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Darren Young verdient seit 2002 seine Brötchen mit Wrestling. Jetzt wird er als erster offen schwuler Vertreter dieses Genres gefeiert (Bild: WWE)

Im Wrestling zelebrieren die Amerikaner männliche Klischees und Heterosexualität. Doch auch in diesem "Sport" hat sich nun erstmals ein Star geoutet.

Der WWE-Wrestler Darren Young hat sich im Gespräch mit dem Klastschportal TMZ geoutet. Der 33-Jährige antwortete auf die Frage des Kameramannes, ob ein schwuler Wrestler erfolgreich sein könne: "Natürlich! Schau mich an. Ich bin ein WWE-Superstar und – wenn ich ehrlich mit dir bin: Ich bin schwul! Und ich bin glücklich, sehr glücklich".

Nach Glückwünschen des sichtlich überraschten Kameramannes erklärte Young: "Ich denke nicht, dass das etwas ändert. […] Man könnte es als Coming-out bezeichnen. Ich weiß nicht, was es ist, aber ich lasse dich wissen, dass ich glücklich bin, so wie ich bin".

Young sagte weiter, er hoffe, dass seine Offenheit auch andere WWE-Stars dazu bewegen würde, ein Coming-out zu wagen. "Es ist mir sehr wichtig, dass die Menschen verstehen, dass die sexuelle Orientierung wirklich egal sein sollte. Es sollte um den Menschen gehen." Ihm mache es nichts aus, wenn andere sein Coming-out kritisierten.

Direktlink | Das Coming-out des Wrestlers als Video

WWE galt bislang als homophob


Komisch: Auf seinem Twitter-Konto verkündet Darren Young weiterhin, dass sich in seinem Leben alles um "Geld, Frauen und Wrestling" dreht

Bislang hat sich noch kein WWE-Star während seiner Karriere geoutet. Es könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Wrestling-Produzenten inzwischen offener gegenüber dem Thema Homosexualität geworden sind. Noch vor wenigen Jahren war das anders: So outete sich der Wrestler Chris Kanyon 2006 und erklärte, dass er wegen seiner sexuellen Orientierung von der WWE gefeuert worden ist. Zuvor hatte er immer wieder Gerüchte über seine Homosexualität dementiert. Nach seinem Rausschmiss litt Kanyon unter Depressionen und verübte 2010 Selbstmord (queer.de berichtete).

Auch der WWE-Superstar Hulk Hogan ist auf sein heterosexuelles Image fixiert: Er verklagte 2011 seine Ex-Frau, unter anderem weil sie ihn als schwul geoutet hatte (queer.de berichtete).

Die World Wrestling Entertainment (WWE) ist ein an der New Yorker Börse gehandeltes Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 600 Millionen Dollar. Mehrere amerikanische Fernsehsender übertragen die geskripteten Show-Kämpfe, außerdem bezahlen viele Zuschauer Liveübetragungen mit Pay-per-View. In Deutschland werden die Kämpfe unter anderem auf Eurosport und Sky Sport gezeigt. (dk)

Youtube | Hier hat man die Chance, Darren bei der Ausübung seines Berufes zuzuschauen


#1 Iwan AnabolikovAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 SebiAnonym
#4 LedErich
  • 15.08.2013, 20:41h

  • Ein sehr körperlicher Sport. Von daher sicher ein großes Tabu. Respekt! Sehr erfrischend, die lockere Reaktion.
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#5 SilverclawEhemaliges Profil
#6 GibMichRotAnonym
  • 15.08.2013, 22:11h
  • Da ist doch eh alles "gescripted" und damit bestimmt auch diese coming-out. Wahrscheinlich brauchen die einfach nur wieder mehr Zuschauer und wollen nun das Interesse der Schwulen an diesem "Sport" wecken.
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#7 Timm JohannesAnonym
  • 15.08.2013, 22:16h
  • Ihr habt im Artikel zwar den verstorbenen Wrestler Chris Kanyon erwähnt, vergessen habt ihr aber den kanadische WWE Wrestler Pat Patterson, der auch offen schwul sich geoutet hatte.
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#8 GerhardAnonym
#9 AlexandreAnonym
  • 16.08.2013, 06:04h
  • Sehr schön, dass auch maskuline Männer bzw. in diesem Fall eher schon "hypermaskuline" Männer sich outen.
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#10 sperlingAnonym