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  • 28.07.2013           22      Teilen:   |

Interview in der BamS

Christian Ude: "Ich bin nicht schwul – und das ist auch gut so"

Im Wahlkampf wehrt sich der bayrische SPD-Politiker in der "Bild am Sonntag" gegen, wie es die Redaktion ausdrückt, "böse Gerüchte".


Die "Bild am Sonntag" liebt Portraits von Politikern in ihrer Küche. Homosexuelle liebt sie nicht so sehr.

Peinlich, peinlich: Während andere Promis resolut mit Gerüchten über eine vermeintliche Homosexualität umgehen, stellt nun ausgerechnet Bayerns SPD-Spitzenkandidat Christian Ude in der "Bild am Sonntag" seine Heterosexualität zur Schau.

Von der Redaktion als Gespräch "über böse Gerüchte" angekündigt, berichtet das Paar, seit Jahren würden "aus der ganz rechten Ecke" Spekulationen gestreut, Ude "sei in Wahrheit schwul, die Ehe nur Tarnung".

Ehefrau Edith von Welser-Ude sagt dazu: "Meine Kinder waren hellauf empört, dass mein Mann wegen seines Engagements für Schwule und Lesben als schwul bezeichnet wurde. Damit sollte unsere Ehe als eine Art Scheinehe diffamiert werden. Das war unerträglich." Ude selbst äußert: "Ich bin nicht schwul – und das ist auch gut so."

Schafft es der "Bild"-Leser, das Wörtchen "auch" mitzulesen und richtig einzuordnen? Als Umwandlung des Coming-out-Zitates von Klaus Wowereit, der mit "auch" meinte: Anders wäre es genauso gut? Bereits in einer Zusammenfassung von Focus Online ist die Rede davon, das Paar wehre sich gegen "Schwulengerüchte und der damit einhergehenden Diffamierung ihrer Ehe".

Mit seiner Home- und Ehe-Story, die konservative Wähler anlocken und in gewissem Sinn beruhigen soll, sorgt Ude also für Berichte, in der Homosexualität als etwas Negatives aufgefasst werden kann. Was halt passiert, wenn man sich der "Bild" anbiedert.

Ude war erst vor zwei Wochen wegen seines Engagements für die Szene vom CSD-München als erster offizieller "Vip" ausgezeichnet worden – seit 20 Jahren ist er Schirmherr der Veranstaltung, die er regelmäßig anführte. Da sollte man eigentlich gelernt haben, wie man solche Fehltritte vermeidet. (nb)

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Tags: christian ude, spd, bayern, bild am sonntag
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Reaktionen zu "Christian Ude: "Ich bin nicht schwul – und das ist auch gut so""


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
28.07.2013
14:20:08


(+11, 11 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Ich wünsche Herrn Ude, dass er sich von den ewiggestrigen Stammtischanheizern nicht in seinem Engament für LGBT verunsichern lässt, scheinbar können diese Intelligenzbefreiten Hetzer sich nicht vorstellen, dass es sehr viele Heterosexuelle Unterstützer gibt, hinzu kommt, dass gern vergessen wird, dass alle LGBT, Familie und Freunde haben, die selbstverständlich die Rechte der LGBT unterstützen!


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#2
28.07.2013
14:29:55


(+9, 11 Votes)

Von Felix


Wenn Leute wie Herr Ude sich für uns einsetzen, ist das für Schmierenblättchen wie Bild und Schmierenparteien wie die CDU/CSU Anlass, ihm da irgendwas anzudichten um daraus Kapital zu schlagen Wenn schon jemand was für uns tut, muss das wenigstens auch gegen ihn verwendet werden.

Aber langfristig werden diese Schmutzkampagnen nur auf ihre Urheber zurückfallen.

Ich hoffe, dass auch das ein weiterer Punkt ist, der dafür sorgt, dass die CSU bei der Landtagswahl eine deutliche Watsche bekommt.


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#3
28.07.2013
14:31:39


(+2, 10 Votes)

Von Tom Geyer


Wenn jemand behauptet, dass ein anderer eine Scheinehe hat, dann ist das wirklich nichts positives!
Ich erinnere an Scheinehen von Ausländern mit Deutschen, hier ist es sogar strafbewährt!! Ich würde als Christian Ude auch versuchen Gerüchte einer Scheinehe zu Widerlegen!
Die Ehe wird also wirklich diffamiert, wenn es heisst, dass es sich um eine Scheinehe handelt.

Nicht die BamS diffamiert also die Schwulen, sondern queer.de, durch die bewusst falsche Interpretation des Interviews!
Habt Ihr Ude dazu befragt? NEIN!!!
Toller Journalismus!!!


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#4
28.07.2013
14:32:16


(+2, 16 Votes)

Von anome


Was für ein dämlicher Artikel!
Warum darf er nicht sagen, wenn er hetero ist? Warum darf er sich mit seiner Ehefrau nicht zeigen? Und natürlich kann man von "bösen Gerüchten" sprechen. Nicht weil schwul sein etwas Schlimmes wäre, sondern weil man ihm damit unterstellt, eine Scheinehe zu führen. Ude hat das genau richtig gemacht.

