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Archiv des Schwulen Museums: Bis Jahresende soll der DDR-Gesamtbestand für die Öffentlichkeit zugänglich sein (Bild: Schwules Museum)

Die Teilnachlässe u.a. von Charlotte von Mahlsdorf und dem Sexualwissenschaftler Rudolf Klimmer sind jetzt bereits für alle zugänglich.

Das von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur seit Jahresbeginn geförderte Projekt im Berliner Schwulen Museum geht in die zweite Runde. Erste Nachlässe und Bestände zur DDR-Geschichte sind schon fachgerecht aufgearbeitet und stehen der interessierten Öffentlichkeit und für wissenschaftliche Forschungszwecke am neuen Standort des Museums in der Lützowstraße 73 zur Verfügung. Auf der neuen Homepage sind die aufbereiteten Bestände ebenfalls aufgelistet.

Der berühmteste Transvestit der DDR


Charlotte von Mahlkdorf (1928-2002) war Gründerin und langjährige Leiterin des Gründerzeitmuseums in Berlin-Mahlsdorf

Zu den erschlossenen Beständen gehören zum Beispiel die Teilnachlässe von Charlotte von Mahlsdorf, dem berühmtesten Transvestiten der DDR und Ikone der Schwulenbewegung, und vom Arzt und Sexualwissenschaftler Rudolf Klimmer sowie der Bestand der Kirchlichen Arbeitskreise Homosexualität, die sich zu Beginn der achtziger Jahre unter dem Dach der Kirche etablierten. Mit der Aufarbeitung dieser Bestände rückt das Projektziel, die Erschließung des Gesamtbestands DDR bis Jahresende in greifbare Nähe.

Durch die Finanzierung der Stiftung Aufarbeitung konnten alle Materialien im Zuge der Erschließung für die sachgerechte Langzeitaufbewahrung in säurefreie Mappen und Kartons verbracht werden. Mit dem Umzug in die neuen Räume stehen dem Schwulen Museum endlich klimatisierte Magazinräume zur Verfügung.

Erste Nutzer sind bereits in den Genuss der neu erschlossenen Bestände gekommen und bis zum 25. Jahrestag des Mauerfalls im Jahr 2014 werden bestimmt noch etliche hinzukommen, ist sich Archivleiter Dr. Jens Dobler sicher.

Das Schwule Museum in Berlin wurde am 6. Dezember 1985 gegründet. Das Ziel der Gründer des Museums war es, die Vielfältigkeit schwulen Lebens einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Erforschung schwuler Geschichte zu gewährleisten. Dadurch soll schwules Leben sichtbar und präsent gemacht und Toleranz und Akzeptanz gegenüber Homosexuellen gefördert werden. (cw)



#1 SebiAnonym
  • 04.08.2013, 12:59h
  • Eine sehr gute Nachricht aus einem sehr wichtigen Museum...

    Ich hoffe, dass dieses Museum viele Besucher hat, denn das hat es verdient. Und für die Gäste ist ein Besuch auf jeden Fall lohnenswert.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 Stein
  • 04.08.2013, 16:04h
  • man kann über den osten sagen was man will, aber charlotte konnte dort ihr gründerzeitmusseum führen. nach der wende hingegen haben sie es ihr ziemlich schnell kaputt gemacht und 40 jahre arbeit waren fürn arsch. ich hoffe sie wird richtig gewürdigt!
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#5 postagebuchProfil
  • 06.08.2013, 06:48hFrankfurt
  • Antwort auf #4 von Stein
  • Auch ich wünsche mir eine - späte - Würdigung von Charlotte von Mahlsdorf.

    Sie lebte einfach nur ihr besonderes Leben - und schon damit provozierte sie dumme Deppen, die sie aus Deutschland vertrieben. Schade und Schande, dass dies damals passierte!!!
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#6 Stein