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  • 15.08.2013           9      Teilen:   |

Proposition 8 und Co.

USA: Homo-Gegner können Ehe-Öffnung nicht stoppen

Artikelbild
Teilnehmer einer Demonstration für Gleichstellung in Washington D.C. (Juni 2013) (Bild: Elvert Barnes / flickr / cc by-sa 2.0)

In Kalifornien mussten Gegner der Ehe-Öffnung wieder eine Niederlage vor Gericht einstecken, in anderen Staaten machen Homo-Aktivisten Druck. Das Militär stellt unterdessen gleich.

In den Vereinigten Staaten setzt sich die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht immer mehr durch: Am Mittwoch hat der Oberste Gerichtshof von Kalifornien einstimmig entschieden, dass es keine Klage gegen die Ehe-Öffnung im Bundesstaat mehr annehmen werde.

Vorausgegangen war eine im Juni veröffentlichte Entscheidung des Oberstes Gerichtshofes der USA. Der Supreme Court hatte das Urteil eines regionalen Bundesgerichts aufrecht erhalten, das den Volksentscheid "Proposition 8", der Homosexuellen 2008 das Eherecht wieder entzogen hatte, gegen die US-Verfassung verstößt (queer.de berichtete). Daraufhin öffnete Kalifornien binnen weniger Tage die Ehe. Ein Einspruch der Homo-Gegner vor dem amerikanischen Supreme Court ist bereits gescheitert (queer.de berichtete). Damit haben die meist religiös motivierten Aktivisten keine Möglichkeit mehr, das Urteil anzufechten.

Die evangelikal-konservative Gruppe "Alliance Defending Freedom" will dennoch weiterkämpfen. Ihr Anwalt Austin Nimocks warf der kalifornischen Politik und Justiz vor, die Landesverfassung zu missachten und rief die Kalifornier auf, in Zukunft nur noch Homo-Gegner in Ämter zu wählen. Homo-Aktivisten bezeichneten die Prozesswelle gegen die Gleichstellung als absurd und nutzlos.

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Militär stellt gleich

Auch in anderen Bereichen macht die Gleichstellung Fortschritte: So kündigte das US-Verteidigungsministerium an, dass homosexuelle Eheleute von Soldaten ab dem 3. September vollständig gleichbehandelt werden. Das beinhaltet unter anderem die Krankenmitversicherung und ein gemeinsames Wohnrecht auf der Militärbasis. Grund für diesen Schritt war die Entscheidung des Supreme Courts, dass verheiratete Homo-Paare von Bundesbehörden anerkannt werden müssen. Diese war im Juni zeitgleich mit der Entscheidung zu "Proposition 8" gefallen.

Klagen in homofeindlichen Staaten

Der todkranke  John Arthur musste in einen anderen Bundesstaat fliegen, um seinen Partner zu heiraten. Das Paar ist bereits seit 20 Jahren zusammen
Der todkranke John Arthur musste in einen anderen Bundesstaat fliegen, um seinen Partner zu heiraten. Das Paar ist bereits seit 20 Jahren zusammen

In anderen Staaten versuchen Homo-Aktivisten mit Hilfe der regionalen Gerichte, die Gleichbehandlung durchzusetzen. So wird in New Jersey seit Donnerstag über eine Klage von Homosexuellen verhandelt, die das Eheverbot für Schwule und Lesben im Bundesstaat als Verstoß sowohl gegen die Regional- als auch die Bundesverfassung bezeichnet.

In Pennsylvania hat vor gut drei Wochen der 800.000 Einwohner zählende Bezirk Montgomery die Standesämter angewiesen, auch Schwule und Lesben zu trauen. Grund: Standesbeamte würden ihren Eid brechen, wenn sie bestimmten Gruppen das Recht auf Ehe absprächen. Mehr als 100 Paare haben das Angebot bereits angenommen. Gegen diese Entscheidung hat der republikanische Gouverneur Tom Corbett erst am Montag Klage erhoben. Vorerst gehen die Eheschließungen aber weiter.

