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  • 27.07.2013           22      Teilen:   |

Vor den Winterspielen

IOC: Zusicherung aus Russland erhalten

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In Sotschi soll es Mitte Februar Ausnahmen vom Gesetz gegen Homo-"Propaganda" geben - und nur dort und dann

Das Putin-Regime soll versichert haben, dass Sportler und Besucher nicht vom Gesetz zur Homo-"Propaganda" betroffen sind. LGBT-Aktivisten reicht das nicht.

Das Internationale Olympische Komitee hat am Freitag eine Stellungnahme veröffentlicht, wonach man "aus höchsten Regierungskreisen" Russlands die Zusicherung erhalten habe, dass die Gesetzgebung gegen Homo-"Propaganda" nicht Personen betreffe, "die die Spiele besuchen oder an diesen teilnehmen".

Die XXII. Olympischen Winterspiele sollen vom 7. bis 23. Februar 2014 in der russischen Stadt Sotschi am Schwarzen Meer stattfinden. Aufgrund der homophoben Politik der Regierung hatte es zuletzt Boykottaufrufe gegen die Spiele und deren Sponsoren gegeben, vor allem von US-amerikanischen LGBT-Organisationen.

Auch ein Grund: Das landesweite Gesetz gegen "Propaganda" sieht bei einem Verstoß durch Ausländer Haft und/oder Ausweisung vor. In der Region Krasnodar, zu der Sotschi gehört, war bereits im letzten Sommer ein regionales Gesetz gegen "Propaganda" verabschiedet worden.

Zuvor hatte das IOC erklärt, es werde darauf "hinarbeiten", dass die Spiele "ohne Diskriminierungen gegenüber Athleten, Offiziellen, Zuschauern und Medien" abgehalten werden können (queer.de berichtete). Sport sei ein "Menschenrecht", das "jedem offen stehen sollte, unabhängig von seiner Rasse, seinem Geschlecht oder seiner sexuellen Orientierung".

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Keine Zusicherung für russische Bürger

Der Aktivist Nikolai Aleksejew findet, die internationale Community sollte statt Boykottaufrufen besser die eigene Regierung auffordern, ein Einreiseverbot für die verantwortlichen Politiker des "Propaganda"-Gesetzes zu erlassen - Quelle: Wiki Commons / Rownosci / CC-BY-SA-3.0
Der Aktivist Nikolai Aleksejew findet, die internationale Community sollte statt Boykottaufrufen besser die eigene Regierung auffordern, ein Einreiseverbot für die verantwortlichen Politiker des "Propaganda"-Gesetzes zu erlassen (Bild: Wiki Commons / Rownosci / CC-BY-SA-3.0)

In einer ersten Antwort hat sich der Moskauer LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew empört über die neue Stellungnahme des IOC gezeigt: "Wer kann danach noch sagen, dass alle Menschen gleich sind? (…) Sie haben Zusicherungen bekommen für Athleten, Offizielle, Besucher und Medien. Und der Rest der russischen Bevölkerung sind nicht gleichberechtigte Menschen."

Nach dieser Zusicherung würden diese noch immer unter dem "strengen und diskriminierenden" Gesetz gegen Homo-"Propaganda" verfolgt werden, so Aleksejew. "Aber das kümmert das IOC nicht." Eine Ausnahme hätte für alle Bürger Russlands gelten müssen, so seien Schwule und Lesben aber Bürger zweiter Klasse. Ohnehin spalteten die Spiele als "priviligiertes Event für die wenigen reichen Russen" die Bevölkerung.

Der streitbare Aktivist, der wie viele andere LGBT-Organisationen Russlands Boykottaufrufe gegen die Spiele oder russische Marken als fehlgeleiteten und nicht hilfreichen Aktionismus ablehnt, erinnerte auch an die Vergangenheit: "Ich bin mir sicher, dass Adolf Hitler dem IOC auch Zusicherungen gab, dass Juden und Menschen mit anderer Hautfarbe nicht während der Berliner Spiele 1936 verfolgt werden." Das Ergebnis sei weltweit bekannt. "Die Spiele werden kommen und gehen, aber die russische LGBT-Community wird weiter leiden."

