Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19868

Die armenische Hauptadt Eriwan (Bild: Arthur Chapman / flickr / by 2.0)

Erster Erfolg im Kampf gegen die Welle von homophoben Gesetzen in Ex-Sowjetrepubliken: In Armenien wird es kein Gesetz gegen Homo-"Propaganda" geben – dafür droht eines in Kasachstan.

Die Polizeibehörde von Armenien hat am Donnerstag ein Gesetz zurückgezogen, das die "Werbung" für "nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen" verbieten sollte. Das Gesetz sah Strafen in Höhe von umgerechnet bis zu 3.000 Euro für jeden vor, der sich in der Öffentlichkeit positiv über sexuelle Minderheiten äußert (queer.de berichtete).

Wie der armenische Fernsehsender "Azatutyun" meldet, erklärte ein Polizeisprecher, dass das Gesetz nicht wegen des internationalen Drucks zurückgezogen wurde, sondern weil die Polizei derzeit andere Prioritäten setze. Im 3,5 Millionen Einwohner zählenden Kaukasus-Staat ist Homosexualität erst seit 2003 legal.

Im Gegensatz zu Armenien will das kasachische Parlament einem Bericht der lokalen Nachrichtenseite "Tengri-News" zufolge im September über ein Verbot von Homo-"Propaganda" debattieren. Der Abgeordnete Murat Akhmadijew erklärte: "Idealerweise sollte man darüber nie sprechen, weil Homosexualität ganz deutlich unakzeptables Verhalten darstellt. Wir haben ja immer gesagt, dass unser Land anders als Europa ist." Politiker der Regierungspartei haben bereits vor Wochen für eine Einführung des Gesetzes geworben (queer.de berichtete).

Der 17 Millionen Einwohner zählende Binnenstaat Kasachstan hat Homosexualität erst 1998 legalisiert. Schwule und Lesben leben aber wegen der homophoben Atmosphäre im Land meist versteckt.

Bislang gibt es Gesetze gegen Homo-"Propaganda" in Russland und Moldawien. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.08.2013, 17:42h
  • Die armenische Polizeibehörde lügt sích ja in die eigene Tasche: natürlich war der internationale Druck vonnöten, damit so ein unverschämtes und menschenrechtsverachtendes Gesetz doch nicht kommt!
  • Antworten » | Direktlink »