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Donald Trump gehört zu den schillernsten Milliardären in den USA: Der 67-jährige Tycoon moderiert unter anderem eine Realityshow im TV-Network NBC und droht immer wieder damit, als konservativer Präsidentschaftskandidat anzutreten (Bild: Gage Skidmore / flickr / by-sa 2.0)

Jetzt geht es nicht nur noch um Sportveranstaltungen: US-Aktivisten protestieren gegen die Austragung des Miss-Universe-Contests in Moskau, der von US-Milliardär Donald Trump veranstaltet wird.

In mehreren Petitionen wird der Veranstalter aufgefordert, seinen Miss-Universe-Schönheitswettbewerb in einem Land auszutragen, das die Bürgerrechte von Schwulen und Lesben achtet. Er soll bisherigen Planungen am 9. November in Moskau veranstaltet werden und damit erstmals in Russland. Dem Aufruf zur Verlegung des seit 1952 durchgeführten Wettbewerbs haben sich bei change.com bereits rund 30.000 Menschen angeschlossen. Außerdem hat die größte amerikanische Homo-Gruppe, die Human Rights Campaign, einen eigene Petition gestartet.

Erst am Dienstag hatte die Miss-Universe-Organisation erklärt, dass das russische Gesetz gegen Homo-Propaganda "diametral unseren Werten" widerspreche. Man spreche sich eindeutig gegen Diskriminierung aufgrund der Nationalität, Rasse, Religion oder sexuellen Orientierung aus. Der Veranstalter glaubt allerdings, dass die "Miss-Universe-Veransaltung ein Forum für die 90 Teilnehmerinnen sowie ihre Familien und Freunde bietet" und so "dazu beiträgt, dass sich die gesellschaftliche Lage ändert".

Gefährdung der Kandidatinnen


Andy Cohen hat den Wettbewerb in den letzten beiden Jahren moderiert, verzichtet nun aber wegen der homophoben Politik Russlands darauf, die schönen Damen in Moskau vorzustellen (Bild: Greg Hernandez / flickr / by 2.0)

In der HRC-Petition heißt es dagegen, dass Besitzer Donald Trump, der den Contest 1996 gekauft hatte, die Teilnehmerinnen in Gefahr bringe: "Bedenken Sie nur: Was würde passieren, wenn sich eine der Teilnehmerinnen für Homo-Rechte ausspricht? Würde die russische Polizei die Bühne stürmen und sie verhaften? Würde man sie ins Gefängnis stecken oder deportieren? Das ist eine sehr reale Gefahr, unter der die Menschen in Russland tagtäglich leben."

Bereits letzte Woche hatte Andy Cohen, der bisherige Moderator der Veranstaltung, wegen des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" die Teilnahme an der Show abgelehnt. Der offen schwule 45-Jährige erklärte: "Die diskriminierende Politik macht das Land unsicher für Schwule und Lesben, die dort leben oder dort arbeiten".

Der Miss-Universe-Contest sorgte bereits im letzten Jahr für Aufregung, als eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle wegen ihrer Geschlechtsidentität nicht teilnehmen durfte. Auf Druck von Homo-Gruppen änderte Trump die Regeln, so dass in diesem Jahr auch Schönheitsköniginnen teilnehmen dürfen, die nicht als biologische Frauen geboren worden sind (queer.de berichtete). (dk)



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#2 FelixAnonym
  • 23.08.2013, 17:52h
  • Wie gesagt:
    Russland muss bis auf weiteres boykottiert werden. Egal, ob es um Olympia oder worum auch immer geht.
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#3 GeorgB
  • 23.08.2013, 18:27h
  • Gibts eigentlich noch irgendeinen Wettbewerb, der in den nächsten Jahren nicht in Russland ausgetragen wird?
    Muss das Geld gekostet haben...
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#4 OjeeAnonym
  • 23.08.2013, 18:56h

  • Jetzt wird es grotesk.
    Wenn etwas der Heteronorm entspricht sind es Versnstaltungen wie Miss- Wahlen, die einseitig nur Frauen u.a. im Bikini zur Fleischbeschau zeigen.
    Das hat mit schwul und männlicher Erotik nichts zutun und ist wohl kaum "homosexuelle Propaganda".
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