Am Samstag startete Aleksejew eine Initiative für einen "Sochi Pride 2014" – ein CSD in der Stadt am Tag der Eröffnung der Winterspiele. Gibt es eine Wiederholung der Bilder des Moskauer CSD 2009? Trotz großer Medienpräsenz aufgrund des Finales des Eurovision Song Contests in der Stadt am gleichen Tag wurden damals alle Teilnehmer festgenommen. Die Lage von LGBT in Russland hat sich seitdem verschlimmert. (nb)

Wochen-Umfrage: Sollten die Olympischen Winterspiele in Sotschi wegen des Gesetzes gegen "Homo-Propaganda" boykottiert werden? (Ergebnis)

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Tags: sport, sotschi, russland, olympische spiele, nikolai aleksejew
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Reaktionen zu "IOC: Zusicherung aus Russland erhalten"


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
27.07.2013
14:18:55


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Der Putinadministration sollte man keinen Meter mehr trauen! Mit dieser "Versicherung" sollte nur das IOC ruhiggestellt werden!


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#2
27.07.2013
14:25:02


(+6, 12 Votes)
 
#3
27.07.2013
14:31:53


(+7, 9 Votes)

Von fachärztlich


"Der Übertritt zum Christentum wurde zu einem Wendepunkt im Schicksal unseres Vaterlandes. Die Taufe machte den Staat zu einem integrierten Bestandteil der christlichen Zivilisation Gerade das Christentum war es, das Russland einen gewaltigen Impuls zur Entwicklung, zum Aufschwung der Kultur, Bildung und Aufklärung verliehen hatte. Das Christentum erweckte kolossale schöpferische Kräfte und Bestrebungen, inspirierte zu Heldentaten und unterstützte bei schweren Prüfungen. Und die Russisch-orthodoxe Kirche war immer mit ihrem Volk dabei."

Bild-Link:
capitalistpyramid_poster.jpg


Link:
de.ria.ru/russia/20130725/266551109.html


Bild-Link:
Hitler-Kirche-1934-DW-Vermischtes-Cannes.jpg


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#4
27.07.2013
14:33:50


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Oympische Spiele sollten niemals in Unterdrückerländern stattfinden und Russland ist ganz eindeutig ein Unterdrückerland für Minderheiten, andererseits kann man am Beispiel Russlands auch eindeutig sehen, was aus Menschenrechten wird, wenn ein Land sich in Richtung Theokratie entwickelt. Olympia raus aus Russland.


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#5
27.07.2013
15:01:55


(+5, 5 Votes)

Von Felix


Wer's glaubt...

Mit diesen Nebenkerzen soll wohl nur dafür gesorgt werden, dass Olympia keinen finanziellen Schaden nimmt.

Ich glaube denen gar nichts!


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#6
27.07.2013
15:05:22


(+4, 4 Votes)

Von Claas


Selbst wenn das so wäre (was ich nicht glaube, erzählen kann man viel, erst mal abwarten wie es wirklich wird):
man kann nicht Olympische Spiele in einer faschistischen Diktatur feiern!

Selbst wenn schwulen / lesbischen Athleten und Gästen dort nichts passieren würde, könnten wir doch nicht wegsehen, wie andere Schwule und Lesben dort verfolgt werden und ausgerottet werden sollen...

Wer noch ein Fünkchen Anstand und Rückgrat hat, wird diese Olympischen Spiele boykottieren...


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#7
27.07.2013
15:07:07


(+5, 5 Votes)

Von Nico


"Keine Zusicherung für russische Bürger"

Das sagt doch wohl alles...

Hier geht es nur darum, Olympia noch irgendwie zu retten.

Aber so egoistisch sind wir nicht, dass die russischen Schwulen und Lesben uns egal wären und wir da genau so wegsehen wie die internationale Politik und das IOC...


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#8
27.07.2013
15:08:44


(+3, 5 Votes)

Von Hinnerk


Geschichte wiederholt sich leider manchmal doch:

Die Olympischen Spiele in Russland werden genauso sein, wie 1936 die Olympischen Spiele im Nazi-Deutschland!


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#9
27.07.2013
15:12:03


(+5, 5 Votes)

Von Tobi Cologne


Und diese Meldung 2 Tage nachdem ein schwules Filmfestival in St. Petersburg auch in 2. Instanz verurteilt wurde.

Wenn die Geschichte eins gelehrt hat, dann dass man Aussagen aus Diktaturen NIEMALS glauben darf...


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#10
27.07.2013
15:33:23


(+5, 5 Votes)

Von Simon H


Diese Nachricht zeigt nur, dass sie langsam Angst bekommen, dass es ans Geld geht. Denn die Sprache des Geldes versteht plötzlich jeder.

Wie könnte man die also mehr treffen als beim Geld?!

Boykottiert diese Olympischen Spiele!! Dann geht es ans Geld...


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