Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 23.08.2013           49      Teilen:   |

PR-Kampagne

Russland versichert: Sotschi ist für Homosexuelle sicher

Artikelbild
Russische Logik: Vize-Ministerpräsident Dimitri Kosak hält das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" nicht für Diskriminierung, weil auch Heterosexuelle nicht für Homosexualität werben dürfen.

Russland hat dem IOC versichert, dass es Homosexuelle nicht diskriminiert – am Gesetz gegen Homo-"Propaganda" hält das Putin-Reich aber auch während der Olympiade fest.

Zu Update springen: Putin verbietet Proteste (19h)

Das Internationale Olympische Komitee hat am Donnerstag mitgeteilt, die russische Regierung habe erneut versichert, dass es bei den Winterspielen in Sotschi im Februar 2014 nicht zur Verfolgung von Schwulen und Lesben kommen werde. Demnach habe der stellvertretende Ministerpräsident Dimitri Kosak in einem Brief betont, dass sich Russland der Olympischen Charta unterwerfe. Diese schließt "jede Form der Diskriminierung aufgrund einer Rassenzugehörigkeit, Religion, politischen Haltung oder auch sexuellen Orientierung aus", erklärte das IOC.

Allerdings werde sein Land das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" nicht während der Spiele aussetzen, so Kosak. Das Gesetz sei "keine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung", sondern solle Minderjährige lediglich vor "Werbung" für "nicht-traditionelle" Beziehungen schützen. Weil das Gesetz auch für Heterosexuelle gelte, könne es "nicht als Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung" angesehen werden.

Fortsetzung nach Anzeige


CSD in Sotschi

Der Brief lässt offen, wie die russische Staatsmacht auf Sportler oder Zuschauer reagieren wird, die offen über Homosexualität und schwul-lesbische Rechte sprechen. Beamte der olympischen Bewegung versuchen allerdings schon seit längerem, die Gefahr herunterspielen: So erklärte der Deutsche Olympische Sportbund gegenüber queer.de, dass trotz des Gesetzes Redefreiheit für alle Teilnehmer der Spiele gelte. "Jeder Sportler hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Jeder darf seine Meinung zum Beispiel in Interviews frei äußern", so DOSB-Sprecher Christian Klaue (queer.de berichtete).

Allerdings sagt das russische Gesetz deutlich, dass jede öffentliche "Werbung" für eine nicht-traditionelle sexuelle Orientierung verboten ist – und bei Ausländern zu Inhaftierung oder einer Ausweisung mit anschließendem Einreiseverbot führen kann. Brisant wird das vor allem im Zusammenhang mit einem CSD, den russische LGBT-Aktivisten zur Eröffnung der Spiele in Sotschi planen. Teilnehmer von verbotenen CSDs werden in der Regel von der Polizei direkt festgenommen, so etwa auch bei einem Protest 2009 zeitgleich zum Finale des Eurovision Song Contests in Moskau. Wer als Ausländer bei einem CSD in Sotschi mitmacht, läuft also tatsächlich zusätzlich in Gefahr, das Land vorzeitig verlassen zu müssen – wie kürzlich einige Niederländer, die eine Dokumentation über Homosexualität in Russland drehten (queer.de berichtete).

Homo-Aktivisten fordern mehr Druck auf Russland

Schwul-lesbische Aktivisten forderten homofreundliche Staaten auf, Russland weiterhin wegen des homophoben Gesetzes zu brandmarken. So schrieb die "Gay European Tourism Association" (GETA) in einem Brief an EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström, dass die Europäische Union die Verhandlungen über Visa-Erleichterungen für 15.000 russische Beamte abbrechen sollte. "In den 1930er Jahren hat Europa die falsche Botschaft gesendet, als es staatlich unterstützte Übergriffe auf große Teile der deutschen Bevölkerung – inklusive Homosexuelle – nicht kritisiert hat. Das hatte katastrophale Folgen für Europa", sagte GETA-Chef Carlos Kytka. (dk)

 Update  19h: Putin verbietet Proteste
Der russische Präsident Wladimir Putin hat alle Arten von Protesten und Versammlungen, die nicht von den Olympischen Spielen selbst ausgehen, in Sotschi für den Zeitraum der Spiele verboten. Ein entsprechendes Dekret, das einen Großteil der Stadt zu einer Sicherheitszone erklärt, unterzeichnete er am Freitag. Es gilt vom 7. Januar bis 21. März.
Mehrere Organisationen, darunter GayRussia, das einen CSD in Sotschi durchführen wollte, haben dagegen eine Klage angekündigt. "Das Dekret ist verfassungswidrig", schrieb der LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew auf Twitter: "Es wird trotzdem eine Gay-Parade geben."

