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  • 17.08.2013           73      Teilen:   |

Dreimal so viele Gegendemonstranten

München: Protest gegen Ehe-Öffnung ausgepfiffen

Artikelbild
Erfolg der Münchner Community: Dreimal so viele Gegendemonstranten forderten "keine französischen Verhältnisse" in Deutschland (Bild: MR)

Auf dem Stachus wurden rund 60 Anhänger der französischen Anti-Homo-Bewegung "La Manif pour tous" von 150 Gegendemonstranten mit Trillerpfeifen empfangen. Ein Großaufgebot der Polizei trennte die Blöcke.

Der Versuch, der französischen Bewegung "La Manif pour tous", die Protestwelle gegen die Ehe-Öffnung auch nach Deutschland schwappen zu lassen, ist erneut gescheitert. Nur rund 60 Menschen folgten am Samstagmittag einem Aufruf zu einer "Kundgebung für die Ehe zwischen Mann und Frau" auf dem Münchner Karlsplatz, obwohl die rechtsextreme Zeitung "Junge Freiheit" dafür im Vorfeld mobilisiert hatte.

Die Demo auf dem Stachus sollte der krönende Abschluss einer Pilgerfahrt von rund 100 Gläubigen, Priestern und Ordensleute sein, die seit dem 5. August auf den Spuren des ehemaligen Papstes Benedikts XVI. durch Bayern wanderten.

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Die Polizei verhinderte Zusammenstöße

Die Polizei stellte sich zwischen Homo-Gegner und Gegendemonstranten - Quelle: MR
Die Polizei stellte sich zwischen Homo-Gegner und Gegendemonstranten (Bild: MR)

Münchens Lesben und Schwule waren da deutlich aktiver: Rund 150 Gegendemonstranten folgten einem kurzfristigen Facebook-Aufruf der CSD-Organisatoren vom Freitag, in dem es u.a. hieß: "Bringt alles mit: Pfeifen, Regenbogenflaggen, Vuvuzelas. Wir wollen in Deutschland keine französischen Verhältnisse!" Auch viele Vereine verbreiteten den Aufruf weiter und riefen ihre Mitglieder zur Teilnahme auf.

Tatsächlich waren am Samstagmittag die katholischen Eheöffnungs-Gegner, die Fahnen und Transparente mit sich führten, kaum zu verstehen. In Sprechchören riefen die homofreundlichen Gegendemonstranten immer wieder: "Haut ab, haut ab!". Ein Großaufgebot der Polizei trennte schließlich die beiden Blöcke und verhinderte durch ein besonnenes Auftreten Zusammenstöße. Während die Anhänger von "La Manif pour tous" als erstes vom Karlsplatz abzogen, begaben sich viele Gegendemonstranten zum schwulen Hans-Sachs-Straßenfest, um ihren "Sieg" zu feiern.

In Frankreich hatte "La Manif pour tous" mehrfach Großdemonstrationen mit Hunderttausenden Teilnehmern gegen die von der sozialistischen Regierung geplante und durchgesetzte Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare organisiert. Im Frühjahr hatte es auch zwei Protestaktionen von "La Manif pour tous" in Deutschland gegeben. Am 24. März demonstrierten Eheöffnungs-Gegner von Medien und Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt vor dem französischen Generalkonsulat in München, am 15. April schwenkten rund 15 Homo-Gegner Plakate und Fahnen im Düsseldorfer Hauptbahnhof (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: la manif pour tous, ehe-öffnung, münchen, stachus
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Reaktionen zu "München: Protest gegen Ehe-Öffnung ausgepfiffen"


 73 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
17.08.2013
14:22:58
Via Handy


(+13, 13 Votes)

Von Sehrgut


Hat Deutschland etwa doch aus der Geschichte gelernt?
Gerade mal 60 Menschen auf einer Anti Homoehe Demo...während es in Frankreich bei ähnlichen Demos Hunderttausende waren.
Hoffentlich bleibt es so, das diese ( neue Rechte ?, oder wie soll man die bezeichnen?) Bewegung hier nur wenig Zuspruch findet.


