seit 1993 stattfindende Veranstaltung stellt vor allem schwule, lesbische, bi- und transsexuelle Künstler mit ihren Werken aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, Film und Literatur in den Mittelpunkt und zieht inzwischen mehr als 35.000 Zuschauer aus aller Welt an. Grund genug für die Queen persönlich, den Veranstaltern zu diesem Erfolg zu gratulieren und ihre besten Wünsche für das kommende Festival zu senden.

In diesem Jahr steht "Glasgay!" unter dem Motto "LEGACY", zu Deutsch: Vermächtnis. Dabei geht es nicht nur um die jahrelange Arbeit der "Glasgay!"-Künstler selbst, sondern auch um den Erfolg der schwul-lesbischen Gleichstellungsbewegung, die längst im Mainstream Einzug gehalten hat. Auch in Schottland steht das Gesetz für die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare im Eherecht kurz vor dem Abschluss.

Neben den Arbeiten führender schottischer und internationaler Künstler haben insbesondere die Werke der schottischen Schriftstellerin Jackie Kay das diesjährige Festival-Motto beeinflusst. Ihre eigene Geschichte ist die Basis ihrer Arbeit: Sie wurde als Tochter einer Schottin und eines Nigerianers geboren, verbrachte aber ihre ersten Lebensjahre im Kinderheim, bevor sie von einem Paar adoptiert wurde und in Glasgow aufwuchs. In ihrem Stück "Maw Broon Monologues", das auf der Bühne von Liz Carruthers umgesetzt und von den Schauspielerinnen Terry Neason und Suzanne Bonna aufgeführt wird, setzt sie sich mit ihrer schottischen Identität, mit der weiblichen Emanzipation, dem Mutterdasein, der Liebe, dem Verlust und dem Leben auseinander.

Theaterstück "Cured" thematisiert Homo-Heilung

"Glasgay!" setzt sich seit jeher für junge lesbische Autorinnen ein, so beispielsweise in der Vergangenheit für Louise Welsh, Zoe Strachan, Stella Duffy und Jackie Clune. In diesem Jahr wird das Werk von Stef Smith ein weiteres Highlight darstellen. Die schottische Autorin und Regisseurin hat schon etliche, hochdekorierte Preise für ihre Arbeit erhalten – darunter unter anderem den Laurence Olivier Preis für herausragende Leistungen. Während des "Glasgay!"-Festivals wird ihr Stück "Cured" durch Ros Philip auf die Bühne gebracht. In dem Stück geht es um Susan, die am Vorabend ihres 40. Geburtstags in eine Klinik geht, die angeblich Menschen von ihren homosexuellen Neigungen heilen kann.

Selbstverständlich sind bei "Glasgay!" auch heterosexuelle Künstler willkommen, die sich mit LGBT--Themen auseinandersetzen. In diesem Jahr untersuchen beispielsweise Donna Rutherford und Martin O'Connor in "Motherson" die oftmals gestörten Verhältnisse zwischen Müttern und Söhnen.

Weitere Höhepunkte des Programms sind unter anderem die neue Show "Handel's Cross", die schwulen Fetisch und Theater auf eine berauschende Art und Weise miteinander verbindet, sowie "Killing me softly" von John Binnie – eine bewegende Geschichte von einem schwulen Jungen und einem heterosexuellen Mädchen, die in den frühen Tagen von Aids aufwachsen.

"Glasgay!" wird von Creative Scotland und dem Glasgow City Council finanziert und ist ein Projekt im Rahmen der Glasgow Commonwealth Games 2014. (cw/pm)

Anreise

Von Berlin aus fliegt Easyjet sechs Mal in der Woche Nonstop nach Glasgow und von Düsseldorf fliegt Lufthansa Regional täglich direkt in die schottische Metropole. Von Hamburg, München und Frankfurt bieten KLM und British Airways günstige Tarife mit einem kurzen Zwischenstopp in Amsterdam oder London an.