Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?1977

Eine Ausstellung in Berlin zeigt Fotos, die im Rahmen einer polnischen Kampagne zum Thema Homosexualität entstanden.

Von Tanja Reinsfelder

Unter dem Titel "Sollen sie uns doch sehen" eröffnet am Mittwoch, 17. November 2004, in der ver.di Bundesverwaltung in Berlin eine Ausstellung mit dem Thema "Homosexuelle in Polen". Gezeigt werden Fotos der Fotografin Karolina Bregula, die im Rahmen der Aktion "Kampagne gegen Homophobie" (Kampania Przeciw Homofobii) im März 2003 in Polen entstanden sind.

Diese erste schwul-lesbische Aufklärungskampagne in der Geschichte des Landes hatte in Polen heftige Reaktionen ausgelöst und für einen Boom von Fernsehsendungen und Talkshows über Homosexuelle gesorgt. Auf den Postern, die in Galerien und auf großflächigen Werbeplakaten gezeigt wurden, sind Fotos von lesbischen und schwulen Paaren zu sehen, die sich an den Händen halten. Diese vollkommen unspektakuläre Darstellung von Homosexualität führte im katholischen Polen, in dem Schwul- und Lesbischsein nicht zum "normalen Leben" gehört, zu Protesten der Bevölkerung. Die Reaktionen reichten von mit Farbe übergossenen Reklametafeln bis zum Schließen von einer Galerie kurz nach der Eröffnung. Auch schon im Vorfeld gab es Probleme bei der Durchführung, da die mit der Kampagne beauftragte Firma sich eine Woche vor Beginn zurückzog. Mit Hilfe von verschiedenen Institutionen, darunter der Regierungsbeauftragte für die Gleichstellung von Männern und Frauen sowie die Niederländische Botschaft in Warschau, konnte die Kampagne doch noch erfolgreich durchgeführt werden.

In der Ausstellung werden insgesamt 30 Plakate und 100 Fotos gezeigt und gleichzeitig auch über die Reaktionen berichtet, die in Polen hervorgerufen wurden. Zwei Filme, die in den Ausstellungsräumen gezeigt werden, dokumentieren das Verbot gegen den Warschauer CSD und die Ausschreitungen beim CSD in Krakau und machen so die Notwendigkeit der Aufklärungsarbeit in Polen deutlich.

Bei der Ausstellungseröffnung am 17. November um 18:00 Uhr sind unter anderem Claudia Roth, Parteivorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, Frank Bsirske, Vorsitzender ver.di, und die Fotografin Karolina Bregula anwesend. Die Ausstellung läuft bis zum 7. Januar 2005.

"Sollen sie uns doch sehen" im Atrium der ver.di Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9 – 20 Uhr

15. November 2004



16 Kommentare

#1 HannahAnonym
#2 RafaelAnonym
  • 16.11.2004, 15:24h
  • Dann soll sich die Bevölkerung auch weiterhin aufregen, vielleicht werden sie endlich begreifen, dass in diesem Land auch Schwule und Leseben leben, die ein recht auf freies Leben haben.

    "Herr vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun"
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Hans PeterAnonym
  • 16.11.2004, 20:31h
  • ...schreiben hier eigentlich nur Leute die ein völlig unkritisches Verhältnis zur Homosexualität haben? In Bulgarien gibt es selbst in der Millionenstadt Sofia keine Schwulen-Szene,das habe ich auf einer deutschen Schwulen-Seite gelesen,weil die Bulgaren total gegen die homosexuelle Lebensart seien, welche sie offenbar als Sünde empfinden. Da ich Gott natürlich auch nicht persönlich kenne,kann ich ihn auch nicht fragen. Ist es aber nicht so,dass Homosexuelle weitaus häufiger promiskuitiv leben, mehr fremd gehen und auch generell mehr "ficken" als Heteros die wegen dem ganzen Stress mit den Kindern für den Sex schlichtweg keine Zeit und Energie mehr haben? Wenn dem so ist, so ist doch auch erlaubt, homosexuelle Verhaltensweisen in Bulgarien und Polen abzulehnen? Wer das reichliche Schwulen-Angebot in Berlin nutzen will, der kann ja aus Krakau und Sofia wegziehen,wenn ihm schwules Leben so wichtig ist....noch vor vierzig Jahren, scheint mir, gab es viel weniger Schwule als heute,nämlich nur die "echten",ist es heute nicht auch eine Art "schwuler Life-Style",gewissermassen "trendy"schwul zu sein,während Heteros mit Schrebergarten und Kindern und wenig Sex als mega-out, und spiessig von den Schwulen verachtet werden?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Schwanz-PeterAnonym
  • 16.11.2004, 22:10h
  • Schrebergarten die 12378214.
    GÄHN!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Nochmal: Was hast du auf einer DEUTSCHEN SCHWULEN Seite zu suchen, wenn du doch so auf dein tolles Leben in der Schweiz mit Familie pochst?
    Schwulsein hat nichts mit trendy sein zu tun.
    Momentan reisst sich die Boulevardpresse um solche Themen, weil sie sonst wenig neues hat.
    Das hat aber nichts mit uns zu tun!
    Wenn die Gesellschaft unsereins endlich als einen Teil akzeptiert, und einsieht das wir auch nicht anders leben, DANN legt sich das Thema auch wieder.
    Übrigens streitet dir keiner DEIN Glück auf deine Weise ab.
    Und tu hier noicht so, als ob Schwule (es gibt ja auch Lesben!!! Auch das sind Homosexuelle!!!) sich das was sie sind, bewusst ausgesucht haben um nichts mit Kindern zu tun zu wollen...
    So ein Schwachsinn...
    Du solltest mal einen Psychologen aufsuchen, der dir deine Homophobie (nicht nur diese!) und deine Wahnvorstellungen austreibt!
    Ich glaube ich fühle mich vom Familienleben anderer verfolgt. Das könnte mich in meiner Orientierung hindern.
    Wo ist das nächste schweizer Heterosexuellen-Forum?
    ich glaubge, ich muss dort meine Wahnvorstellungen bekunden und die Leute beschimpfen.
    Wie können die nur! Die sind doch pervers...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 DavidAnonym
  • 16.11.2004, 22:31h
  • Wird auch mal Zeit.
    Wenn Polen der EU beitritt, soll es auch unsere westlichen Werte anerkennen.
    Dazu gehört auch, dass Minderheiten nicht diskrriminiert werden, bzw. es sich nicht mehr lassen!
    Und zum x-ten Male:
    ICH KANN NICH VERSTEHEN; WESHALB MENSCHEN, DIE IN DER VERGANGENHEIT SELBER VERFOLGT WURDEN bzw. SCHLIMMES DURCHGEMACHT HABEN, GENAUSO HANDELN!!!!!!

    Seien es Christen in Ländern, in denen sie früher verfolgt wurden; seien es Farbige (die Raggae-Diskussion lässt grüssen)
    die in der Vergangenheit unter dem Rassismus gelitten haben; seien es Frauen, die in manchen Ländern noch immer weniger Rechte haben oder hatten, seiene es Menschen die in der Vergangenheit unter den Nazis verfolgt wurden...

