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Ausschnitt der verbotenen Wörter aus der Liste des FC Liverpool

Wer für den FC Liverpool arbeitet, darf Wörter wie "Schwuchtel" oder "Ladyboy" oder Sätze wie "Du spielst wie ein Mädchen" nicht mehr verwenden.

Der englische Profiverein FC Liverpool hat seinen Mitarbeitern "inakzeptable" Wörter oder Redewendungen verboten. Der Verein hat dazu eine Liste erstellt, die am Mittwoch an die Presse gelangt ist. Verboten sind demnach rassistische, sexistische, behindertenfeindliche und homophobe Ausdrücke.

Beim Themenbereich "Sexual Orientation" führt der Verein typische englische Schimpfwörter für Schwule ("poof", "fairy", "fag", "homo") oder Lesben ("lezzer", "dyke") auf. Unter der Punkt "Gender" sind Worte wie "princess", "queen" oder "tranny" gelistet. Auch Ausdrücke gegen Behinderte, wie "cripple" (Krüppel) oder "midget" (Zwerg) hat der Verein verboten, ebenso wie eine Reihe von rassistischen Ausdrücken gegen Schwarze, Asiaten oder andere Minderheiten.

Liste wird nicht an Spieler verteilt


Der FC Liverpool ist mit 18 gewonnenen Meisterschaften einer der erfolgreichsten Vereine auf der Insel. In der letzten Saison belegte der Club Rang sieben

Alle Angestellten des Vereins, die Kontakt mit der Öffentlichkeit haben, sollen laut einem Bericht des Boulvardblatts "Mirror" die Liste erhalten haben, allerdings nicht die Spieler. Sie erhalten separate Anweisungen von der Premier League, der ersten englischen Fußballliga.

Der Vereins-Beauftragte für Gleichbehandlung erklärte, dass die neuen Regeln alle Formen von Diskriminierung verhindern sollen: "Das Programm beinhaltet auch interaktive Workshops und ein Handbuch, das die neuesten Gleichstellungsgesetze vorstellt und sagt, welche Sprache akzeptabel ist und welche nicht", so Rishi Jain.

Erst im Dezember letzten Jahres sorgte der spanische Liverpool-Profi Suso für Aufregung, weil er einen Mitspieler auf Twitter als schwul bezeichnete. Er wurde vom Fußballverband für die "anstößige" Mitteilung zu einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 12.000 Euro verurteilt (queer.de berichtete).

Der englische Fußballverband hat sich bereits 2011 einer Charta angeschlossen, die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung verbietet (queer.de berichtete). Auch Profiverbände für die Sportarten Cricket, Tennis und Rugby haben das Papier unterschrieben. (dk)



#1 timpa354Ehemaliges Profil
#2 SchlagzeileAnonym
  • 01.08.2013, 14:37h
  • Bildungsministerium verbietet homophobe Wörter

    Wörter wie "Schwuchtel" oder "Ladyboy" oder Sätze wie "Du spielst wie ein Mädchen" dürfen in Kindergärten, Schulen und Kitas nicht mehr verwendet werden. Kinder werden vor dieser verbalen und psychischen Gewalt umfassend geschützt.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.08.2013, 15:04h
  • Eine Sprachbenimmvorschrift für Fußballfans - das ist ganz schön mutig! Meiner Meinung nach sind da aber vier Wörter, die eher unverfänglich sind:

    bender = Besäufnis, Sauferei, Bieger
    fairy = Elfe, Fee, Zauberin
    chink = Ritze, Schwachpunkt, Schwachstelle
    nip = Schlückchen, Kniff, Biß

    Mal sehen, ob andere englische Vereine so etwas auch bald einführen.
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#4 TheDad
  • 01.08.2013, 15:11h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • Richtig lesen..

    Nicht die Fan´s..

    Die Angestellten..

    ""Alle Angestellten des Vereins, die Kontakt mit der Öffentlichkeit haben, sollen laut einem Bericht des Boulvardblatts "Mirror" die Liste erhalten haben, allerdings nicht die Spieler. Sie erhalten separate Anweisungen von der Premier League, der ersten englischen Fußballliga""..

    Steht doch alles da..
    -tze-
  • Antworten » | Direktlink »
#5 daVinci6667
  • 01.08.2013, 16:33h

  • Warum kann das nicht überall so sein? Auch an unseren Schulen etc?

    Mann es gibt noch sooooo viel zu tun!
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#6 LorenProfil
#7 Winston SmithAnonym
  • 02.08.2013, 02:29h
  • Die endgültige Einführung von Neusprech ist für 2050 vorgesehen.

    Welch schöne Nachricht zur zweihundertsten Wiederkehr jenes Tages, an dem die Arbeit des Wohlfahrtsausschusses so richtig in Fahrt kam!
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#8 AlexandreAnonym
#9 Schutz gg GewaltAnonym
  • 04.08.2013, 13:45h
  • Antwort auf #8 von Alexandre
  • Ja, es wäre eine unfassbare Einschränkung der persönlichen Freiheit, wenn nicht mehr, wie aktuell üblich und gestern wieder im Bus erlebt, überall im öffentlichen Raum, auch von Nichtjugendlichen, "Nee, das ist schwul" und ähnlich Menschenfeindliches gegrölt werden dürfte!

    Dann käme dieser homophobe Müll womöglich gar nicht erst in die Köpfe von Kindern und jungen Menschen und sie würden nicht andauernd sexuell pathologisiert - welch schreckliche Vorstellung!

    Homophobe Sprache immer und überall ächten!
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#10 TheDad
  • 04.08.2013, 14:25h
  • Antwort auf #8 von Alexandre
  • Das wäre sicherlich ein großes persönliches Opfer für Dich ?

    Sprache ist Ausdruck der Gedanken..
    Zumindest bei den meisten..

    Wer sich darüber beschwert er verlöre durch das Verbot einer bestimmten Sprache ein Recht sollte sich mit der Verfassung befassen, um sich zu vergegenwärtigen das es dieses Recht nicht gibt, dessen Verlust er beklagt..
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