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Nach Äußerungen zu Homosexualität

Auch Westerwelle lobt Papst


Außenminister Guido Westerwelle hofft auf einen Wandel in der katholischen Kirche (Bild: Dirk Vorderstrasse / flickr / by 2.0)

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

"Die jüngsten Bemerkungen des Papstes zur Homosexualität", so Westerwelle gegenüber der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post", "lassen aufhorchen. Vielleicht setzt das eine Diskussion in Gang". Er wünsche sich zudem, "dass auch die Rolle der Frau in der katholischen Kirche überdacht wird".

Der FDP-Politiker sagte über den Papst weiter: "Er ist neu in seiner Berufung. Seine Hinwendung zu Ländern, die vor großen sozialen Herausforderungen stehen, ist sehr klug und bemerkenswert".

Franziskus hatte am Montag bei seinem Rückflug von Brasilien nach Rom vor Journalisten erklärt, dass Homosexualität für die Kirche "kein Problem" sei und dass Schwule und Lesben in die Gesellschaft integriert werden müssten (queer.de berichtete).

Schwul-lesbische Aktivisten in aller Welt begrüßten die Äußerungen des Pontifex als ersten Schritt, mahnten aber eine Reform der katholischen Sexuallehre an, die nur keusche Homosexuelle duldet (queer.de berichtete). Das Kirchenoberhaupt grenze immer noch Lesben, Schwule und Bisexuelle aus, "die ihre Sexualität in Verantwortung vor Gott leben", beklagte etwa die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK).

Westerwelle ist 2010 mit seinem Partner Michael Mronz eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen (queer.de berichtete). (pm/dk)



#1 kritischer MasseAnonym
  • 31.07.2013, 10:55h
  • "Der FDP-Politiker sagte über den Papst weiter:

    Seine Hinwendung zu Ländern, die vor großen sozialen Herausforderungen stehen, ist sehr klug und bemerkenswert"."

    ______________

    Erinnert an:

    »Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: Halt du sie dumm, ich halt sie arm!«

    de.indymedia.org/2009/10/262483.shtml
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#2 FelixAnonym
  • 31.07.2013, 12:12h
  • Würde er nur auch mal den Mund aufkriegen, wenn es um Verfolgung, Internierung, Folter und Mord an Schwulen und Lesben in Russland, einigen afrikanischen Staaten, etc. geht...

    Das ist schließlich seine Aufgabe als Außenminister.
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#3 anomeAnonym
#4 RaschelknackAnonym
#5 RobinAnonym
  • 31.07.2013, 12:56h
  • Antwort auf #2 von Felix
  • Ja, das hat Westerwelle falsch verstanden:
    der denkt immer noch, es sei seine Aufgabe als Außenminister seinem Freund Geschäftskontakte im Ausland zu vermitteln und sich eine Multi-Millionen-Villa auf Mallorca zu bauen.
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#6 sperlingAnonym
  • 31.07.2013, 13:08h
  • liebe güte.

    zwei lauwarme sätze in der alten soße von lüge und diskriminierung, und die welt steht kopf, als wäre der papst zum shintoismus konvertiert.

    das zeigt nicht, dass sich in der rkk wirklich was ändert (NICHTS an bergoglios aussagen ist wirklich neu), sondern nur, wie WENIG sich in dieser kirche ändert, wenn schon die leiseste andeutung einer potentiellen bewegung alle dermaßen in aufruhr versetzt.
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#7 sperlingAnonym
  • 31.07.2013, 13:26h
  • Antwort auf #3 von anome
  • man könnte auch sagen: er hat es als einziger politiker geschafft, im amt des außenministers nicht sofort an beliebtheit zu gewinnen, sondern zunächst sogar noch zu verlieren. es fällt doch sehr auf, dass seine beliebtheitspunkte erst zu steigen begannen, als er immer weniger sagte.

    vor allem aber hat er es geschafft, durch die reduktion des fdp-profils auf den reinen wirtschaftsliberalismus und die entsprechende umschichtung des personals seine partei mehr oder weniger an den rand der bedeutungslosigkeit zu schießen.

    wie viel prozent werden derzeit prognostiziert?

    mir war die fdp nie sympathisch, insofern könnte ich westerwelle dafür danken. aber ich finde es doch irgendwie schade, dass der politische (!) liberalismus heute eigentlich gar keinen festen platz mehr in der politischen landschaft hat. da hat westerwelle eine lichtung geschlagen, auf der nichts mehr nachwächst.
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#8 LorenProfil
  • 31.07.2013, 13:29hGreifswald
  • Antwort auf #6 von sperling
  • Mehr könnte ich dazu auch kaum sagen.Bemerkenwert ist, wieviele Menschen immer noch irgendwelchen Führerfiguren hinterherlaufen, denen sie irgendeine Autorität zuschreiben, sei es im religiösen oder politischen Bereich. Meine Vorstellung vom -wie man hierzulande sagt- "mündigen Staatsbürger" sieht da deutlich anders aus.
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#9 buntspechtAnonym
  • 31.07.2013, 14:12h
  • Antwort auf #7 von sperling
  • man könnte nun vermuten, dass es mal einen "politischen liberalismus" gab, der die gesamtheit und universalität der menschenrechtsdokumente der uno mit leben erfüllen wollte.
    so etwas ist mir nicht erinnerlich. wann und wo soll das gewesen sein?
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#10 rattenlinieAnonym
  • 31.07.2013, 14:32h
  • Antwort auf #6 von sperling
  • shintoismus ?

    Immer wieder kommt es zu Spannungen mit den Nachbarländern, weil hochrangige Regierungsmitglieder und mitunter auch Ministerpräsidenten den Yasukuni-Schrein besuchen, in dem neben zahlreichen anderen auch einige der Hauptkriegsverbrecher bestattet wurden.

    In Südkorea haben besonders Äußerungen des Bürgermeisters von Osaka, Toru Hashimoto, für Verstimmungen gesorgt, der Einsatz von Sexsklavinnen während des zweiten Weltkrieges sei notwendig gewesen, um die Disziplin der japanischen Truppen aufrecht zu erhalten. Hunderttausende Frauen aus den besetzen Ländern, vor allem Chinesinnen und Koreanerinnen, waren von den japanischen Soldaten gefangen und zu Zwangsprostituierten gemacht worden. Die meisten japanischen Regierungen haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder vor einer klaren Verurteilung dieser und anderer Kriegsverbrechen gedrückt, geschweige denn, dass Entschädigung gezahlt worden wäre.

    www.heise.de/tp/blogs/8/154677
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