    Warum tun diese Menschen anderen genau das an, worunter sie in der Vergangenheit selber gelitten haben?
    Also DAS verstehe ich nun wirklich nicht...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Hans PeterAnonym
  • 16.11.2004, 22:49h
  • An SCHWANZ-PETER: Hast Du eigentlich Dein Pseudonym gewählt,weil Du eben,wie Vorurteil besagt, als Schwuler Deinen Verstand im SCHWANZ hast? Was Du schreibst hat nämlich weder Hand noch Fuss, mein Lieber. Schrebergarten...gähn?Da kontere ich: Versiffte Pissoirs mit Löchern in den Wänden durch die notabene NUR Schwule an schwulen Schwänzen löschen,WUERG-KOTZ-SPUCK,erst noch VIEL gefährlicher als Schrebergärten denn ein Schwulen-Hasser könnte mal auf dem Klo sitzen und dem notgeilen Typen dahinter SEINEN SCHWANZ ABBEISSEN! Dann heisst Du dann auch nicht mehr Schwanz-Peter, sondern....höchstens noch Schwarzer Peter
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Hans peterAnonym
  • 16.11.2004, 22:52h
  • An DAVID: David,warum kannst Du nicht verstehen dass sich heterosexuelle Katholiken vor schwulem Sex ekeln? Das hat doch mit früherer Verfolgung nichts zu tun? Du ekelst Dich vielleicht auch vor den ach so thumben Hetero-Spiessern die im Kanton Uri in der Innerschweiz leben,brav ihre Kinderchen zeugen und grossziehen,jeden Sonntag in die Kirche gehen,nicht mal Seitensprünge haben und goldene Hochzeit feiern?Weil sie Sex nicht so brauchen wie Du?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 DavidAnonym
  • 16.11.2004, 23:24h
  • Ja und? Sich vor etwas zu ekeln kann doch keine Begründung sein, Menschen zu diskriminieren!
    Ich ekel mich vor Pilzen. Was mache ich? Ich esse sie einfach nicht. Punkt.
    Aber gehe ich dann her und beschimpfe leute, die Pilze essen? Nein.
    Und zum x-ten Male:
    Offenbar scheinst DU damit ein problem zu haben, das es genauso homosexuelle Partnefschaften gibt, vor allem, da du das aufs sexuelle reduzierst.
    Ich habe keine Probleme mit hetero-Paaren, ich ekel mich nicht vor heterosexuellen Praktiken.
    Ich finde die weder ekelhaft, noch pervers.
    Ich habe nur nicht das Bedürfnis mich in eine Frau zu verlieben, da ich keine "Sensoren" dafür habe. Punkt.
    Was wo wie reingemacht wird, ist für mich kein Massstab für eine Beziehung.
    Im Gegenteil: Das sexuelle ist ein teil neben Werten wie Vertrauen, Liebe, Fürsorge.
    DESHALB bin ich schwul. Weil ich diese Werte mit einem Mann teile.
    Offenbart scheinst du ein Minderwertigskeitskomplex bezüglich DEINER Sexualität zu haben. DU fängst immer wieder damit an, und DU betonst, das es bei Heterosexuellen nicht so zur Sache geht.
    Weisst du was: Im Gegensatz zu DIR ist mir das vollkommen wurscht.
    Wenn ich ein hetero-paar sehe, sehe ich zwei sich liebende und für einander Verantwortender Menschen. Ob sie mehr oder weniger im Bett machen ist mir sowas von EGAL!
    Das ist für Mich KEIN Massstab! Und geht mich auch nix an.
    Dann verlange ich aber umgekehrt den gleichen Respekt!
    Immer wieder höre ich von HETEROsexuelle Menschen, wie was wo läuft. Wie toll doch ihre Frau im Bett ist.
    Oder nachfragen, wie das wo bei 2 Männern läuft...
    Im gegensatz zu denen interessiert mich das wenig.
    Aber offenbar scheint man/du das mit einem Fetisch zu verwechseln...

    Und nochwas:
    Mit einer Lebenslüge kann man sich eine "heile" Welt erschaffen, die keine Homosexuellen, keine unehelichen Kinder,
    oder sonstwas kennt.
    Was daran moralisch sein soll, wenn Menschen verleugnet verstehe ich auch nicht.
    Für mich ist das alles Fassade.
    Aber das hindert mich nicht, dir das Glück in deiner Welt zu gönnen.

