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  • 31.07.2013           40      Teilen:   |

Zwei Tage vor dem CSD

Hamburg: Anschlag auf Magnus Hirschfeld Centrum

Artikelbild
Während der Pflasterstein-Attacke hielt sich noch ein Café-Mitarbeiter in den Räumen des Zentrums auf. Er blieb unverletzt. (Bild: mhc)

In der Nacht zu Mittwoch zertrümmerten zwei Unbekannte die Frontscheiben von Hamburgs queerem Zentrum.

Schock kurz vor dem CSD in der Hansestadt: In der Nacht zu Mittwoch wurde die Frontscheiben des Hamburger Magnus Hirschfeld Centrums (mhc) mit Pflastersteinen zertrümmert. "Offensichtlich handelt es sich um einen gezielten Anschlag", heißt es in einer Pressemitteilung des queeren Zentrums am Borgweg 8.

Die Tat ereignete sich etwa eine Viertelstunde nach Mitternacht. Ein Café-Mitarbeiter, der zu dieser Zeit noch im Zentrum war, blieb unverletzt und alarmierte die Polizei, die nun gegen Unbekannt ermittelt. Eine Nachbarin, die wegen des lauten Knalls ans Fenster geeilt war, beobachtete zwei Personen, die über die Straße flüchteten. Im offiziellen Hamburger Polizeibericht wurde der Anschlag bislang nicht vermeldet.

Fortsetzung nach Anzeige


Zusammenhang mit weiterer antihomosexueller Gewalttat vermutet

Diese Pflastersteine hatten die unbekannten Täter extra mitgebracht - Quelle: mhc
Diese Pflastersteine hatten die unbekannten Täter extra mitgebracht (Bild: mhc)

Die Pflastersteine, mit denen die Scheiben eingeworfen wurde, hatten die unbekannten Täter extra mitgebracht. Die Frontfenster wurden im Laufe des Mittwochs notverglast.

Das Magnus Hirschfeld Centrum vermutet einen möglichen Zusammenhang mit einer antihomosexuellen Gewalttat, die sich am Sonntag zuvor im Hamburger Stadtpark ereignete. Eine Gruppe von jungen Männern hatte in der Nacht gezielt schwule Männer beleidigt, sie mit Scheinwerfern geblendet und mit Elektroschockern bedroht. Mehrere Opfer brachten diese Überfälle zur Anzeige. Als die Polizei im Stadtpark eintraf, waren die Täter jedoch bereits verschwunden.

"Das Team des mhc ist schockiert und entsetzt über diese Gewalttaten", heißt es in der Pressemitteilung. Das Magnus Hirschfeld Centrum feierte in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Es wurde 1983 vom gemeinnützigen Trägerverein Unabhängige Homosexuelle Alternative e.V. als Beratungs-, Kommunikations- und Kulturzentrum ins Leben gerufen.

SPD-Abgeordneter verurteilt den Anschlag

In einer ersten Reaktion zeigte sich der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Philipp-Sebastian Kühn "entsetzt und erschrocken" über den Anschlag auf das mhc. "Gerade jetzt zum Hamburger CSD zeigt das, wie wichtig es ist, ständig für Toleranz und gegen Homophobie zu kämpfen", erklärte der schwule Politiker. "Ich verurteile den Anschlag zutiefst und rufe alle auf, am kommenden Wochenende gegen antihomosexuelle Gewalt und für ein friedliches Miteinander auf die Straße zu gehen." (cw)

  Spendenkonto
UHA e.V., Sozialbank, Konto: 74 94 700, BLZ 251 205 10
Links zum Thema:
» Homepage des mhc
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Tags: magnus hirschfeld centrum, homophobie, gewalt, anschlag, mhc, hamburg
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Reaktionen zu "Hamburg: Anschlag auf Magnus Hirschfeld Centrum"


 40 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
31.07.2013
16:33:23


(+5, 5 Votes)

Von Tim_Chris
Aus Bremen
Mitglied seit 01.05.2008


Mit Recht, entsetzt. Wirklich erschreckend.


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#2
31.07.2013
16:39:04


(+7, 7 Votes)

Von tobias
Aus bremerhaven (Bremen)
Mitglied seit 25.03.2012


oha!!! ....kann nur hoffen, dass es am sa. friedlich bleibt!!!!

(grundsätzlich soll es immer friedlich bleiben...)

ich will zum csd!!! ...und hatte letzte nacht einen echt bösen traum!!!

da haben homohasser immer wieder heimlich leute aus der menge rausgegriffen (wie in sonem comic-strip, immer den letzten aus der reihe und die davor haben nix mitgekriegt)

ich wollte zum csd!!! ...und nicht in den krieg ziehen!

vieles is einfacher als vor 20 jahren!!! ...doch einfach ist es noch immer nicht ;(


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#3
31.07.2013
16:44:35


(-3, 9 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Erleben wir hier den Anfang des "französischen" Szenarios, oder wie ? Gut zumindest, daß bei uns die Homo-Ehe auch nach den Wahlen zu keinem großen Thema wird: es kann nie zu "wenig" Homophobie geben. Zu viel schon.


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#4
31.07.2013
16:47:48


(+4, 6 Votes)

Von Sebi


Das wundert mich nicht.

Wenn die Politik Hass sät, erntet man natürlich Gewalt.


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#5
31.07.2013
16:49:51


(+4, 6 Votes)

Von goddamn liberal


Gleichheit?

Da hört der Spaß auf:

Link zu www.dradio.de

Der Schoß ist fruchtbar noch.


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#6
31.07.2013
16:51:41
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von yomen


sie trauen sich wieder.

nicht zuletzt und gerade wegen der hetzer, verunglimpfer, diskriminierer in regierungsreihen, der katholischen kirche und den signalen die aus russland kommen.


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#7
31.07.2013
16:51:47


(+4, 6 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von Aus Bad Homburg


Sehr wahr.

Dann sorgen Sie mal bitte für eine Schweinehunddressur im eigenen Beritt, Herr Baron!


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#8
31.07.2013
17:25:10


(-2, 8 Votes)

Von Vladimir
Antwort zu Kommentar #2 von tobias


" haben homohasser immer wieder heimlich leute aus der menge rausgegriffen"

dann müsst ihr euch wehren.

In Berlin ging mal einer mit nem Tunten-Raus-Schild durch ne halbe Million CSDler, und er lebt noch. Ts, ts.


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#9
31.07.2013
17:50:22


(+4, 6 Votes)

Von XYZ12
Aus Berlin
Mitglied seit 14.07.2013
Antwort zu Kommentar #8 von Vladimir


Genau diese Reaktion hätte er doch sicher gerne gehab, schaut mal die "bösen" Schwulen haben mir was angetan. Gut das niemand drauf reingefallen ist.


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#10
31.07.2013
18:04:26


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Unfaßbar!


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