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  • 06.08.2013           9      Teilen:   |

Wie verpartnere ich mich?

Hochzeitsfeier leicht gemacht

Artikelbild
Eine romantische Hochzeit bzw. Verpartnerung ist nicht schwer... (Bild: Enrique Mendez / flickr / cc by 2.0)

In Deutschland darf der gemeine Schwule oder die traditionelle Lesbe wohl erst in ein paar Jahren heiraten – wer sich aber schon mal feierlich verpartnern will, sollte ein paar Dinge beachten.

Von Carsten Weidemann

Eine eingetragene Lebenspartnerschaft ist heute genauso leicht zu beantragen wie eine Ehe und hat auch fast die gleichen Rechte. Wenn ein Paar also nicht mehr bis zur Öffnung der Ehe warten will, sollte es sich ein paar Monate vor dem Termin Gedanken darüber machen, wie dieser feierliche und (wahrscheinlich) einmalige Moment in guter Erinnerung bleibt.

Mindestens sechs Monate vor dem Termin sollte man die Basics klären: Also erstens mit dem Standesamt einen Wunschtermin ausmachen und eventuelle Sonderwünsche abklären. Schon zu diesem Zeitpunkt ist es empfehlenswert, sich auf ein Budget zu einigen, die vorläufige Gästeliste fertigzustellen und Trauzeugen anzusprechen, wenn man sich diese wünscht. Damit die Hochzeitsfeier nicht in der Eckkneipe durchgeführt werden muss, sollte man auch eine Location anmelden. Vielleicht ist das sogar ein Jahr zuvor nötig, wenn man an einem ausgefallenen Tag heiraten will (etwa am 31. Dezember). Auch Fotograf und Musik für die Feier sind wichtig.

Vier Monate vor dem großen Tag geht es an die Feinabstimmung: Der Menüplan sollte ausgearbeitet werden, der Florist kontaktiert und die Trauringe bestellt werden. Lesben sollten sich um Brautkleider kümmern. Aber auch Jungs müssen schauen, dass sie sich jetzt einkleiden, damit sich nicht am Ende noch im Konfirmandenanzug verpartnern müssen. Außerdem sollten Trauringe bestellt und graviert werden. Und noch eine Sache: Wer gleich nach der Feier in die Flitterwochen reisen will, sollte jetzt buchen.

Drei Monate vor der Verpartnerung wird es richtig ernst: Das Paar sollte jetzt die Einladungskarten verschicken. Am besten nutzt man hier einen Online-Foto-Service, anstatt selbst stundenlang Briefmarken zu kleben.

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Zwei Monate vor der Termin ist ein guter Zeitpunkt, um die Hochzeitstorte zu bestellen – am besten immer größer als man anfänglich denkt, denn Hochzeitsgäste brauchen (neben Alkohol) vor allem Zucker. Außerdem: Hier ist Größe wirklich wichtig! Die Sitzordnung sollte ausgetüftelt und die Zusagen von Gästen eingeholt werden. Nicht vergessen, bei der Location für die Feier noch mal die Termine zu bestätigen und Detailfragen zu klären. Am besten nachfragen, welche Dekoelemente für die Location noch notwendig sind (Tischdecke, Kerzen etc.) und wie es mit dem Catering aussieht.

Ganze vier Wochen vor dem Event sollte der Ablauf am großen Tag stundengenau festgelegt werden. Wer will, kann auch einen Polterabend planen.

Zwei Wochen vor Tag X sind Details wichtig: Hat der Bräutigam vor der Verpartnerung noch einen Frisörtermin? Oder einen Maniküretermin? Was verschiedenen Menschen wichtig ist, unterscheidet sich ja.

Eine Woche vorher ist das Paar meist auf 180. Daher: Entspannung gönnen, wie einen Saunabesuch, eine Massage oder ähnliches.

Einen Tag vor dem Event sollte die Kleidung zurechtgelegt werden, und das Paar sollte die Ringe und alle wichtigen Papiere auf einen Stapel zusammenlegen (am besten in einem Korb mit Deckel, damit nichts verloren geht). Und man sollte nicht bis in die Puppen feiern, nur um dann den Standesamtstermin zu verschlafen.

Jetzt sollte alles gut laufen. Nach der Verpartnerung gibt es aber auch noch ein paar Pflichten wie das Begleichen der Rechnungen. Bei Namensänderung müssen auch Banken und andere Kontakte informiert werden. Auch das Verschicken von Danksagungen hat Tradition. Und dann ist alles gegessen. Frohes Leben miteinander! Und wir hoffen, dass wir keinen Scheidungsratgeber nachliefern müssen…

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Tags: hochzeitsplanung
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Reaktionen zu "Hochzeitsfeier leicht gemacht"


 9 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
06.08.2013
21:59:31


(+4, 6 Votes)

Von Finn


Mein Freund und ich warten, bis die Ehe geöffnet ist!

Wenn hoffentlich bald Schwarz-Gelb weg ist, wird das sehr schnell gehen. Rot-Grün hat bereits gesagt, dass sie im Falle eines Wahlsiegs innerhalb von 1 - max. 2 Jahren die Eheöffnung und die Volladoption umsetzen wollen...


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#2
06.08.2013
22:37:13


(+3, 7 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Mann o Mann, is' das Euer Ernst?

Ich heirate meinen Mann doch nicht, weil ich ihn liebe. Ich bin mit ihm schon seit 22 Jahren und hoffentlich bis zum Ende unseres Lebens zusammen, weil wir uns lieben und weil wir uns Mühe geben, diese Liebe jeden Tag zu pflegen. Heiraten werden wir aber, weil wir diesen rechtlichen Rahmen nutzen und uns gegenseitig absichern und natürlich auch nur deshalb, weil wir recht sicher sind, dass diese Beziehung weiterhin tragen wird.

