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Homo-Aktivisten fordern Gleichstellung

Taiwan: Mehrheit für Ehe-Öffnung


Teilnehmer des CSD in der Hauptstad Taipeh (2012) (Bild: Luke Ma / flickr / by 2.0)

Laut einer neuen repräsentativen Meinungsumfrage spricht sich eine Mehrheit der Taiwaner für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht aus.

53 Prozent der Bevölkerung unterstützen demnach die Ehe-Öffnung, 37 Prozent lehnen sie ab, berichtet "Taiwan News". Damit hat sich die Zahl der Befürworter der Gleichstellung binnen zehn Jahren verdoppelt: Bei einer Umfrage 2003 hatten sich nur 25 Prozent für die Ehe-Öffnung ausgesprochen.

Besonders hoch ist die Zustimmungsrate unter jungen Taiwanern: Bei den unter 30-Jährigen unterstützen 76 Prozent das Recht von Schwulen und Lesben zu heiraten.

Die Einstellung gegenüber Homo-Rechten hängt auch von der Religionszugehörigkeit ab. Während Konfessionslose, Buddhisten und Taoisten die Ehe-Öffnung mehrheitlich befürworteten, lehnten drei Viertel der taiwanischen Katholiken und 60 Prozent der Protestanten die Gleichstellung ab. Sie machen aber weniger als ein Zehntel der Bevölkerung aus.

Die Umfrage wurde von der Nationalen Akademie der Wissenschaften unter 630 Taiwanern durchgeführt und hat eine Fehlertoleranz von vier Prozentpunkten. Sie wurde von der Homo-Gruppe "Taiwan's Alliance to Promote Civil Partnership Rights" (TAPCPR) in Auftrag gegeben.

Homo-Aktivisten werben bereits seit Jahren für die Ehe-Öffnung in Taiwan. Anfang des Jahres zog ein Homo-Paar jedoch eine Klage auf Gleichstellung zurück, weil es bedroht worden war (queer.de berichtete). Die TAPCPR hat die Regierung jetzt mit Verweis auf das Umfrageergebnis aufgefordert, ihre konservative Haltung beim Thema Homo-Rechte zu überdenken, weil diese nicht mehr die Bevölkerungsmehrheit repräsentiere. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.08.2013, 14:26h
  • Worauf wartet diese menschenrechtsfreundliche Regierung in Taiwan noch? Wenn die Bevölkerung schon für die Eheöffnung ist, was spricht nun noch gegen deren Einführung???
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#2 YannickAnonym
  • 22.08.2013, 22:17h
  • Das ist deutlich!

    Dann sollte die Regierung jetzt auch dem Volkswillen folgen und die Ehe öffnen!
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#3 SmileyEhemaliges Profil
  • 23.08.2013, 14:58h
  • China hat auf die zunehmende Bedrohung und Unterdrückung durch die europäischen Imperialisten Ende des 19. Jh. mit einem Reformprogramm reagiert das den Kern eigener Kultur erhalten und mit Elementen europäischer Wissenschaft, Technik und Kultur anreichern sollte. Eins von vielen Ergebnissen dieses Kurses waren anti-Homosexuellen-Gesetze.

    Nun schütteln zweieinhalb Jahrtausende wiedererwachender Hochkultur die Reste aus hundert Jahren schädlicher, schändlicher europäischer Einflüsterungen ab. Wie auch auf dem Festland, in der Volksrepublik.

    Man schneidet wieder Ärmel ab und beißt in Pfirsiche.
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#4 TaipehAnonym
#5 SmileyEhemaliges Profil
#6 rama 99 centAnonym
  • 23.08.2013, 18:02h
  • Antwort auf #5 von Smiley
  • Auch im demokratischen Taiwan gibt es die Todesstrafe, nach einer Umfrage des Justizministerium sind rund 80 Prozent der Taiwaner für die Beibehaltung der Todesstrafe (Asienspiegel berichtete). So wurde unter dem früheren Präsidenten Chen Shuibian von Dezember 2005 bis zum Ende seiner Amtszeit im Mai 2008 ein inoffizielles Moratorium verhängt.

    Nachdem die jetzige Regierungspartei Kuomintang wieder an die Macht gekommen war, wurden 2010 vier und 2011 fünf zum Tode Verurteilte hingerichtet. Die Hinrichtung kann durch eine Giftspritze oder durch Erschiessen vollzogen werden. Dabei schiesst der Vollstrecker in die Herzgegend des Verurteilten, bei Organspendern in den Kopf.

    asienspiegel.ch/2013/08/eine-offentliche-hinrichtung/

    Bonus

    de.wikipedia.org/wiki/Zwischenfall_vom_28._Februar_1947
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#7 SmileyEhemaliges Profil