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  • 10.08.2013           30      Teilen:   |

Ermittlungen gegen zwei Priester

Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen kreuz.net-Betreibern

Artikelbild
In Österreich sind die Behörden schneller als in Deutschland

Im Rahmen der Ermittlungen gegen kreuz.net und gloria.tv durchsuchte die österreichische Polizei die Wohnungen zweier katholischer Priester.

Neuer Erfolg in der Fahndung nach den Verantwortlichen der Hass-Webseiten kreuz.net und gloria.tv: In Wien und Oberösterreich wurden nach einem Bericht der "Kronenzeitung" vom Samstag die Wohnungen zweier katholischer Priester durchsucht, die im Verdacht stehen, rechtsradikale, juden- sowie homosexuellenfeindliche Beiträge veröffentlicht zu haben.

Eine offizielle Bestätigung der Behörden steht bislang aus. Nach Angaben der Tageszeitung "Der Standard" sollen allerdings die Staatsanwaltschaft Feldkirch sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz bei den Hausdurchsuchungen, die bereits vor einigen Tagen stattfanden, involviert gewesen sein.

In der Wohnung des Wiener Geistlichen soll es sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Laut "Kronenzeitung" habe die Schwester des Priesters versucht, Daten auf dem Computer des Bruders zu löschen und die Beamten daran zu hindern, den PC mitzunehmen. Einen Polizisten habe sie dabei verletzt. Laut kath.net soll es sich bei der Wiener Wohnung um das "Büro von gloria.tv" gehandelt haben.

Fortsetzung nach Anzeige


Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt

Von 2004 bis 2012 hetzte kreuz.net gegen Lesben. Schwule und andere Minderheiten
Von 2004 bis 2012 hetzte kreuz.net gegen Lesben. Schwule und andere Minderheiten

Derzeit begutachtet die österreichische Staatspolizei die beschlagnahmten Computer sowie die sichergestellten Beweismittel. Die Namen der Verdächtigen wurden bislang nicht bekannt. Während die "Kronenzeitung" berichtet, dass die Priester aus ihren Kirchen abgezogen worden seien, bezweifelt "Der Standard", dass sie in einer österreichischen Diözese beschäftigt sind: "Ihr Aufenthaltsort war lange Zeit nicht bekannt, immer wieder dürften sie sich in der Schweiz und Liechtenstein befunden haben."

Die ersten Ermittlungen gegen die anonymen Betreiber von kreuz.net hatte die Staatsanwaltschaft Berlin eingeleitet, seitdem arbeiten die Behörden im deutschsprachigen Raum eng zusammen. Anlass waren herabwürdigende Artikel über den verstorbenen Komiker Dirk Bach. Weil die Seite über Server im Ausland betrieben wurde, war eine strafrechtliche Verfolgung schwierig. Der Berliner Bruno Gmünder Verlag rief deshalb die Kampagne "Stoppt kreuz.net" ins Leben und schrieb ein Kopfgeld in Höhe von 15.000 Euro für Informationen über die Hintermänner aus. Nach einer breiten Medienberichterstattung gab das Hass-Portal am 2. Dezember 2012 ohne Angaben von Gründen auf. Im Impressum bezeichnete sich die kreuz.net-Redaktion als "Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind".

Noch online ist dagegen das Videoportal gloria.tv, das ebenfalls regelmäßig homophobe und antisemitische Beiträge veröffentlicht. Formal betrieben wird das katholisch-traditionalistische Internetfernsehen von einer Firma aus der moldawischen Stadt Bălți. Die katholische Kirche hat sich offiziell sowohl von kreuz.net als auch von gloria.tv distanziert. (cw)

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Tags: kreuz.net, gloria.tv. hausdurchsuchung
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Reaktionen zu "Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen kreuz.net-Betreibern"


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
10.08.2013
13:34:17


(+9, 11 Votes)

Von goddamn liberal


Link:
de.gloria.tv/?media=200490


Alles nur Spinner?

