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  • 20.08.2013           16      Teilen:   |

Leichathletik-WM

Lesbischer Kuss doch kein Protest gegen "Propaganda"-Gesetz

Artikelbild
Xenia Ryschowa (l.) und Julia Guschina gaben sich bei der Siegerehrung einen großen Schmatzer auf den Mund - so richtig kann sich Ryschowa aber jetzt nicht mehr dran erinnern

Zwei Mal haben sich russische Sportlerinnen nach ihrem WM-Sieg in Moskau auf den Mund geküsst. Nun erklären die Teamkolleginnen pikiert, dass der Kuss kein Protest gegen homophobe Gesetze gewesen sei.

Am Samstag gingen die Bilder der Sprinterinnen Xenija Ryschowa und Tatjana Firowa um die Welt, die sich nach dem Gewinn der Goldmedaille im 4-mal-400-Staffellauf bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in der russischen Hauptstadt zwei Mal vor laufenden Kameras geküsst hatten (queer.de berichtete). Nun widersprachen die Sportlerinnen Berichten von Zeitungen, wonach die Küsse ein Protest gegen das Verbot von Homo-"Propaganda" in Russland oder gegen Präsident Wladimir Putin gewesen seien.

"Ich war nur glücklich für unser Team", sagte Ryschowa nach Angaben der Nachrichtenagentur ITAR-TASS. Sie reagierte empört auf das Medieninteresse: "Am Montag wurde ich von 20 Publikationen angerufen. Statt mir zur Goldmedaille zu gratulieren, wurde ich durch Fragen beleidigt", sagte die 26-Jährige. Sie lehnte es ab, eine Position zu LGBT-Rechten zu beziehen.

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Ryschkowa betont Heterosexualität

Die Sportlerin betonte, dass sie selbst nicht lesbisch sei: "Ich und Julia Guschina sind mit Männern verheiratet, wir sind nicht in irgendeiner Art von Beziehung." Sie seien nach acht Jahren gemeinsamem Training lediglich "gute Freunde". An den Kuss selbst habe Ryschowa nur vage Erinnerungen. So wisse sie nicht, "ob wir in diesem Moment die Lippen berührt haben". Gushina bestätigte die Aussagen ihrer Teamkollegin.

Mit dem Gesetz gegen Homo-"Propaganda" ist in Russland jede öffentliche positive Darstellung von Homosexualität verboten worden (queer.de berichtete). Es drohen Geldstrafen, außerdem können Ausländer bei einem Verstoß gegen das vage Gesetz für bis zu 15 Tage in Arrest genommen oder ausgewiesen werden.

Während der WM hat die russische Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa bereits mit homophoben Aussagen für Aufregung gesorgt (queer.de berichtete). Nach heftiger Kritik nahm die 31-Jährige, die vom IOC 2010 zur "Botschafterin" für die Olympischen Jugendspiele ernannt worden war, ihre Tirade zurück und erklärte, dass sie wegen ihrer schlechten Englischkenntnisse missverstanden worden sei. (dk)

  Anstehende Proteste zu Russland
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Tags: xenija ryschowa, tatjana firowa, lesbenkuss, homo-propaganda, leichtathletik-wm
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 Russland
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Reaktionen zu "Lesbischer Kuss doch kein Protest gegen "Propaganda"-Gesetz"


 16 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
20.08.2013
14:39:07


(+1, 9 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Aber der Regenbogen über Moskau, den hat uns Schwule der Heilige Petrus höchstpersönlich solidarisch gesandt, ja?
Traurig, dass die beiden sich als lesbisch "beleidigt" fühlen, noch trauriger ist, wie viele Leute bis hin zum LSVD und mehr, falsche Tatsachen behaupten und sich selbst der Lächerlichkeit preis geben. Das beginnt bei dummen Vorschlägen eines Kahrs, die die Spiele nach Vancouver zu verlegen, nimmt gruselige Züge an, wenn ein russischer Teenager für Toten erklärt wird und ist schadhaft für ehrlich gemeinte Proteste pro Menschenrechte, wenn ein traditioneller russischer Kuss fahrlässig und mit Absicht als Protest gegen Homophobie fehlinterpretiert wird.


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#2
20.08.2013
14:52:29


(-5, 9 Votes)

Von Sebastian2000
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


Ich habe nicht gelesen das sich die beiden beleidigt gefühlt haben.

Sie haben nur etwas richtig gestellt.

Küsschen unter Frauen sind doch fast überall normal.

Da wollten wieder Leute etwas sehen was nicht da ist.


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#3
20.08.2013
15:03:25


(+3, 7 Votes)

Von *****
Antwort zu Kommentar #2 von Sebastian2000


Acht Jahre lang haben wir kein WM-Gold gewonnen, Sie können sich nicht vorstellen, was wir gefühlt haben. Wenn wir einander während der Gratulation mit den Lippen berührt haben und jemand dies als Anlass nimmt, Phantasien aufzubauen, ist das sehr beleidigend für mich, fügte sie hinzu.

Link:
de.ria.ru/society/20130820/266698539.html


Hier machte Xenija Ryschowa ihren juristischen Hochschulabschluss.
Voronezh Institut des Ministeriums für Innere Angelegenheiten.

