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Die katholische Kirche ist in den USA die mächtigste Lobbygruppe gegen Homo-Rechte (Bild: Steven Straiton / flickr / by 2.0)

In den USA will die katholische Kirche eine Wohltätigkeitsorganisation für unterprivilegierte Kinder nicht mehr unterstützen. Grund: Die Gruppe gehört einer homofreundlichen Koalition an.

Die Erzdiözese Chicago hat 20.000 Dollar Zuschuss für die Gruppe "Bikes N' Roses" gestrichen, die Fahrräder für Kinder aus ärmlichen Verhältnissen repariert. Als Grund gab die Kirche laut der Tageszeitung "Chicago Sun-Times" an, dass "Bikes N' Roses" der "Illinois Coalition of Immigrant and Refugee Rights" (ICIRR) angehört, die sich für Einwanderer einsetzt und auch das Recht auf Ehe für Homosexuelle befürwortet. Die ehrenamtliche Gruppe muss damit die Arbeit auf ein Minimum zurückfahren.

Mit der Mitgliedschaft in der Migranten-Organisation verstoße "Bikes N' Roses" gegen eine Vereinbarung mit der Kirche, erklärte ein Sprecher der Erzdiözese. Demnach dürfen die Empfänger der Zuschüsse nicht für politische Themen werben, die der Kirchenlehre entgegenstünden. Neben der Befürwortung von Homo-Rechten verweigert die Kirche auch allen Gruppen Zuschüsse, die sich für Rassismus, Abtreibung oder die Todesstrafe engagieren.

Die ICIRR hatte sich im Mai für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben im Bundesstaat Illinois eingesetzt, weil damit Einwanderern, die einen amerikanischen Partner haben, das Leben entscheidend erleichtert werde.

Kirche zwang Gruppen zum Austritt aus Migranten-Organisation

Die Erzdiözese hat zehn weitere Gruppen, die Mitglieder in der ICIRR sind, angeschrieben und damit gedroht, ihre Zuschüsse zu kappen. Laut Medienberichten sollen inzwischen fünf der Vereine ihre Mitgliedschaft gekündigt haben.

Pfarrer Richard Hynes, der die Förderprogramme der Diözese überwacht, machte die ICIRR für den Konflikt verantwortlich. Schließlich habe sich die Migranten-Organisation bewusst gegen die Kirche gestellt, als sie ihre Position zur gleichgeschlechtlichen Ehe formulierte.

Die katholische Kirche hat bereits wiederholt damit gedroht, die Arbeit für sozial schwache Gruppe zu verringern oder einzustellen, sollten die Parlamente Homosexuellen mehr Rechte zubilligen. So drohte eine Erzdiözese in Colorado im März damit, keine Adoptivkinder mehr zu vermitteln, sollte das Parlament eingetragene Partnerschaften einführen (queer.de berichtete).

Der New Yorker Kardinal Timothy Dolan, der Chef der amerikanischen Bischofskonferenz, hat zudem im Mai dazu aufgerufen, "mit Worten und Aktionen" gegen Homo-Rechte vorzugehen (queer.de berichtete). Schwul-lesbische Aktivisten kritisierten, dass der Aufruf wenige Tage nach dem Mord an einem Schwulen in New York veröffentlicht worden ist, der aus Homophobie erschossen wurde. Die Kirche legitimiere mit ihren Aufrufen homosexuellenfeindliche Gewalt. (dk)



#1 Timm JohannesAnonym
  • 08.08.2013, 15:58h
  • Tja auch wenn der neue Bischof von Rom im Vergleich zu Ratzinger unverkrampfter mit homosexuellen Menschen umgeht und erstmals auch öffentlich zugegeben hat, das es homosexuelle katholische Priester und Bischöfe gibt, kann ich nur sagen:

    "Gut das ich kein Katholik bin und beispielsweise in meiner Landeskirche, der Evangelischen Kirche von Westfalen, gleichgeschlechtiche Paare einen Trauungsgottesdienst in den Kirchen erhalten können, soweit der Ortspfarrer/die Ortspfarrerin einverstanden ist.
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#2 timpa354Ehemaliges Profil
  • 08.08.2013, 16:05h
  • So agieren doch wahre Christen oder nicht? Ich meine warum sollte die katholische Kirche Kirchensteuern für Kinder ausgeben? Wir wissen doch was Priester in Kindern sehen, hinzu kommt, dass jetzt doch das Geld dringender gebraucht wird für Schadensersatzansprüche von vergewaltigten Kindern.
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#3 BikerAnonym
  • 08.08.2013, 16:29h
  • Lieber Herrn Mugabe für Entwicklungshilfe (oder in seine Taschen) schicken. Der unterstützt wenigstens die Schwulen nicht! Die Erzdiozöse Chicago findet noch wahre Freunde für ihre Ansichten.
    Soviel zu kath. Sekte und der von ihnen gepredigten Nächstenliebe.
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#4 RobinAnonym
  • 08.08.2013, 16:36h
  • Tja, wehe es läuft nicht nach deren Willen. Da ist dann Schluss mit Barmherzigkeit; dann wird gnadenlos erpresst, auch auf dem Rücken von Kindern...
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#5 XDASAnonym
  • 08.08.2013, 16:41h
  • Da sehen wir wieder mal, wer Kinder instrumentalisiert und für seine Zwecke missbraucht. Nicht die Schwulen und Lesben...
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#6 HinnerkAnonym
  • 08.08.2013, 16:56h
  • Nochmal zur Erinnerung:
    der Staat zieht für die Kirchensteuer ein. Und zusätzlich bekommen sie von allen Steuergeldern (auch von den Steuern von Nichtmitgliedern) einen Teil.

    Und mit diesem Geld erpressen sie dann andere, sich auf ihre menschenverachtende, demokratiefeindliche und übrigens auch unchristliche Seite zu stellen....

    Diese totalitäre Sekte müsste eigentlich verboten werden! Aber wenn die schon nicht verboten sind, sollten die wenigstens keinen Cent vom Staat bekommen, wo sie doch den Staat bekämpfen und eine Diktatur des Klerus wie im finstersten Mittelalter zurück haben wollen.
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#7 YannickAnonym
  • 08.08.2013, 16:59h
  • Was lernen wir daraus:
    das Kindeswohl geht denen am Arsch vorbei!!

    Die benutzen Kinder und das Argument vom Kindeswohl nur, um Hass gegen Schwule zu verbreiten. Aber wo es wirklich drauf ankommt, schaden sie sogar den ärmsten Kindern, nur um ihre homophobe Hetze durchzusetzen!

    Wie lange will die Menschheit diesen totalitären, menschenfeindlichen Konzern noch dulden?
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#8 STOPAnonym
  • 08.08.2013, 17:04h
  • Diese faschistische Sekte ist echt an menschenverachtendem Zynismus nicht mehr zu überbieten...
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#9 Schützt KinderAnonym
  • 08.08.2013, 17:07h
  • Die Kinderficker-Sekte muss mal wieder rumprollen...

    Schlimm nur, dass (wie immer bei denen) die Kinder wieder mal die Leidtragenden sind...
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#10 kuesschen11Profil
  • 08.08.2013, 17:17hDarmstadt
  • ...und sie entlarvt sich mehr und mehr als größte totalitäre Verbrechersekte: die katholische Kirche.

    Die sozialen Projekte werden zum Nachteil von Kindern gestoppt. Unfassbar.
    Der Kirche sollte der staatliche Geldhahn zugedreht werden, um nicht noch weiteren Unfug zu produzieren.

    Was sagt denn nun Papst Franzi dazu?
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