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Die Kölner Arcus-Stiftung sucht Zeitzeugen, die in der Bundesrepublik mit dem schwulenfeindlichen Paragrafen 175 in Kontakt gekommen sind.

Die Stiftung will mit der Initiative die Verfolgung und Diskriminierung von homosexuellen Männern nach 1945 dokumentieren. "Denn von der Gesellschaft weitgehend vergessen leben viele Männer, die unter dem Paragrafen 175 verfolgt und benachteiligt wurden", so Initiator Michael Jähme.

Von einigen Zeitzeugen sind Erfahrungen mit dem Paragrafen 175 über Erlebnisberichte oder Gerichtsakten dokumentiert. Die Stiftung geht aber davon aus, "dass tatsächlich mehr homosexuelle Männer Benachteiligungen und Verfolgungen durch den Paragrafen 175 erlebt haben, als bisher bekannt ist".

Interessenten können sich an Michael Jähme wenden. Der Sozialpädagoge ist telefonisch unter (0163) 2809598 zu erreichen oder per Mail unter jaehme@arcus-stiftung.de.

Der Paragraf 175 war in der Bundesrepublik bis 1994 gültig. Bis 1969 galt sogar die verschärfte Nazi-Version, danach wurde der Paragraf entschärft und enthielt lediglich ein höheres Schutzalter als bei Heterosexuellen. (dk)



#1 FennekAnonym
  • 31.07.2013, 16:44h
  • Ich dachte zuerst schon, es ginge um die Nazizeit, aber es geht natürlich um die Opfer, die bis 1994 darunter litten.

    Denn die Bundesrepublik hat diesen Nazi-Paragraphen bis 1994 behalten. Und erst ab 1969 entschärft.

    Hoffentlich melden sich sehr viele!

    Und hoffentlich kann man damit auch mal ein wenig Druck auf die schwarz-gelbe Regierung ausüben, damit diese Opfer entdlich rehabilitiert werden und Entschädigung erhalten.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Simon HAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 und auchAnonym