Zudem sorgt der Fall von zwei Männern aus dem Bundesstaat Ohio, in dem Schwulen und Lesben die Eheschließung ebenfalls verboten ist, für Aufsehen und beschäftigt die Richter. Hintergrund: Im Juli hatte Jim Obergefell seinen todkranken Partner John Arthur in Maryland geheiratet. Arthur leidet an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS und wollte vor seinem Tod noch mit seinen Partner den Bund fürs Leben eingehen, nachdem beide seit 20 Jahren zusammen sind. Ein Bundesrichter hat erst letzte Woche entschieden, dass Ohio die Ehe vorerst anerkennen muss, bis ein Gericht eine endgültige Entscheidung trifft.

Bislang ist die Ehe nur in 13 von 50 US-Bundesstaaten sowie in der Hauptstadt Washington geöffnet worden. Homo-Aktivisten streben nun an, in den 37 Staaten, in denen Homosexuelle nicht heiraten dürfen, auf Anerkennung von Ehen zu klagen, die in einem der 13 liberalen Staaten geschlossen wurden. Sie glauben die amerikanische Verfassung an ihrer Seite zu haben: Diese schreibt Bundesstaaten vor, dass sie Verträge aus anderen Staaten anerkennen müssen. (dk)

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Tags: homo-ehe, ehe-öffnung, usa, proposition 8, militär
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 Homo-Ehe in den USA
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Reaktionen zu "USA: Homo-Gegner können Ehe-Öffnung nicht stoppen"


 9 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
15.08.2013
18:00:22


(+3, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Erneut eine deftige und unüberhörbare Klatsche für die Gegner der Homoehe! So langsam werden die immer mehr an Boden verlieren!

Auch die Klage gegen das Homoeheverbot in New Jersey wird erfolgreich sein! Ein sehr guter Tag für die LGBTII-Community in den USA!!!


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#2
15.08.2013
18:15:39


(+7, 7 Votes)

Von panzernashorn
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...........und das ist auch gut so!



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#3
15.08.2013
18:24:37


(+8, 8 Votes)

Von Felix


Sehr gute Nachrichten...

Die Homohasser müssen jedesmal scheitern.

Ich hoffe, dass immer mehr Bundesstaaten der USA die Ehe öffnen und Schwule und Lesben voll gleichstellen!


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#4
15.08.2013
18:28:25


(+11, 11 Votes)

Von Sebi


Sehr anrührend finde ich die Geschichte dieses Paares, das seit 20 Jahren zusammen ist und wo einer der beiden todkrank ist. Um ihren größten Wunsch zu erfüllen, noch vor dem Tod zu heiraten mussten sie extra in einen anderen Bundesstaat reisen.

Dass selbst solche Schicksale die Homohasser kalt lassen, zeigt wie menschenverachtend und hasserfüllt deren Weltbild ist.


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#5
16.08.2013
06:54:06


(+3, 3 Votes)

Von Yannick


Schön, dass die Homohasser eine weitere schallende Ohrfeige erhalten haben...

So muss das weitergehen... Bis in allen US-Staaten die Ehe geöffnet ist.


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#6
16.08.2013
07:26:59


(+3, 3 Votes)

Von Nico


Die Homohasser machen sich echt nur noch lächerlich...

Die haben den Kampf längst verloren, wollen sich das aber immer noch nicht eingestehen.

Jetzt sollte mit und mit ein Bundesstaat nach dem anderen die Ehe öffnen und uns auch sonst vollkommen gleichstellen.


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#7
16.08.2013
13:53:25
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Foxie
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Solche vorvorgestrigen Fanatiker brauchen immer eine andere Gruppe, die sie verdammen können.
Ohne Hass hätten die wohl gar kein Selbstwertgefühl. Dann würden sie auch wirklich als die dumm-beschränkten Grossfressen 'rüberkommen, die sie sind.
Nur gut, dass sie jetzt eine höchstrichterliche Klatsche nach der anderen kassieren.


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#8
16.08.2013
17:18:40


(+4, 4 Votes)

Von Hugo


"...nachdem beide seit 20 Jahren zusammen sind. .."
Das ist ein schönes Beispiel, an dem sich viele erzreligiöse ein Beispiel nehmen müßen. Statdessen schüren sie noch mehr Haß, was sie schon seit jahrhunderten machen.
Schön langsam komme ich zu Einsicht, das diese Menschen sich selbst Haßen.


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#9
17.08.2013
15:38:19


(+4, 4 Votes)

Von Marc


Schön, dass langfristig immer die Liebe über den Hass siegt...


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