Dieser überhöhte Mist vom 'schönsten Tag' im Leben kann uns echt gestohlen bleiben. Ich blicke auf viele wunderschöne Tage zurück und vielen schönen Tagen entgegen und wenn wir beide den staatlichen Akt vollziehen, wird es recht ruhig zugehen und Zeugen werden nur wenige ganz enge Freunde sein, die uns in ein verlängertes Wochenende begleiten. Keine übertriebene Kleidung (in der wir uns ohnehin nicht wohlfühlen würden), Essen in einem sehr guten Restaurant, aber a la carte und noch zwei schöne Entspannungstage mit den Freunden anschließend. Vor allem keinen Stress!


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#3
07.08.2013
10:05:30


(-2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wer das befolgt, braucht keinen Weddingplaner!


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#4
07.08.2013
10:40:27


(+1, 1 Vote)

Von CarstenFfm
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Antwort zu Kommentar #2 von stephan


Recht hast Du....
ich finde so ein "Big Wedding" - egal ob bei Schwulen oder Heten - auch ehr gruselig, und für das Paar ist das sicher Stress pur und kein Vergnügen.

Aber jeder wie er mag.


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#5
07.08.2013
11:06:07


(+1, 3 Votes)

Von Gurkenhobel
Antwort zu Kommentar #2 von stephan


"Mann o Mann, is' das Euer Ernst?"

Schon mal dran gedacht, dass jeder Mensch anders ist und auch jedes Paar anders? Für die einen ist die Ehe bloß ein Wisch, mit dem man sich rechtlich absichert und Steuervergünstigungen in Anspruch nimmt, für die anderen ist es der Beweis, dass man sich liebt und (bei manchen) auch der Eid vor Gott, dies für den Rest des Lebens tun zu wollen.
Ich bin da auch eher pragmatischer Natur. Ich habe nichts gegen das Heiraten, aber ich brauche es auch nicht, um meinen Seelenfrieden zu finden. Für mich würde sich dadurch an einer Beziehung nichts ändern.
Trotzdem sollte jeder Mensch das Recht haben, dies frei zu entscheiden, ohne von anderen schräg angesehen zu werden und da ist ein solcher Ratgeber gar nicht so verkehrt, damit jeder seinen Hochzeitstag, sofern er denn einen hat, so erleben kann, wie er sich das vorstellt.


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#6
07.08.2013
11:08:05


(0, 2 Votes)

Von Marc
Antwort zu Kommentar #2 von stephan


Da kann ich mich nur anschließen.

Die meisten Heteros machen so einen Zeremon um den Hochzeitstag, dass selbst die kleinste Abweichung von irgendwelchen bis ins letzte Detail festgelegten Plänen schon für lange Gesichter sorgt. Habe ich schon mehrfach erlebt.

Für meinen Freund und mich ist jeder Tag, den wir gesund und glücklich zusammen sind, der schönste Tag unseres Lebens. Da brauche ich keinen einzelnen Tag mit übertriebenen Erwartungen.

Dennoch wollen auch wir irgendwann heiraten und fordern die Eheöffnung, aber da geht es dann darum, die gleichen Rechte wie Heteros zu haben, uns gegenseitig abzusichern und darum, dass auch der Staat unsere Liebe anerkennt.

Aber auch bei uns wird das sehr klein ausfallen. Nur mit ein paar ganz engen Freunden und Eltern/Geschwistern. Und in Klamotten, in denen wir uns wohlfühlen und keine steifen Sachen. Alles ganz locker. Und selbst wenn da etwas mehr Leute wären, würden wir sehr viel Wert darauf legen, dass alles locker ist. Mit Krawatten, Fliegen oder so einem Schwachsinn bräuchten die gar nicht erst anzukommen.


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#7
07.08.2013
12:33:17


(+1, 1 Vote)

Von luxi81
Aus Hamburg
Mitglied seit 10.04.2012
Antwort zu Kommentar #2 von stephan


ich seh das genauso wie stephan. wir sind 10 jahre zusammen und haben schöne und hässliche tage wie in jeder partnerschaft oder ehe auch. allerdings der liebe nach zu heiraten finde ich auch eher zweifelhaft. entweder man(n) liebt oder eben nicht. den ehewisch würden wir auch nur aus rechtlichen beweggründen unterzeichnen. ab zum amt, otto drunter ab nach hause auf die terasse, nen 6-er gekühltes blondes, anstoßen - fertig


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#8
07.08.2013
13:06:43


(-1, 1 Vote)

Von Enyyo


Alleine schon, um diesen Staat um eine unnötig hohe Erbschaftssteuer zu bringen bzw. evtl. Ansprüche auf eine Rente zu haben, würde ich nach so langer Partnerschaft wie o.g. (> 10 Jahre) diese doch mal eintragen lassen, ob nun mit oder ohne Feierlichkeiten!


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#9
07.08.2013
18:13:46


(0, 2 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Gurkenhobel


Klar doch! Jede(r) kann und soll das machen, wie er/sie möchte! Mein Statement sollte nicht als Bevormundung gemeint sein. Ich habe nur die Redaktion gefragt, ob sie es ernst meine, mit einer derartig akribischen Vorbereitung.

Bei den Dingen, die meinem Mann und mir wichtig sind (z.B. unsere Urlaube), vergessen wir bestimmt nicht das Wesentliche und brauchen dann auch keinen detaillierten Terminplaner. Bei den unwichtigen Dingen brauchen wir ihn auch nicht, weil sie nicht so ernst sind und etwas Spontaneität sicher nicht schade. (Ich sehe mich schon in Jeans auf dem Standesamt, weil ich vergessen habe einen Anzug einzupacken;))

Aber jeder wie er will ... natürlich!


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