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Johannes Kahrs (SPD)

Angesichts der vielen Auswirkungen des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" in Russland müsste sich die Bundesregierung viel aktiver zeigen, forderten am Dienstag der Beauftragte für die Belange von Lesben und Schwulen der SPD-Bundestagsfraktion, der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs, und der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos), Ansgar Dittmar.

Das russische Gesetz gegen Homo-"Propaganda" sei eine "abstoßende Verletzung der Menschenrechte": "Die Demonstrationsfreiheit und der Schutz der sexuellen Identität werden massiv eingeschränkt. Solche Gesetze schüren die ohnehin bereits vorhandenen Vorurteile gegen Lesben und Schwule in Russland", so Kahrs und Dittmar. "Es ist mittlerweile soweit, dass gezielt Jagd vor allem auf jugendliche Homosexuelle gemacht wird, um sie öffentlich zu demütigen. Der Hass in der russischen Gesellschaft gegenüber sexuellen Minderheiten wird durch das Gesetz bestätigt und quasi offiziell gemacht."

Doch die Bundesregierung schaue "nur zu, schweigt und wartet ab", heißt es weiter in der Pressemitteilung. "Lediglich die Justizministerin hat sich zum Thema geäußert. Wir erwarten jedoch vom Bundesaußenminister mehr Engagement, als nur Schwule und Lesben vor Russlandreisen zu warnen. Wir erwarten, dass die Bundesregierung alle diplomatischen Mittel nutzt, um diese Menschenrechtsverletzungen zu unterbinden."

Der Deutsche Olympische Sportbund dürfe ebenfalls nicht schweigen: "Ein Boykott der Olympischen Winterspiele scheint aus vielerlei Gründen nicht ratsam, wäre aber im Extremfall durchaus denkbar. Es kann nicht sein, dass Russland in Sotschi eine zuckersüße Show inszeniert, bei der deutsche Athletinnen und Athleten schmückendes Beiwerk bilden, ohne selbst politische Zeichen setzen zu dürfen." Ein "Einzug der Mannschaft mit Nationalflagge und der Regenbogenfahne als Zeichen der Solidarität wäre eine starke Geste der Unbeugsamkeit und des Widerstandes gegen Menschenverachtung und Diskriminierung. Soll Russland dann ruhig beleidigt sein. So schwer wie für russische Lesben und Schwule wird es für Herrn Putin und die Abgeordneten der Duma schon nicht werden." (nb)



#1 SmileyEhemaliges Profil
  • 06.08.2013, 14:45h
  • Bundesregierung und Sportbund werden natürlich jede sich bietende Gelegenheit wahrnehmen um sich mit Herzblut und Verve für die Interessen russischer LGBT und der Grundrechte in Putins Reich überhaupt einzusetzen.

    Sobald ihnen jemand genug Geld auf ihre Nummernkonten einzahlt.
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#2 Bürger EuropasAnonym
  • 06.08.2013, 15:04h
  • Und die sozialdemokratischen Oberbürgermeister und Bürgermeister mit russischen Städtepartnerschaften?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.08.2013, 17:22h
  • Wird aber auch mal Zeit, daß sich die SPD meldet und der Bundesregierung auf die Füße tritt! Das ist viel besser als die stetig keifende Kampfschwuppe Volker Beck!!!
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#4 DOROTHYAnonym
#5 -hw-Anonym
  • 06.08.2013, 17:38h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • Grüne Oberbürgermeister/Russische Partnerstädte

    Bad Homburg vor der Höhe/Peterhof
    Stuttgart/Samara
    Tübingen/Petrosawodsk

    SPD Oberbürgermeister/Russische Partnerstädte:

    Gelsenkirchen/Schachty
    Emden/Archangelsk
    Mühlhausen(Thür.)/Kronstadt
    Bielefeld/Welki Nowgorod
    Delmenhorst/Borissoglebsk
    Lindau(Bodensee)/Serpuchow
    Kiel/Kaliningrad und Sowjetsk
    Bremerhaven/Kaliningrad
    Pforzheim/Irkutsk
    Kassel/Jaroslawl
    Hanau/Jaroslawl
    Villingen-Schwenningen/Tula
    Duisburg/Perm
    Chemnitz/Wolgograd
    Celle/Tjumen
    Karlsruhe/Krasnodar
    Wolfsburg/Toljatti
    Essen/Nishni Nowgorod
    Köln/Wolgograd
    Osnabrück/Twer
    Herne/Belgorod
    Offenbach a.M./Oral(Orjol)
    Dortmund/Rostow am Don
    Cottbus/Lipezk
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#6 alexander
  • 06.08.2013, 17:42h
  • da hat uns herr kahrs viel NEUES erzählt!
    ich denke, die betroffenen "wichtigen vereinigungen", mit noch wichtigeren VORSTÄNDEN, wissen längst, was hier fällig wäre, es passt aber nicht in ihr konzept, also wird, wie immer überhaupt nichts passieren!!!
    solange der sport in jeder hinsicht von geld bestimmt wird (im gegensatz zu früher!!!), ist unsere aufregung völlig für die katz, wie in sovielen bereichen!
    wenn es um die eigene kohle geht, bleibt die moral auf der strecke! allein der jetzige dopingskandal auf steuerzahlerkosten, belegt das doch auf das feinste!!!
    wir sollten in zukunft nur noch DOPINGFESTSPIELE
    IN TOTALITÄREN LÄNDERN unterstützen, die tun wenigstens was??? (ironie aus!)
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#7 DorothyAnonym
#8 HugoAnonym
  • 06.08.2013, 19:51h
  • "....Doch die Bundesregierung schaue "nur zu, schweigt und wartet ab"
    Die deutsche inkompetente Regierung würde ich als Kollaborateure in Den Haag anklagen.
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#9 FinnAnonym
  • 06.08.2013, 22:00h
  • Da haben die vollkommen recht.

    Aber bei dieser Bundesregierung, wo die Chefin sogar auf Tagungen brandgefährlicher Homoheiler Reden hält, stößt das leider auf taube Ohren.
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil