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  • 06.08.2013           12      Teilen:   |

Gesetz gegen Homo-"Propaganda"

SPD: Bundesregierung und Sportbund müssen zu Russland aktiv werden

Johannes Kahrs (SPD)
Johannes Kahrs (SPD)

Angesichts der vielen Auswirkungen des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" in Russland müsste sich die Bundesregierung viel aktiver zeigen, forderten am Dienstag der Beauftragte für die Belange von Lesben und Schwulen der SPD-Bundestagsfraktion, der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs, und der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos), Ansgar Dittmar.

Das russische Gesetz gegen Homo-"Propaganda" sei eine "abstoßende Verletzung der Menschenrechte": "Die Demonstrationsfreiheit und der Schutz der sexuellen Identität werden massiv eingeschränkt. Solche Gesetze schüren die ohnehin bereits vorhandenen Vorurteile gegen Lesben und Schwule in Russland", so Kahrs und Dittmar. "Es ist mittlerweile soweit, dass gezielt Jagd vor allem auf jugendliche Homosexuelle gemacht wird, um sie öffentlich zu demütigen. Der Hass in der russischen Gesellschaft gegenüber sexuellen Minderheiten wird durch das Gesetz bestätigt und quasi offiziell gemacht."

Doch die Bundesregierung schaue "nur zu, schweigt und wartet ab", heißt es weiter in der Pressemitteilung. "Lediglich die Justizministerin hat sich zum Thema geäußert. Wir erwarten jedoch vom Bundesaußenminister mehr Engagement, als nur Schwule und Lesben vor Russlandreisen zu warnen. Wir erwarten, dass die Bundesregierung alle diplomatischen Mittel nutzt, um diese Menschenrechtsverletzungen zu unterbinden."

Der Deutsche Olympische Sportbund dürfe ebenfalls nicht schweigen: "Ein Boykott der Olympischen Winterspiele scheint aus vielerlei Gründen nicht ratsam, wäre aber im Extremfall durchaus denkbar. Es kann nicht sein, dass Russland in Sotschi eine zuckersüße Show inszeniert, bei der deutsche Athletinnen und Athleten schmückendes Beiwerk bilden, ohne selbst politische Zeichen setzen zu dürfen." Ein "Einzug der Mannschaft mit Nationalflagge und der Regenbogenfahne als Zeichen der Solidarität wäre eine starke Geste der Unbeugsamkeit und des Widerstandes gegen Menschenverachtung und Diskriminierung. Soll Russland dann ruhig beleidigt sein. So schwer wie für russische Lesben und Schwule wird es für Herrn Putin und die Abgeordneten der Duma schon nicht werden." (nb)

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Tags: russland, homo-propaganda, johannes kahrs, ansgar dittmar, guido westerwelle, olympia
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Reaktionen zu "SPD: Bundesregierung und Sportbund müssen zu Russland aktiv werden"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
06.08.2013
14:45:44


(+10, 12 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Bundesregierung und Sportbund werden natürlich jede sich bietende Gelegenheit wahrnehmen um sich mit Herzblut und Verve für die Interessen russischer LGBT und der Grundrechte in Putins Reich überhaupt einzusetzen.

Sobald ihnen jemand genug Geld auf ihre Nummernkonten einzahlt.


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#2
06.08.2013
15:04:26


(+9, 9 Votes)

Von Bürger Europas


Und die sozialdemokratischen Oberbürgermeister und Bürgermeister mit russischen Städtepartnerschaften?


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#3
06.08.2013
17:22:28


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wird aber auch mal Zeit, daß sich die SPD meldet und der Bundesregierung auf die Füße tritt! Das ist viel besser als die stetig keifende Kampfschwuppe Volker Beck!!!


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#4
06.08.2013
17:30:43


(+2, 4 Votes)

Von DOROTHY
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


HALT DIE KLAPPE ROSE!!!


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#5
06.08.2013
17:38:28


(+9, 11 Votes)

Von -hw-
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Grüne Oberbürgermeister/Russische Partnerstädte

Bad Homburg vor der Höhe/Peterhof
Stuttgart/Samara
Tübingen/Petrosawodsk

SPD Oberbürgermeister/Russische Partnerstädte:

Gelsenkirchen/Schachty
Emden/Archangelsk
Mühlhausen(Thür.)/Kronstadt
Bielefeld/Welki Nowgorod
Delmenhorst/Borissoglebsk
Lindau(Bodensee)/Serpuchow
Kiel/Kaliningrad und Sowjetsk
Bremerhaven/Kaliningrad
Pforzheim/Irkutsk
Kassel/Jaroslawl
Hanau/Jaroslawl
Villingen-Schwenningen/Tula
Duisburg/Perm
Chemnitz/Wolgograd
Celle/Tjumen
Karlsruhe/Krasnodar
Wolfsburg/Toljatti
Essen/Nishni Nowgorod
Köln/Wolgograd
Osnabrück/Twer
Herne/Belgorod
Offenbach a.M./Oral(Orjol)
Dortmund/Rostow am Don
Cottbus/Lipezk


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#6
06.08.2013
17:42:31


(+2, 4 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


da hat uns herr kahrs viel NEUES erzählt!
ich denke, die betroffenen "wichtigen vereinigungen", mit noch wichtigeren VORSTÄNDEN, wissen längst, was hier fällig wäre, es passt aber nicht in ihr konzept, also wird, wie immer überhaupt nichts passieren!!!
solange der sport in jeder hinsicht von geld bestimmt wird (im gegensatz zu früher!!!), ist unsere aufregung völlig für die katz, wie in sovielen bereichen!
wenn es um die eigene kohle geht, bleibt die moral auf der strecke! allein der jetzige dopingskandal auf steuerzahlerkosten, belegt das doch auf das feinste!!!
wir sollten in zukunft nur noch DOPINGFESTSPIELE
IN TOTALITÄREN LÄNDERN unterstützen, die tun wenigstens was??? (ironie aus!)


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#7
06.08.2013
17:48:10


(+4, 6 Votes)

Von Dorothy
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Vielleicht hast du es nicht gemerkt, aber hier geht es (schon wieder) überhaupt nicht um deine idiotische Beck-Besessenheit.
Also halt die Klappe, Rose!


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#8
06.08.2013
19:51:14


(+3, 5 Votes)

Von Hugo


"....Doch die Bundesregierung schaue "nur zu, schweigt und wartet ab"
Die deutsche inkompetente Regierung würde ich als Kollaborateure in Den Haag anklagen.


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#9
06.08.2013
22:00:32


(+3, 5 Votes)

Von Finn


Da haben die vollkommen recht.

Aber bei dieser Bundesregierung, wo die Chefin sogar auf Tagungen brandgefährlicher Homoheiler Reden hält, stößt das leider auf taube Ohren.


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#10
07.08.2013
10:00:07


(-2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #4 von DOROTHY


Mach den Kopf zu, Du alte Schrapnell!


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