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  • 28.07.2013           38      Teilen:   |

Olympische Winterspiele

Russischer Politiker: Zusicherung an IOC wertlos

Artikelbild
In Sotschi ist fast alles vorbereitet für die Winterspiele

Eine vorläufige Aussetzung des "Propaganda"-Gesetzes könne nur das Parlament beschließen und sei sinnlos, sagt einer seiner Befürworter.

Der Streit um die Olympischen Winterspiele in Sotschi im nächsten Februar sorgt zunehmend für Konfliktstoff. Rund einen Tag, nachdem sich das Olympische Komitee mit einer angeblichen Zusicherung Russlands, das "Propaganda"-Gesetz nicht auf Spieler und Zuschauer anzuwenden, an die Öffentlichkeit gewandt hatte, hat ein russischer Politker diese Zusage nun öffentlich für wertlos erklärt.

Vitali Milonow, Autor des dem Bundesgesetz vorausgegangenen "Propaganda"-Gesetzes in St. Petersburg, sagte russischen Medien am Sonntag, eine solche Zusage könne nicht von der Regierung gemacht werden, sondern bedürfe der Zustimmung des Parlaments. Eine entsprechende Abstimmung sei aber unwahrscheinlich.

"Warum sollte das Gesetz auch nicht für Athleten gelten", so Milonow weiter. "Wenn Du einen guten Lauf machst, heißt das nicht, dass du Kinder verführen darfst." Ohnehin werde Homosexualität nur genutzt, um schlechte Leistungen zu entschuldigen. Russland habe das nicht nötig: "Der beste Eiskunstlauf ist der der russischen Schule. Absolut normale Leute, traditionelle Menschen mit großen Familien."

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Hinarbeit des IOC

Vitali Milonow von der Fraktion "Einiges Russland" begann seine Politikkarriere in den Neunzigern in der damaligen CDU Russlands
Vitali Milonow von der Fraktion "Einiges Russland" begann seine Politikkarriere in den Neunzigern in der damaligen CDU Russlands

Das IOC hatte am Freitag verlauten lassen, man habe "aus höchsten Regierungskreisen" Russlands die Zusicherung erhalten, dass die Gesetzgebung gegen Homo-"Propaganda" nicht Personen betreffe, "die die Spiele besuchen oder an diesen teilnehmen" (queer.de berichtete).

Bereits zuvor hatte das IOC erklärt, es werde darauf "hinarbeiten", dass die Spiele "ohne Diskriminierungen gegenüber Athleten, Offiziellen, Zuschauern und Medien" abgehalten werden können (queer.de berichtete). Sport sei ein "Menschenrecht", das "jedem offen stehen sollte, unabhängig von seiner Rasse, seinem Geschlecht oder seiner sexuellen Orientierung".

CSD in Sotschi und Petitionen

Die Olympischen Winterspiele werden bereits auf Briefmarken beworben
Die Olympischen Winterspiele werden bereits auf Briefmarken beworben

Aktivisten kritisierten die Formulierung als zu lasch, auch weil sie nicht für normale Russen gilt. Der Moskauer CSD-Organisator Nikolai Aleksejew hat als Reaktion darauf für den Tag der Eröffnung der XXII. Olympischen Winterspiele am 7. Februar zu einem CSD in Sotschi aufgerufen hat.

Ohnehin äußert Aleksejew sich Aleksejew vermehrt in der Öffentlichkeit: Nachdem er einen Boykott der Wodka-Marke Stolichnaya durch US-Aktivisten als unnütz kritisiert hatte, forderte er am Sonntag die Herstellerfirma per Twitter auf, den CSD zu sponsern. Die SPI Group hatte sich in einer öffentlichen Stellungnahme auf die Seite von Russlands Schwulen und Lesben geschlagen (queer.de berichtete).

Aleksejew, der mit Mitstreitern bereits ein "Pride House" in Sotschi angemeldet hatte, das durch ein Gericht bereits verboten wurde, bat zudem die internationale Community, sich in Petitionen für Einreiseverbote für Milonow und seine Duma-Kollegin Jelena Misulina stark zu machen. "Andere Politiker denken dann 100 Mal nach, bevor sie etwas ähnliches tun". Eine entsprechende Petition auf der Webseite des Weißen Hauses hat inzwischen knapp über 500 Unterstützer. (nb)

Wochen-Umfrage: Sollten die Olympischen Winterspiele in Sotschi wegen des Gesetzes gegen "Homo-Propaganda" boykottiert werden? (Ergebnis)

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Tags: olympia, russland, sotschi, vitali milonow, homo-propaganda
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Reaktionen zu "Russischer Politiker: Zusicherung an IOC wertlos"


 38 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
28.07.2013
22:13:34
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(-21, 23 Votes)

Von Martin28a
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Kann ja sein das ich hier was nicht verstehe aber..:

Solche Gesetze sind vielleicht überflüssig, NUR inwieweit betrifft das nun das IOC also die Spieler ?
Ich dachte es geht in dem Gesetz darum, dass Erwachsene in Gegenwart von Minderjährigen keine Werbung für Abnormen Dinge machen soll?

Stellt sich jetzt ein schwuler Athlet auf das Sportfeld und schreit " Hey ihr Kinder und jugendliche ich bin ja ach so schwul, werder bitte auch schwul" oder wie ??

Also wo ist jetzt das Problem ?

Man muss auch keine Kinder gleich mit Homosexualität belästigen
Haltet die Kinder da raus, Sexualität ist nur für Erwachsene
Alles andere ist ekelig und schürt nur wieder einen Verdacht den uns Schwule immer anheftet


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#2
28.07.2013
22:49:48
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(+13, 15 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #1 von Martin28a


Häää?! Stimmst du dem nun zu?!
Inwiefern ist es selbst dann sexuelle belästigung, wenn ein kind die tatsache erfährt, dass mann auch mann lieben kann?!
bist du so dumm, dass du die vorgeschobene begründung ernst nimmst?! Das angebliche kindeswohl ist doch nur eine ausrede!


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#3
28.07.2013
22:51:43


(+8, 12 Votes)

Von Mister_Jackpot
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Antwort zu Kommentar #1 von Martin28a


Sorry aber hast du sie noch alle? Wenn jemand seinen Partner z.B. bei der Siegerehrung nach einem gewonnen Wettkampf aus Freude küssen will dann soll er das nicht dürfen nur weil sich irgendwer dadurch belästigt fühlen könnte? Klar und auch nur bei Homosexuellen mal wieder? Ich könnt echt kotzen bei so intoleranten Kommentaren wie deinen....falls du schwul sein solltest will ich so jemanden wie dich nicht als Partner, denn dann würd ich denken du würdest nicht zu uns stehen, wenn du es ablehnst mir auch öffentlich deine Zuneigung zu zeigen... Ich würde denken du schämst dich für unsere schwule Liebe...denk mal darüber nach!


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#4
28.07.2013
23:11:45


(+12, 12 Votes)

Von m123


Schreibt E-Mails an das IOC und fordert vom IOC Konsequenzen.

Es kann nicht sein, dass Olympische Spiele unter einem Gesetz stattfinden, was die Menschenrechte so offensichtlich verletzt.

Erst recht kann es nicht sein, dass homosexuelle Athleten nicht zu dem wer sie sind stehen dürfen!

Ich hoffe es gibt einen Boykott. Oder aber alle Athleten solidarisieren sich mit der LGBT-Community in Russland und laufen symbolisch mit Regenbogenfahnen ein. Russland wird wohl kaum alle Athleten verhaften können...


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#5
28.07.2013
23:21:09
Via Handy


(-16, 18 Votes)

Von Martin28a
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Antwort zu Kommentar #3 von Mister_Jackpot


Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun
Es geht doch um Sport und nicht dem CSD
Das Gesetz hier anzusetzen ist doch nur vorgeschoben
Bei öffentlichen Veranstaltungen sind auch Kinder da und wenn eine Gesellschaft das nicht duldet musst du ja dort nicht hinfahren
Schwulsein gilt nun mal als unnatürlich und das kannst du nicht ändern weil ca 60 % aller Staaten der Erde das so sehen


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#6
28.07.2013
23:34:19


(+12, 12 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


Für jede souverän denkende Demokratie weltweit ist doch dieses absurde russische "Propaganda-Gesetz" nicht annehmbar, denn es ist ein faschistisches Diktatur-Gesetz, welches in Russland zur Hysterie und schließlich zum Aufbau von struktureller Gewalt führt.

Meiner Meinung nach ist ein Land, welches Menschengruppen verfolgt und Sanktionen aushängt, nicht würdig auf internationaler Ebene die Olympischen Winterspiele stattfinden zu lassen.

Die Regierung ist sowieso nicht bereit in einen Dialog zu treten, daher wäre ein Boykott mehr als angebracht.


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#7
28.07.2013
23:48:39


(+13, 13 Votes)

Von panzernashorn
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Antwort zu Kommentar #5 von Martin28a


Mit einem Menschen wie Martin28a, Bad Homburg o.ä. diskutieren zu wollen, hat in etwa den gleichen Sinn wie wenn man die Kreuznetler als Trauzeugen zu Schwulenehen hätte bestimmen wollen.

Es dürfte wohl sinnlos sein - eher geht die Sonne im Westen auf oder der Papst tritt zum Islam über bzw. wird offiziell überzeugter Atheist.........................


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#8
28.07.2013
23:55:25


(+11, 11 Votes)

Von Mister_Jackpot
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Antwort zu Kommentar #5 von Martin28a


Leider bist du nicht konkret darauf eingegangen was ich schrieb! Ich hab von homosexuellen Athleten geschrieben, die ganz natürlich auch ihren Partner offen zeigen können wollen. Und das mit den 60 Prozent kannst man so pauschal nicht sagen. Außerdem nur weil die Mehrheit es weltweit vielleicht so sieht ist ads kein grudn Rücksicht darauf zu nehmen. Wenn man so denken würde wie du gäbee es niemals gesellschaftlichen Wandel! Das ist traurig. Die wahren Reformatoren und Denker waren immer die, die bestehende Misstände, die vielleicht zur entsprechenden Zeit Mainstream waren, in Frage gestellt haben. Man muss den Status Quo nicht respektieren, wenn er eben falsch ist und man zu seinen Überzeugungen steht. Und nee ich persönlich hatte nicht vor dahin zu fahren, aber das hat auch nichts mit dem Thema zu tun. Wie gesagt wenn du wirklich schwul bist verstehst du was ich meine....man kann nur glücklich sein, wenn man zu sich steht. Diese Erfahrung haben die meisten Schwulen nach ihrem Coming Out gemacht....nur so funktionierts!


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#9
29.07.2013
00:25:05


(+13, 13 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #1 von Martin28a


Ja deshalb sollten heterosexuelle Eltern auch auf keinen Fall vor ihren Kindern in Erscheinung treten, weil das ja zeigt, dass die Kinder durch Sex gezeugt wurden und das ist ja so ekelhaft, das muss man den Kindern unbedingt ersparen, deshalb heterosexuelle Eltern macht euch unsichtbar, damit eure Kinder nicht auf die Idee kommen euch zum Thema Sex zu befragen, denn das ist ekelhaft. Davor müssen die Kinder selbstverständlich geschützt werden.


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#10
29.07.2013
00:28:41


(+9, 11 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #5 von Martin28a


Martin, Du bist unerträglich, geh zu kreuznet, dort kannst du mit deinen Meinungen viele scheingläubige Freunde gewinnen.


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