  Anstehende Proteste zu Russland
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 49 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 186             4     
Service: | pdf | mailen
Tags: russland, sport, olympiade, sotschi, ioc, dosb
Schwerpunkte:
 Russland
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Russland versichert: Sotschi ist für Homosexuelle sicher"


 49 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
23.08.2013
12:00:51


(+5, 7 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Alles wie gehabt...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
23.08.2013
12:03:57


(+7, 9 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


>Um eine Verlegung der Spiele ins Ausland zu verhindern, ging Adolf Hitler offiziell auf die Forderungen des IOC nach Einhaltung der olympischen Regeln ein. Die Regierung verpflichtete sich dazu, einen freien Zugang für alle Rassen und Konfessionen in die Olympiamannschaften zu erlauben.<
aus

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1936
#Propaganda


Jahr drei des Tausendjährigen Reichs.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
23.08.2013
12:11:04


(-4, 6 Votes)

Von Timm Johannes


Na da bin ich dann gespannt, wenn durch Sotschi zur Zeit der Winterspiele dann ein nicht genehmigter CSD durch das Olympische Dorf zieht und Sportler, Touristen und Journalisten daran teilnehmen werden.

Das sollte unbedingt passieren, dass dort LGBT-Aktivisten vor Ort in Sotschi demonstrieren, sich küssen, im Olympischen Dorf Regenbogenfahnen schwenken, Regenbogenaufkleber tragen, usw. da kann man viel machen und sich ausdenken: natürlich alles friedlich, freundlich lächelnd und freudestrahlend.

Wenn es nach mir gehen würde, dann würden alle deutschen Sportler aus Protest Regenbogenfarben tragen und sich vor jeder russsischen Kamera zu Putins menschenrechtswidrige Gesetz entsprechend äußern.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
23.08.2013
12:26:16


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Ich hab die Nase so was von voll, was die russischen Lügenbarone anbelangt, nun haben wir ja erfahren , dass tagtäglich auf perfide Art und Weise über alle öffentlichen Fernsehsender, die vollkommen staatlich kontrolliert sind, gegen Homosexuelle gehetzt wird.Wehren kann sich niemand, denn es darf nur negativ und nicht positiv über diese Bevölkerungsgruppe gesprochen und geschrieben werden.Aufgrund dieser Volksverhetzung nimmt dann die russische Bevölkerung der Polizei die Drecksarbeit ab und die Politiker mit ihren homophoben Kirchenanhängseln waschen sich die Hände in Blut, äh Unschuld.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
23.08.2013
12:29:55


(+7, 9 Votes)

Von der stillen*
Antwort zu Kommentar #2 von Smiley


*Hand des Marktes:

"Avery Brundage, der Präsident des amerikanischen NOK, erkannte, dass auf der entscheidenden Versammlung der "Amateur Athletic Union" (AAU) die Mehrheit für einen Boykott der Spiele in Berlin [1936] stimmen würde. Daraufhin ließ er die Abstimmung verschieben, trommelte über Nacht weitere Delegierte herbei und setzte sich am nächsten Tag mit 58 gegen 56 Stimmen durch.
[...]
In Paris hatte sich unter reger internationaler Beteiligung 1935 ein Komitee zur Verteidigung der Olympischen Idee gebildet, das ein Gegenolympia in Barcelona propagierte, die jedoch ein Opfer des Spanischen Bürgerkrieges wurde.
[...]
1940 sollten die Spiele in Japan stattfinden - einen entsprechenden Beschluss führte Brundage herbei -, danach dann nur noch in Deutschland.

Doch wie 1916 kam den deutschen Ambitionen ein Weltkrieg in die Quere. 1940 und 1944 fanden die Spiele nicht statt."

"The games must go on "


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
23.08.2013
12:35:03


(-2, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Der Brief ist das Papier nicht wert, auf welches er verfaßt wurde!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
23.08.2013
12:45:00


(-2, 6 Votes)
 
#8
23.08.2013
12:47:57


(+6, 6 Votes)

Von Finn


... solange sie sich verstecken und sich an Russlands Regeln halten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
23.08.2013
12:50:16


(+6, 6 Votes)

Von Sebi


Und genau dieser Artikel zeigt, dass entgegen mancher Aussagen, Boykotte sehr wohl etwas bringen.

Diese hilflosen Äußerungen kommen nur, weil die langsam merken, dass wir es ernst meinen und weil die Angst vor den Boykotten haben.

Wer denkt, Boykotte würden nichts bringen, wurde jetzt von Russland selbst eines besseren belehrt. Denn ohne die Angst vor den Boykotten gäbe es diesen Artikel hier nicht.

Aber wir müssen natürlich weiterhin boykottieren, so lange Schwule und Lesben so unterdrückt werden und in ständiger Gefahr leben. Es geht ja nicht nur Olympia.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
23.08.2013
12:51:11


(+7, 7 Votes)

Von Felix


Bekommt da jemand Angst um die Einnahmen und die imagefördernden Bilder?!

Was man von solchen Äußerungen zu halten hat, wissen wir alle...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345  vor »


 Ort: Sotschi


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck: "Ich bin noch lange nicht weg" Leander Haußmann will Merkel wählen – wenn sie die Ehe öffnet Bis zum Jahr 2000 durften Schwule keine Berufssoldaten werden Volker Beck: Der Beste wurde kaltherzig abserviert
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt