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Die Hamburger Polizei sucht nach Zeugen für eine Gewaltattacke in St. Georg (Bild: calvinbasti / flickr / by 2.0)

In der Hansestadt erschüttern mehrere Gewalt-Attacken die Szene: Eine Transfrau und zwei heterosexuelle Männer, die offenbar für schwul gehalten wurden, sind Opfer brutaler Schläger geworden.

Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es beim CSD in Hamburg am Wochenende zu drei Übergriffen aus Homophobie und Transphobie. So wurde ein 27-jähriger Mechaniker in St. Georg brutal zusammengeschlagen, weil er von einem Passanten für schwul gehalten wurde. Er erlitt Blutergüsse am gesamten Gesicht und Schürfwunden. Außerdem wurden ihm vier Schneidezähne ausgeschlagen.

"Gegen Mitternacht wollte ich nach Hause zu meiner Freundin", erklärte er gegenüber der "Bild"-Zeitung. "In St. Georg sprach mich ein Mann mit kurzen, dunklen Haaren an und fragte: Bist du schwul?". Danach könne er sich an nichts mehr erinnern. Passanten fanden den Verletzten im Lohmühlenpark und alarmierten einen Krankenwagen. Das Opfer wurde dann in der Asklepios-Klinik behandelt.

Laut "Hamburger Morgenpost" ist ein 33-Jähriger am Samstag ebenfalls aus Schwulenhass überfallen worden: "Ich bin zwar nicht schwul, feiere aber gerne beim CSD mit. Diesmal war ich mit einer lesbischen Freundin da", sagte er. "Am Ballindamm überfielen mich plötzlich drei junge Männer. Angeblich hätte ich sie provoziert. Danach fehlt mir die Erinnerung."

Das Opfer erlitt schwere Brüche in der Augenhöhle, am Jochbein und am Schlüsselbein. Die Polizei bittet in beiden Fällen Zeugen, sich unter (040) 428  65  67  89 zu melden.

Transfrau zusammengeschlagen


Titelseite der Boulevardzeitung "Hamburger Morgenpost"

Zudem ist in den frühen Morgenstunden des 2. August eine 26-jährige Transfrau am Hans-Albers-Platz von bislang unbekannten Männern beleidigt und zusammengeschlagen worden. Auch ihre Begleiterin wurde angegriffen und verletzt.

Die Bürgerschaftsabgeordnete Kersten Artus (Linke) beklagte am Donnerstag, dass "sich das Opfer in diesem Fall unzureichend von der Polizei unterstützt und ernst genommen" gefühlt hatte. "Es muss aber sichergestellt sein, dass bei Vorfällen von Hasskriminalität die Betroffenen gerade auch in den ersten Minuten nach einem Angriff sensibel und stützend behandelt werden", so Artus. "Hasskriminalität muss konsequent verfolgt werden."

Bereits vor dem Hamburger CSD kam es zu Übergriffen, die offenbar aus Homophobie begangen wurden. So sind vergangene Woche in der Nacht zu Mittwoch die Frontscheiben des Hamburger Magnus Hirschfeld Centrums (mhc) mit Pflastersteinen zertrümmert worden (queer.de berichtete). Am Sonntag zuvor hatte eine Gruppe von jungen Männern hatte in der Nacht gezielt schwule Männer beleidigt, sie mit Scheinwerfern geblendet und mit Elektroschockern bedroht. Mehrere Opfer brachten diese Überfälle zur Anzeige. Als die Polizei im Stadtpark eintraf, waren die Täter jedoch bereits verschwunden. (dk)



Petition gegen "Propaganda"-Gesetz in Moldawien

Der CSD Stuttgart hat gemeinsam mit der MCC-Kirche Stuttgart eine Petition gegen ein Verbot von Homo-"Propaganda" in Moldawien gestartet.
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#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 09.08.2013, 13:39h
  • Ausgerechnet zum Hamburger Pride konnte sich #Nico_Lumma auf Twitter einen dummen Schwulenwitz nicht verkneifen, es sind Spießer wie der bekennend heterosexuell verheiratete Familienvater #Nico_Lumma, die solche Gewalttaten mit ihren homophoben Scheiß flankieren. #Lummaland
    twitter.com/Nico
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#2 Queer RageAnonym
  • 09.08.2013, 13:48h
  • Homo- und transphobe Gewalt ist u.a. auch deshalb so häufig, weil von den Betroffenen erwartet wird, dass diese sich nicht wehren bzw. die Angriffe aus Scharm nicht zur Anzeige bringen. Für die Schläger sind queere Menschen leichte Opfer, an denen man seinen persönlichen Frust getrost abreagieren kann, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Diese Unterschätzung hat für uns jedoch einen entscheidenden Vorteil: Wehrt man sich, sind die Angreifer oft völlig überrascht und unvorbereitet. Auch ich bin vor einem Jahr homophob angegriffen worden, doch ich ich hatte glücklicherweise mein 'Homophoben-Parfüm' (sprich Pfefferspray) dabei, dass ich dem W*chser direkt ins Gesicht sprühte. Danach noch ein paar Schläge in die Magengrube und ein Tritt in die Weichteile ;-) Ich denke, er wird sich das nächste Mal besser überlegen, mit wem er sich anlegt. Wehrt euch!!
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#3 Tim_ChrisProfil
  • 09.08.2013, 13:52hBremen
  • Erschreckend, diese Gewalt rund um den CSD. Wo soll das noch hinführen?
    Erschreckend auch, weil ich ebenfalls am Samstag von einem Typen auf dem Weg vom Straßenfest zum HBF gefragt wurde, ob ich schwul bin. Ich habe "ja" gesagt und bin weiter gegangen. Vielleicht war es ihm noch zu hell und zu früh, oder es war ein Stricher, der hoffte, Geld zu verdienen. Nichts desto trotz ist der Schrecken da.