    Ich sehe jedenfalls nicht ein, ein Schattendasein am Rande der Gesellschaft zu führen.
    Auf der einen Seite die schwule Szene, die ja eigentlich eine Randbewegung ist verurteilen; auf der anderen Seite aber ebenfalls die Menschen, die offen und treu in einer Beziehung leben, und das in der Mitte der Gesellschaft.
    Ja, was denn nun?
    Und nochmal:
    Rücknahme auf religiöse Gefühle, zwecks Erhaltung einer "heilen" Welt, hat für mich nichts mit Religionsfreiheit zu tun.
    Die Religionsfreiheit endet dort, wo die Rechte oder die Würde anderer Menschen beschnitten werden.

    Übrigens gab es letztes Jahr ein Bericht zur Situation in Polen.
    Da haben rechte Glatzen! in Polen! schon die Menschen beschimpft, wenn sie nur über das Thema aufklären wollten.
    Über rechte Glatzen in Polen hat sich keiner aufgeregt.
    Wie gesagt: Ich verstehe solche Menschen nicht, die selber Leid erlitten haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Hans PeterAnonym
  • 16.11.2004, 23:32h
  • was heisst schon Lebenslüge? David, ja, Du hast recht, ich HABE mir eine heile Welt geschaffen, in der ich mit dem kaputten auf dieser Welt nichts zu tun haben will. Ich bin vielleicht wirklich in einer zu heilen Welt aufgewachsen,das gebe ich Dir zu. Eine ältere Bekannte von mir hat kürzlich verächtlich von "Abschaum" gesprochen, sie meinte damit den Teil der heutigen Jugend der durch Drogenkonsum psychisch krank geworden ist, nicht mehr arbeiten kann und vom Staat unterstützt werden muss. Diese Frau ist eine jetzt pensionierte Ex-Arbeitskollegin von mir, jetzt 62 Jahre alt, geschieden, aber mit einer Tochter,die nun verheiratet ist einen Bauernhof in der Innerschweiz führt und selbst bereits drei Kinder hat und grosszieht,also die Enkelkinder meiner Ex-Arbeitskollegin. ICH würde NIE soweit gehen von Abschaum zu sprechen,aber andere TUN es! Gewiss, diese 62-jährige Frau hatte es sehr schwer, sie hat ihr ganzes Leben hart gearbeitet und hatte daneben nie mehr die Kraft und die Zeit für eine neue Liebe oder Sex in der Zeit "nach ihrem Ex". SIE war es die von arbeitsunfähigen drogenabhängigen Schweizer Jugendlichen als Abschaum gesprochen hat!...das heisst ja noch lange nicht dass sie sich eine heile Welt geschaffen hat?????
  • Antworten » | Direktlink »
#10 DavidAnonym
  • 16.11.2004, 23:50h
  • Aber das das Leben anderer Menschen kaputt gemacht wird, um sich seine "heile" Welt zu erhalten, ist ok., oder wie?
    Indem man sie von ihrer Welt ausschliesst?
    Ich finde sowas rücksichtslos.
    Vor gar nicht allzu langer zeit wurden unverheiratete Mütter beschimpft! Anstatt diese zu unterstützen und beizustehen!
    Während ein Vater sich einfach raushalten kann.
    Ich würde meinen Kindern, wenn ich welche hätte, nicht so etwas zumuten.
    Ich würde für diese Verantwortung übernehmen und mich einen Dreck scheren, ob dies in Augen anderer verwerflich ist.
    Wie du siehst, ist unsereiner nicht so verantwortlungslos, wie du unterstellst.
    Aber was soll ich machen? Etwa einer Frau etwas vormachen um mit ihr etwas einzugehen, was nicht echt ist? Etwas, was ich nicht bin? Diese und das Umfeld belügen und betrügen? Nur um "der heilen Welt" willen?
    Sowas würde heute als Ehebetrug durchgehen.
    Aber wenn das die Werte sind, die eine Ehe mit sich bringt, hauptsache Mann und Frau?
    Dann muss ich etwas in der Definition von Treue und Ehrlichkeit, Beziehung, falsch verstanden haben.
  • Antworten » | Direktlink »