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  • 27.07.2013           32      Teilen:   |

Rede in Kapstadt

Erzbischof Tutu: Lieber Hölle als homophobes Paradies


Desmond Tutu ist vielleicht die wichtigste Autorität gegen Homophobie in Afrika

Der 81-jährige Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu hat ein neues, bewundernswertes Statement gegen Homophobie abgegeben:

Ich würde mich weigern, einen homophoben Himmel zu betreten. Nein, ich würde sagen: "Sorry, ich gehe lieber in den anderen Ort". Ich würde keinen Gott anbeten, der homophob ist. Da sieht man, wie stark ich bei dem Thema fühle.


Der ehemalige Anglikaner-Bischof stellte mit diesen Worten am Freitag in Kapstadt eine neue weltweite Kampagne des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte vor. Mit dem Aufklärungsprogramm "Free and Equal" soll das Leben von LGBT vorgestellt und verbessert werden.

Tutu verglich den Kampf gegen Homophobie mit dem gegen ein Thema, das ihn weltweit bekannt gemacht hat:

Ich bin so leidenschaftlich für die Kampagne wie über die Frage der Apartheid. Für mich ist das auf dem gleichen Level. Können Sie sich vorstellen, nachdem ich gesagt habe, dass es ungerecht ist, Menschen zu verurteilen für etwas, für das sie nichts können, dass ich dann still bin, wenn Menschen verfolgt werden und Menschen getötet werden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung? Ich denke, das ist zutiefst ungerecht wie Rassismus es immer war.


Die neue Kampagne richtet sich vor allem an Regierungen. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind noch immer in gut einem Drittel der Länder der Welt illegal. Gerade auch in Afrika werden Schwule, Lesben und Transgender oft nicht als Menschen angesehen. Tutu sprach in diesem Zusammenhang von dem Begriff des "anderen Menschenschlags":

Sie sind nicht ein anderer Menschenschlag (…) Sie sind Menschen. Ich weiß nicht, warum wir darüber so überrascht sind. Sie haben Begabungen, sie können Richter werden. Sie können alle denkbaren wundervollen Dinge tun. Wir habe die Aufgabe, eine Gesellschaft zu bauen, die akzeptierend ist. Es ist keine freie Gesellschaft, solange nicht jede einzelne Person anerkannt und akzeptiert wird für das, was sie ist.


Erzbischof Tutu hatte sich schon mehrfach gegen Homophobie gewandt (queer.de berichtete) und auch die immer wieder zur Debatte stehende Todesstrafe in Uganda für Homosexuelle kritisiert (queer.de berichtete). Auch unterstützte er die Ehe-Öffnung für schwule und lesbische Paare in seinem Heimatland Südafrika.

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Tags: desmond tutu, homophobie, vereinte nationen
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Reaktionen zu "Erzbischof Tutu: Lieber Hölle als homophobes Paradies"


 32 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
27.07.2013
14:31:42


(+8, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Klasse, daß sich Erzbischof Tutu für Homorechte einsetzt und sich damit von anderen Klerikalen in großem Maß unterscheidet! Der Mann ist mir sehr sympathisch!

THANK YOU, DESMOND TUTU!!!


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#2
27.07.2013
14:48:51


(+9, 11 Votes)
 
#3
27.07.2013
15:00:23


(+9, 9 Votes)

Von Felix


Desmond Tutum ist ein Held!

Ein Vorbild an Toleranz und Menschlichkeit!


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#4
27.07.2013
15:10:19


(+10, 10 Votes)

Von Hinnerk


Alle Regierungen und alle Menschen sollten auf diesen Friedensnobelpreis-Träger hören, statt auf irgendwelche homophoben Faschisten!


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#5
27.07.2013
15:27:06


(+7, 9 Votes)

Von Fred i BKK


..wuerden nur ALLE so denken und handeln wie dieser Mann...

soeben gelesen: schrecklich im buddistischen Thailand

Link zu www.thailand-tip.com


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#6
27.07.2013
15:34:34


(+8, 8 Votes)

Von Sebi


Würden alle Menschen denken wie Desmond Tutu, gäbe es wohl keine Kriege, keine Ungerechtigkeit und keinen Hass.


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#7
27.07.2013
15:40:40


(+8, 8 Votes)

Von Der_Unglaeubige


DAS ist ein wahrer Glaubensmann! Nicht diese erzkonservativen, betonkoepfigen Hardliner, wie es sie in der kath. Kirche zuhauf gibt, die immer was von Naechstenliebe faseln und auf der anderen Seite dazu beitragen, dass homosexuelle Menschen auf dem ganzen Globus verfolgt und getoetet werden. Wer in der Oeffentlichkeit von Naechstenliebe redet, sollte (muss) sich an Menschen wie Bischof Tutu messen (lassen)


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#8
27.07.2013
15:41:35


(+6, 10 Votes)

Von -hw-
Antwort zu Kommentar #5 von Fred i BKK


Aber auch:

"We have held five hearings on the bill at several universities throughout Thailand and in parliament as well. A survey of 200-300 people showed that 78% are in favor of allowing same-sex marriage and 10.3% are against it. I was particularly surprised when we went to Songkhla [a city of roughly 75,000 people] for a public meeting and 87% of Muslims in attendance were in favor [of gay marriage]."

Link zu www.atimes.com


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#9
27.07.2013
15:50:50


(+7, 7 Votes)

Von Nelson
Antwort zu Kommentar #6 von Sebi


Tutu war schon immer klaren Verstandes.

TUTU: O ja, und ich akzeptiere den ANC-Chef Nelson Mandela als meinen Führer.

TUTU: Leute wie Nelson Mandela waren lange Zeit gegen Kommunisten im ANC. Aber schon in der Zeit, als sie noch in Südafrika waren, haben die ANC-Führer gemerkt, daß die einzigen Weißen, die sie mit Respekt und wie Menschen behandelten, auch jene waren, die zur südafrikanischen Kommunistischen Partei gehörten. Mehr noch: Die ANC-Erfahrung im Exil hat gelehrt, daß Unterstützung fast immer aus den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang kommt." (Spiegel, 1985)


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#10
27.07.2013
16:19:34


(+8, 10 Votes)

Von Benni


So sieht wahrer Glaube aus:
nicht hetzen und Hass schüren, sondern Liebe achten und verbreiten. Und die bunte Vielfalt der Schöpfung akzeptieren und lieben statt sich selbst zum Götzen zu erheben...


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