    Aber woran liegt dieses plötzliche Ausbrechen von Gewalt? Ich denke, da wurde in letzter Zeit viel aufgeputscht, durch die Reden der Kirchen, dem was in Frankreich vor und auch noch kurz nach der Gleichstellung passierte, das, was in Russland passiert. Aber auch durch die Haltung der Parteien. Gerade auch der CDU/CSU durch ihre beharrliche Ablehnung der Gleichstellung und der Abwälzung auf das Verfassungsgericht. Ich gebe CDU/CSU und auch FDP durch ihre Blockadehaltungen der letzten Jahre zumindest eine Teilschuld an den homophoben Gewalttaten. Würden sie uns LGBTIs nicht ständig als Menschen zweiter Klasse hinstellen - weil es nicht zu ihrer christlichen Doktrin passt und angeblich viel zu teuer ist - sondern uns ohne langes Palaver und Diskussion die gleichen Rechte zubilligen, wie Heteros und damit deutlich machen, dass wir keine Außenseiter oder abnormen Minderheiten sind, auf denen man ungestraft rumhacken und sie öffentlich als krank, schrill, ungesund usw. betiteln darf - das darf man bei Juden, Schwarzen usw. ja auch nicht und wird dort selbstverständlich aufs schärfste verurteilt, wenn ein Politiker, Kirchenfuzzi oder selbsternannter Experte sich in einer solchen Weise gegenüber diesen Menschen so äußert - dann wäre das Thema Homophobie längst vom Tisch und würde genauso verteufelt und geahndet werden, wie Straftaten aus Rassismus. Da es aber nur um ein paar "Schwuchteln" und "Transen" geht, interessiert das kaum einen. Heute steht es in der Zeitung auf Seite 5, morgen spricht kaum noch einer darüber und übermorgen erinnert sich niemand mehr daran. Keine riesen Schlagzeile, kein Aufschrei in der Bevölkerung. Und genau das ist das erschreckende, weshalb solche Verbrechen noch immer begangen werden und die Täter sich meiner Meinung nach relativ sicher fühlen können.
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#4 BirgerAnonym
#5 FOX-NewsAnonym
#6 Kurze FrageAnonym
#7 Queer RageAnonym
  • 09.08.2013, 14:08h
  • Antwort auf #5 von FOX-News
  • Klaro, ich will doch nicht, dass der Idiot noch weiter Menschen angreift. Selbst wenn er nicht geschnappt wurde, ist es wichtig, dass die Polizei weiß, wo der Angriff stattfand, um ggf. ihre Anwesenheit dort zu verstärken Bei der Sache mit der Scharm hat sich der W*chser jedenfalls verschätzt. Bin ein stolzer schwuler Mann, der absolut kein Problem damit hat, mit seiner Sexualität offen umzugehen - auch nicht bei der Polizei...
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#8 FOX-NewsAnonym
#9 Harry1972Profil
  • 09.08.2013, 14:27hBad Oeynhausen
  • Vor über zwanzig Jahren habe ich mich auch mal drei Skinheads entgegen gestellt und sie erfolreich vertrieben.

    Queer Rage hat völlig recht, Mädels. Packt euch Pfefferspray ein und wehrt euch!
    Ich hatte wegen meiner Statur Glück damals, würde heute aber auch Reizgas mitnehmen.

    Das wäre doch mal eine schöne Sache. Cruising-Packs mit Kondomen, Gleitgel und Pfefferspray.
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#10 FOX-NewsAnonym
  • 09.08.2013, 14:27h

  • Der @nico hat am 3.8. auf twitter folgendes geschrieben.

    "@Nico: hat eigentlich schon jemand den brüller-joke "es ist drückend schwul heute in hamburg" gebacht?"

    Ziemlich flacher Witz auf Kosten von Schwulen.
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