Link zu www.vimvd.ru


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#4
20.08.2013
15:11:32


(+1, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Sebastian2000


""Küsschen unter Frauen sind doch fast überall normal""..

Ach ? Echt ?
Sind sie das ?

Und wieso ist das so "normal" und wenn sich Männer küssen ist das "unnormal" ?

Wieso gab es im Deutschem Reich ab 1871 Gesetze gegen männliche Homosexualität, aber nicht gegen weibliche ?

Weil die Chauvinisten dieser Welt Frauen einen eigene Sexualität, eine eigene sexuelle Identität nicht zugestanden haben..

Und das ist Heute noch so..

Wie selbstverständlich dürfen "beste Freundinnen" beim Schuhe-Shoppen Händchen haltend durch die City flanieren..

Alles was die Russen mit dem Gesetz gegen "Homosexuelle Propaganda" bekämpfen ist männliche Homosexualität..

Die "Notwendigkeit" ein solches Gesetz zu haben wird durch die Tatsache das es kein Gesetz für oder gegen Hetero-Propaganda, für oder gegen Vodka-Konsum gibt, ganz klar mit NEIN beantwortet..

Das alleine rechtfertigt jeden Versuch der dortigen Gesellschaft zu zeigen das an Homosexualität absolut nichts anrüchiges ist, selbst wenn Mann dazu das Bild zweier sich küssender Hetero-Frauen nutzen muß..


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#5
20.08.2013
16:19:55
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von yomen


Hinweis zur Heten-Propaganda

Link:
spon.de/ad0ij


schöne bessere Welt da drüben
...


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#6
20.08.2013
16:40:12
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von yomen
Antwort zu Kommentar #2 von Sebastian2000


"Sehen was nicht da ist"?

Ich sehe zwei sich küssende Frauen.

Wo siehst du den Unterschied, wenn zwei Lesben oder zwei Hetero-Frauen es machen?

Erklär mir bitte, wie man dort etwas gesehen haben kann, was nicht dort war.

Achso!

Ja ist manchmal schwer, die eigene Phantasie von der Realität zu trennen.

Für manche ist es dann noch schwerer, die eigene Phantasie sich selbst zuzuordnen und nicht der Welt da draußen.
Huuu


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#7
20.08.2013
16:44:31
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Jonasi
Antwort zu Kommentar #5 von yomen


Wobei die das Thema auch gerne hochpuschen, weil Leute gerne von "Sex and Crime" hören.
Wenn dann noch munter Realität mit Fiktion gemischt wird, ist die Story erfolgreich.
Nur wird bei dem ganzen Prostitutions- Hype grundsätzlich die Mann-männliche Prostitution vergessen.
Was die Hetenmedien gerne verschweigen, die Hauptkunden der Stricher sind nicht die Schwulen, sondern Bisexuelle und mit Frauen verheiratete Männer/ Familienväter.

Aber irgendwie scheinen nur weil sie in der Minderzahl sind, männliche Prostituierte weniger "Wert" zu sein, um sie wird sich wenig gekümmert.

Ein gutes Beispiel war in einem Kommentarbereich einer Zeitung zu einem Artikel über einen zwangsprostituierten jungen Mann, (dem als er jugendlich nach Deutschland kam sein Ausweis und alles abgenommen wurde), der lapidare Kommentar eines Heterolesers: "Schon schlimm, aber irgendwie kann ich wenig Mitleid mit ausgebeuteten Jungen und Männern haben, wenn Mädchen oder Frauen sowas passiert macht mich das viel betroffener"

Manchmal bin ich fassungslos wie wenig Empathie manche Heteros haben.
Ob jetzt ein Junge in ein fremdes Land geschleust wird und dort leidet oder ein Mädchen, das ist doch beides gleich schlimm.


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#8
20.08.2013
16:56:25


(+4, 8 Votes)

Von Queer Rage
Antwort zu Kommentar #7 von Jonasi


Sehr interessant. Manchmal glaube ich auch, dass Schwulenfeindlichkeit bei Heten-Männern eher mit einem internalisierten Männerhass zu tun hat, als mit Frauenfeindlichkeit. Ihnen wurde abtrainiert, Empathie und Liebe (nicht unbedingt erotische) für ihre Geschlechtsgenossen zu empfinden, da es in einer heteronormativen Sozialisation für Jungs in erster Linie darum geht, sich gegen andere Männer durchzusetzen. Mitgefühl für Geschlechtsgenossen wird daher systematisch unterdrückt.


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#9
20.08.2013
17:24:38


(-1, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die beiden Ischen versuchen, sich herauszureden und spielen das Ganze herunter und merken dabei überhaupt nicht, wie unglaubwürdig sie sind.


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#10
20.08.2013
18:27:10


(+4, 8 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #9 von FoXXXyness


Die haben sich geküsst, weil es Sitte ist, keine politische Intention, in Russland küsst man sich eben häufig auf den Mund.
Sie bestätigen in diesem Fall die Fakten und reden sich nicht raus. Es ist in Russland auch nicht verboten, sich auf den Mund zu küssen. Das passiert dort täglich millionenfach, unter Frauen und Männern. Das gehört zur Kultur.


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