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Für Robert Mugabe sind Schwule "schlimmer als Schweine, Ziegen und Vögel" (Bild: PD)

Die homophoben Tiraden des simbabwischen Präsidenten werden immer bizarrer: Im Wahlkampf spielt er Mordfantasien durch.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Mutare hat der simbabwische Präsident mit homosexuellenfeindlichen Sprüchen um Stimmen geworben. Laut "Newsday" sagte er zu seinen jubelnden Anhängern: "Wenn man Männer fünf Jahre in ein Haus einsperrt und ihnen sagt, sie sollen Kinder bekommen, sie das aber nicht hinkriegen, dann hacken wir ihnen die Köpfe ab". Er beschrieb Schwule als "schlimmer als Schweine, Ziegen und Vögel" – und variierte damit seine alte Aussage, dass Homosexuelle "schlimmer als Schweine und Hunde" seien.

Er warf "diesem Ding" (Homosexualität) vor, Afrikaner "vernichten" zu wollen: "Wir brauchen aber den Fortbestand unserer Kultur. Diese Kultur stammt von der Norm ab, dass eine Frau neun Monate lang schwanger ist". Ferner kritisierte Mugabe afrikanische Staaten, die wegen des Drucks aus Europa und Amerika Schwule und Lesben nicht verfolgten. "Obama sagt, dass wir die homosexuelle Praxis akzeptieren müssen, wenn wir Entwicklungshilfe wollen. Ach was, wir werden das nie tun", so der 89-Jährige.

Insgesamt soll Mugabe bei mindestens sieben Wahlveranstaltungen gegen Schwule und Lesben gehetzt haben, berichtet der unabhängige Rundfunksender "SW Radio Africa".

"Staatlich geförderte Homophobie"

Die Homo-Gruppe GALZ hat sich bei der simbabwischen Wahlkommission über die "andauernden Hass-Ausbrüche" des Präsidenten beschwert, die gegen die Gleichbehandlungsgrundsatz in der Verfassung verstoßen würden. "Der Präsident hat mit seinen Aussagen zur Gewalt gegen die lesbische, schwule. bi- und transsexuelle Community in Simbabwe aufgerufen", heißt es in einem offenen Brief. Die "staatlich geförderte Homophobie" habe besorgniserregende Ausmaße erreicht.

In Simbabwe sollen nächste Woche Wahlen stattfinden. Mugabe regiert das Land bereits seit 1987. Ihm wurde immer wieder Wahlbetrug vorgeworfen, nach einer Wahlniederlage 2008 musste er mit Morgan Tsvangirai erstmals einen Oppositionspolitiker als Premierminister akzeptieren. Unter Mugabe verwandelte sich Simbabwe von der "Kornkammer Afrikas" zu einem der weltweit ärmsten Länder. Seit Jahren kämpft die Bevölkerung gegen Misswirtschaft und Hungersnöte.

Mugabe hat die Gesetzgebung gegen Homosexuelle in den letzten Jahrzehnten immer wieder verschärft. So droht seit 2006 jedem Haft, der Handlungen durchführt, die als homosexuell interpretiert werden können. Dazu zählen unter anderem Umarmungen oder Händchenhalten zwischen Mitgliedern des gleichen Geschlechts. (dk)



#1 HopeforAfricaAnonym
#2 derHebie
  • 26.07.2013, 12:28h
  • Vielleicht sollte man ihn und den Papst zusammen fünf Jahre in ein Haus sperren. und wenn sie dann kein Kind haben....

    Tja, selbst gewählt.

    Boah wenn man könnte ne, Geldbeutel zu, Mauer drum, Balken mit Loch drüber und zusch....

    Liebes Deutschland, LGBT aus diesem Land MUSS man ja förmlich Asyl gewähren.

    Ächz...

    Das macht doch hilflos und sprachlos....
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#3 CayubaProfil
  • 26.07.2013, 12:46hSaarlouis
  • Ich verstehe einfach nicht, wie man so hasserfüllt sein kann... Ob diese Länder jemals in der heutigen Zeit ankommen werden? Mit solchen Führungspersonen sicherlich nicht :/
    Und meinem Vorredner muss ich zustimmen: Der LGBT- Community muss Asyl gewährt werden, für mich wäre es unvorstellbar, in so einem Land leben zu müssen!
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#4 Aus Bad HomburgAnonym
  • 26.07.2013, 13:16h
  • Schade, daß so ein Mensch immer noch zur katholischen Kirche gehört, wagt sogar am Begräbnis des verstorbenen Heiligen Vaters oder an der Amtseinführung des neuen teilzunehmen, obwohl gerade der Heilige Stuhl bereits seit vielen Jahren sich für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe vehement einsetzt.
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#5 Roman BolligerAnonym
  • 26.07.2013, 13:27h
  • Ganz abgesehen von populistischen Wahlkampfaspekten:

    Mugabe argumentiert mit der Wahrung der afrikanischen Kultur und merkt dabei nicht, wie er mit seinen haarsträubenden Forderungen die afrikanische Kultur als sadistisch-barbarische Antithese zur Zivilisation definiert, als Verkörperung von Unkultur.

    Er erweist dem Image von Afrika in der Welt wahrlich einen desaströsen Bärendienst (zusammen mit anderen afrikanischen Potentaten seiner hoffentlich einmal aussterbenden Sorte).

    Ein wichtiger Schritt wäre die explizite Ächtung Mugabes durch zivilisierte Politiker und Institutionen. Also keine Einladungen zu Staatsbesuchen, Konferenzen etc. und eine Blockierung seines Vermögens im Ausland.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 TimonAnonym
  • 26.07.2013, 13:44h

  • Solche Despoten die ihr Land in den Ruin führen können sich nur mit Hetze und dem Schüren von Hass an der Macht halten.
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#8 AlexAnonym
  • 26.07.2013, 13:46h

  • Da zeigt sich wieder mal, wer die wahre Gefahr für die Gesellschaft ist: die Homohasser mit ihrem Drang zu Gewalt.
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#9 hypathiaProfil
  • 26.07.2013, 13:50hBaden
  • Antwort auf #4 von Aus Bad Homburg
  • Wieso schade, dass er zur kath. Kirche gehört? Er spricht nur das aus, was die kath. Kirche denkt und nicht wagt auszusprechen (zumindest nicht in dieser drastischen Form).
    Menschenverachtende Diktatoren und die kath. Kirche passten immer schon hervorragend zusammen.
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#10 Schlaues KerlcheAnonym