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#2
17.08.2013
14:26:04


(+12, 14 Votes)

Von GerdBerlin


Das wurde doch sicher von Deutschland aus gesteuert!
Gabriele Kuby ist nicht untätig. wenn es darum geht, römisch-katholische Moralvorstellungen durchzusetzen:

Link zu www.medrum.de


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#3
17.08.2013
14:56:06
Via Handy


(-2, 10 Votes)

Von Struktur


Es gab einen Vorschlag statt 16 nur noch 9 Bundesländer zu bilden. Dann kann man z.B. Bayern abschaffen und anderen Titel Namen machen. Der Freistaat passt sowieso nicht so ganz zur BRD und vielleicht auch nicht zur EU. Bayern unterdrückt andere Bundesländern und so weiter. Wenn sie süßsauer ignorieren wollen, dann sagen sie in der Ukraine ist doch schlimmer für Schwule und Lesben. Also Bayern muss sich an Mr Hollande und andere abpassen sonst Bayern raus aus der UE.


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#4
17.08.2013
14:56:52


(+7, 7 Votes)

Von m123


Die entscheidende Frage wird sein wieviel Zulauf die Anti-Homo-Bewegung in Deutschland über die nächsten Monate und Jahre erhält.

In Frankreich haben auch nicht sofort hunderttausende demonstriert. Dort fing auch alles klein an.

Aber ich denke, dass es zumindest in Deutschland nicht so extrem wird wie in Frankreich. Die Deutschen haben eine ganz andere Demonstrationsmentalität als die Franzosen.


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#5
17.08.2013
15:25:36


(+11, 13 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von GerdBerlin


Mit Grauen habe ich Deinen Link gelesen. Ich hatte noch nie von dieser Kuby gehört und bin erschrocken, wie man im 21.Jahrh. noch solche Ansichten haben und sie öffentlich kundtun darf. Diese Frau glaubt doch nicht im Ernst, dass sie den gesellschaftlichen Fortschritt aufhalten kann, wie es ihr die Handlanger des Vatikans und der ultrarechte CSU-Flügel vorschreiben ?


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#6
17.08.2013
15:27:40


(+10, 10 Votes)

Von Dominik


Ergänzung zum Bericht: auch der stadtbekannte Neonazi Karl Richter hat auf der Kundgebung gesprochen.


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#7
17.08.2013
15:33:17


(+7, 7 Votes)

Von Sebi


Müssen die französischen Nazis jetzt auch schon andere Länder mit ihrem Hass überziehen, weil sie zuhause nur noch ausgelacht werden?!


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#8
17.08.2013
15:36:13


(+9, 9 Votes)

Von ratio radar
Antwort zu Kommentar #2 von GerdBerlin


Sehr viele Gottesmänner und -frauen sind tätig religiöse Moralvorstellungen durchzusetzen.
Auf allen Frequenzen, in allen Reichweiten.


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#9
17.08.2013
15:37:00


(+9, 9 Votes)

Von Felix


Schade, dass da nur 150 Gegendemonstranten waren - hätten noch viel mehr sein dürfen.

Aber das war wohl gar nicht besonders bekannt. Ich habe eben mit einem Kumpel in München telefoniert und der wusste gar nichts davon. Sonst wäre er auch da hin gegangen.


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#10
17.08.2013
15:39:43


(-12, 14 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Falsche Zeit, falscher Ort. Sollte aber so eine Demonstration auch hier in Deutschland einen wahren, und nicht vorgettäuschten Grund haben, dann nicht in München, sondern in Berlin. Und schon bestimmt nicht vor den Wahlen 2013, eher vor den Wahlen 2021: also eben dann, wenn auch die CDU die Homo-Ehe in ihrem Programm befürworten wird - und somit die ganze Thematik endlich eine reale Chance auf den Erfolg bekommt.


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