Und liebes queer.de-Team,
wenn man in Bayern eine Wahl gewinnen will, geht das ohne konservative Wähler nicht, denn in Bayern sind mehr als 50% der Menschen konservativ. Da ist es völlig verständlich, dass Ude auch versucht, in diesen Reihen Wähler zu gewinnen. Dennoch hat er sich für Homosexuelle enorm eingesetzt in München, war 20 Jahre lang Schirmherr des CSDs, regiert zusammen mit der Rosa Liste, obwohl SPD und Grüne auch alleine eine Mehrheit hätten.

Dieser Artikel ist wirklich Blödsinn.


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#5
28.07.2013
14:46:24


(0, 10 Votes)

Von Contrapunctus
Antwort zu Kommentar #4 von anome


Danke! Ganz meine Rede!


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#6
28.07.2013
14:58:36
Via Handy


(+7, 11 Votes)

Von Flik


Also ernsthaft: Ich sehe in Udes Antworten nicht das geringste Fünkchen von dem, was ihr ihm unterstellt. Ganz im Gegenteil hat er damit erneut die Gleichwertigkeit von Homo-Paaren Hetero-Paaren untermauert. Er hat meiner Meinung nach sehr intelligent und bewusst geantwortet. Der Artikel hier ist komplett für die Tonne, Sry.


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#7
28.07.2013
15:40:53


(+5, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Und ?

Woher kommen diese "Gerüchte" ?

Mann sollte den Konservativen einmal in´s Gedächtnis rufen das der letzte Ministerpräsident eines Bundeslandes der seinen politischen Gegner im Wahlkampf mit solchen Gerüchten überziehen ließ, in einer Schweizer Hotelbadewanne endete..


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#8
28.07.2013
15:46:34


(+11, 11 Votes)

Von OliverZi


Merkwürdiger Artikel...

Was ist jetzt so verwerflich daran, dass er diese Gerüchte dementiert?

Ich habe den Verdacht, das Gerücht wurde ganz bewusst und böswillig von "ganz oben" angewiesen.

Seehofer ist dafür bekannt, nur so mit Dreck um sich zu werfen, wenn es ihm nützt.
Dieser Mann tut -alles- für Wählerstimmen. Egal ob er nun über den Bund, andere Länder, die EU oder sonst wem herzieht und dabei nicht müde wird zu erwähnen, wie viel besser Bayern denn alles macht.
Würde es ihm bis ans Ende seines Lebens die absolute Mehrheit in Bayern bringen, würde er vermutlich auch eine Jungfrau auf einem Altar opfern und ihr Blut trinken.

Ude ist mir jedenfalls -ganz egal, ob er hier nun etwas "dummes" getan hat oder nicht- sehr sympathisch. Er ist authentisch, wirkt freundlich und aufrichtig. Und vor allem liefert er ein vernünftiges Gegenmodell zum Sumpf der CSU. Gerade hoch im Norden ist mir die SPD durch ihre chaotische Bildungspolitik (hier sieht man, dass die Betonkopf Länder Bayern und Sachsen sich an der Spitze tapfer behaupten) etwas suspekt. Ude hingegen scheint stabile und soziale sowie progressive Politik zu bieten.

Ich hoffe wirklich, den Tag noch zu erleben, an dem ER Ministerpräsident Bayerns wird. Aber mit Orten wie dem Allgäu und Oberbayern lässt sich das wohl nicht machen.


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#9
28.07.2013
15:57:42


(+8, 14 Votes)

Von erklaerung


Worum es im Artikel geht:

Die Gerüchte gibt es seit Jahren, fast Jahrzehnten. Jetzt plötzlich nutzt Ude sie als Aufhänger, um sich im Wahlkampf als heterosexueller Familenvater zu inszenieren.

Natürlich ist er schwulenfreundlich - steht im Artikel - und meint den Satz nicht homophob - steht im Artikel.

Aber wenn viele Leser hier schon nicht die Wichtigkeit des Kommentars - ein Zwischenton, mehr nicht, einschätzen können, dann können "Bild"-Leser erst recht nicht die unhomophobe Intention verstehen. Natürlich bleibt hängen, dass Schwulsein etwas schlimmes ist.

Das nur wegen dieser Anbiederung an "Bild" und potentielle Wähler. Das hätte nicht sein müssen und wäre hier sicherlich auch jedem CDU-Politiker um die Ohren geschlagen worden, mit mehr Verständnis der Leser.


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#10
28.07.2013
16:57:31


(+4, 8 Votes)

Von kasiwupp
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die BLÖD-Zeitung schmeißt mal wieder aus der rechten Ecke mit Matsche. Nicht vergessen: in ein paar Wochen ist Wahl - und alles, was dazu dient, im linken Spektrum Unsicherheit zu schüren, wird von diesen willfährigen Erfüllungsgehilfen gern benutzt.


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