Alles nur rechter Rand?

Nö.

Eher neue Mitte.

Der massiv homophobe Ratzingerist Alexander Kissler, der sich bei Gloria.tv gerne tummelt, ist Kultur-Chef von 'Cicero', war früher bei 'Focus' und wird auch gerne von der Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen eingeladen.


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#2
10.08.2013
13:46:25


(+4, 6 Votes)

Von Mischael
Antwort zu Kommentar #1 von goddamn liberal


Allein seine Frisur rechtfertigt einen mehrjährigen Knastaufenthalt mit anschließendem Makeover.


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#3
10.08.2013
13:59:01


(+14, 14 Votes)

Von Menschenrechte


Thema Klerikalfaschismus:

Wer immer noch glaubt Katholizismus und Neo-Nazitum würden sich gegenseitig ausscheiden, irrt.

Nicht nur war Hitler Katholik bis zu seinem Lebensende.

Die größten Nazi-Mörder, die in den KZs die bestialische Ermordung von Juden, Homosexuellen und anderen "Untermenschen" angeordnet hatten, wurde mit Hilfe der Katholischen Kirche nach dem Zusammenbruch des Nazi-Regimes ins Ausland (vornehmlich Mittel- und Südamerika) geschmuggelt.

Und auch heute ist die Zusammenarbeit zwischen Neo-Nazis und katholischen Fundamentalisten offenkundig (nicht nur beim Schulterschluss in Sachen gewalttätige Demonstrationen gegen die Öffnung der Zivil-Ehe für Schwule und Lesben in Frankreich, sondern ganz generell und weltweit).

Es ist an der Zeit kriminelle Vereinigungen zu verbieten.


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#4
10.08.2013
14:03:29


(+3, 5 Votes)

Von CommanderVimes
Aus Hamburg
Mitglied seit 29.07.2013
Antwort zu Kommentar #3 von Menschenrechte


Interessant, das war mir nicht bekannt. Unter welchem Usernamen hat Kissler denn bei gloria geschrieben?


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#5
10.08.2013
14:05:58


(+9, 9 Votes)

Von Menschenrechte


Korrektur:

Nicht: "würden sich gegenseitig ausscheiden", sondern "würden sich gegenseitig ausschließen"

Sorry!


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#6
10.08.2013
14:21:39


(+8, 10 Votes)

Von Gewaltspanner
Antwort zu Kommentar #3 von Menschenrechte


Im 18. Jahrhundert wurden im zaristischen Russland Juden Opfer von Angriffen der Hajdamaken unter Führung von Saporoger Kosaken.

Link zu www.kreuz-net.at

"Er [Vitalij Milonow ] setzt auf Kosaken,...

Link zu www.sueddeutsche.de


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#7
10.08.2013
14:33:31


(+8, 8 Votes)

Von Robin


Sollte sich der Verdacht erhärten, hat das hoffentlich juristische Konsequenzen...

Und in dem Fall müsste dann auch die katholische Kirche die beiden entlassen, wenn sie noch ein wenig Glaubwürdigkeit behalten will.

Aber da ja selbst Kinderschänder von der katholischen Kirche nur versetzt, aber nicht entlassen werden, und viele von denen diese faschistischen Meinungen sogar teilen, gehe ich nicht davon aus.


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#8
10.08.2013
15:06:14


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Endlich mal gute Nachrichten, nach dem ganzen kircheniniziierten Hass in Russland


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#9
10.08.2013
15:38:51


(+10, 10 Votes)

Von Yannick


Hoffentlich werden ALLE Hintermänner dieser Volksverhetzer-Seite bald gefasst und härtestmöglich bestraft!


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#10
10.08.2013
16:45:50


(+3, 5 Votes)

Von Johannes1989
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.04.2012
Antwort zu Kommentar #1 von goddamn liberal


Gibt es für die Einladung des rechtspopulisten Kissler bei den Grünen irgendeinen Nachweislink?


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