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  • 04.08.2013           6      Teilen:   |

Queere Geschichte

Schwules Museum: DDR-Bestand zur Hälfte aufgearbeitet

Artikelbild
Archiv des Schwulen Museums: Bis Jahresende soll der DDR-Gesamtbestand für die Öffentlichkeit zugänglich sein (Bild: Schwules Museum)

Die Teilnachlässe u.a. von Charlotte von Mahlsdorf und dem Sexualwissenschaftler Rudolf Klimmer sind jetzt bereits für alle zugänglich.

Das von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur seit Jahresbeginn geförderte Projekt im Berliner Schwulen Museum geht in die zweite Runde. Erste Nachlässe und Bestände zur DDR-Geschichte sind schon fachgerecht aufgearbeitet und stehen der interessierten Öffentlichkeit und für wissenschaftliche Forschungszwecke am neuen Standort des Museums in der Lützowstraße 73 zur Verfügung. Auf der neuen Homepage sind die aufbereiteten Bestände ebenfalls aufgelistet.

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Der berühmteste Transvestit der DDR

Charlotte von Mahlkdorf (1928-2002) war Gründerin und langjährige Leiterin des Gründerzeitmuseums in Berlin-Mahlsdorf
Charlotte von Mahlkdorf (1928-2002) war Gründerin und langjährige Leiterin des Gründerzeitmuseums in Berlin-Mahlsdorf

Zu den erschlossenen Beständen gehören zum Beispiel die Teilnachlässe von Charlotte von Mahlsdorf, dem berühmtesten Transvestiten der DDR und Ikone der Schwulenbewegung, und vom Arzt und Sexualwissenschaftler Rudolf Klimmer sowie der Bestand der Kirchlichen Arbeitskreise Homosexualität, die sich zu Beginn der achtziger Jahre unter dem Dach der Kirche etablierten. Mit der Aufarbeitung dieser Bestände rückt das Projektziel, die Erschließung des Gesamtbestands DDR bis Jahresende in greifbare Nähe.

Durch die Finanzierung der Stiftung Aufarbeitung konnten alle Materialien im Zuge der Erschließung für die sachgerechte Langzeitaufbewahrung in säurefreie Mappen und Kartons verbracht werden. Mit dem Umzug in die neuen Räume stehen dem Schwulen Museum endlich klimatisierte Magazinräume zur Verfügung.

Erste Nutzer sind bereits in den Genuss der neu erschlossenen Bestände gekommen und bis zum 25. Jahrestag des Mauerfalls im Jahr 2014 werden bestimmt noch etliche hinzukommen, ist sich Archivleiter Dr. Jens Dobler sicher.

Das Schwule Museum in Berlin wurde am 6. Dezember 1985 gegründet. Das Ziel der Gründer des Museums war es, die Vielfältigkeit schwulen Lebens einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Erforschung schwuler Geschichte zu gewährleisten. Dadurch soll schwules Leben sichtbar und präsent gemacht und Toleranz und Akzeptanz gegenüber Homosexuellen gefördert werden. (cw)

Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Archiv des Schwulen Museums
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Tags: schwules museum, homosexualität in der ddr, charlotte von mahlsdorf, rudolf klimmer, berlin
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Reaktionen zu "Schwules Museum: DDR-Bestand zur Hälfte aufgearbeitet"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
04.08.2013
12:59:13


(+6, 6 Votes)

Von Sebi


Eine sehr gute Nachricht aus einem sehr wichtigen Museum...

Ich hoffe, dass dieses Museum viele Besucher hat, denn das hat es verdient. Und für die Gäste ist ein Besuch auf jeden Fall lohnenswert.


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#2
04.08.2013
13:51:11


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von Sebi


JA!


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#3
04.08.2013
13:54:10


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ein Stück Zeitgeschichte:

Link zu www.zeit.de

Erlaubt war, was gefällt!


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#4
04.08.2013
16:04:32


(+5, 5 Votes)

Von Stein
Profil nur für angemeldete User sichtbar


man kann über den osten sagen was man will, aber charlotte konnte dort ihr gründerzeitmusseum führen. nach der wende hingegen haben sie es ihr ziemlich schnell kaputt gemacht und 40 jahre arbeit waren fürn arsch. ich hoffe sie wird richtig gewürdigt!


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#5
06.08.2013
06:48:59


(+3, 3 Votes)

Von postagebuch
Aus Frankfurt (Hessen)
Mitglied seit 13.01.2012
Antwort zu Kommentar #4 von Stein


Auch ich wünsche mir eine - späte - Würdigung von Charlotte von Mahlsdorf.

Sie lebte einfach nur ihr besonderes Leben - und schon damit provozierte sie dumme Deppen, die sie aus Deutschland vertrieben. Schade und Schande, dass dies damals passierte!!!


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#6
07.08.2013
02:52:17


(+2, 2 Votes)

Von Stein
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von postagebuch


ich war als kind in ihrem museum, sie war herzengut und konnte erklären, man durfte alles anfassen und erkunden. das war eine tolle erfahrung :)


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