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  • 23.08.2013           25      Teilen:   |

Mexiko

Katholischer Bischof: Homophobie ist eine "Geisteskrankheit"

Artikelbild
Der 1945 geborene Raúl Vera ist seit 1999 Bischof im nordmexikanischen Satillo

Neue Töne aus der katholischen Kirche: Ein mexikanischer Bischof hat erklärt, dass homophobe Menschen "krank im Kopf" sind.

In einem am Dienstag auf Youtube veröffentlichten Interview erklärte Raúl Vera, der Bischof von Satillo, dass Homosexuellenfeindlichkeit unbiblisch und krankhaft sei. "Warum sollte ist direkt denken, dass Schwule oder Lesben pervers oder lasterhaft sind, wenn sie auf mich zukommen? So reagieren homophobe Menschen. Das ist eine Geisteskrankheit, wenn man Schwule generell als lasterhaft oder promisk ansieht. Dafür muss man krank im Kopf sein." Homosexuelle seien "Menschen, die Respekt verdienen".

Vera berichtete auch von einer Frau, die ihn wegen der Homosexualität ihres Sohnes aufesucht hatte und Schwule als "degeneriert" bezeichnete. Er habe ihr dann gesagt, dass ihr Sohn so geboren worden sei. Leider gebe es "viele Mitglieder der Kirche, die die wissenschatlichen Realitäten beim Thema Homosexualität nicht anerkennen" wollten.

Der Bischof gab dann allerdings selbst eine nicht wissenschaftliche Erklärung, warum eine Person homosexuell wird. Das geschehe, wenn "die Anatomie mit den Hormonen nicht zusammenpasst", so Vera.

Anlass für die Aussage war eine Frage eines Reporters nach Veras Ansicht zu einer Äußerung des Papstes von Ende Juli. In einer spontanen Pressekonferenz in einem Flugzeug hatte Franziskus damals erklärt: "Wenn jemand schwul ist und guten Glaubens den Herrn sucht – wer bin ich, über ihn zu urteilen?" (queer.de berichtete).

Youtube | Interview von Bischof Vera mit englischen Untertiteln
Fortsetzung nach Anzeige


Beliebter Bischof mit Sinn für weltliche Gerechtigkeit

Vera gilt in Mexiko als überaus populärer Bischof mit eigenem Kopf. So prangert er soziale Ungerechtigkeiten, Korruption und Menschenhandel an und hat sich auch bereits mit den mächtigen Drogenbossen angelegt. Vor dem Thema Homosexualität ist er auch schon früher nicht zurückgeschreckt. So startete er etwa ein Programm für junge Homosexuelle, für das er sogar in den Vatikan zitiert wurde. Außerdem unterstützt er seit Jahren eingetragene Partnerschaften für Schwule und Lesben und bot verfolgten Homosexuellen den Schutz der Kirche an. Er wurde wiederholt von konservativen Christen für seine "zu weltliche" Haltung kritisiert und erhielt wiederholt Todesdrohungen.

Im augenblicklich gültigen Katechismus der katholischen Kirche wird erklärt, dass Homosexuellen "mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen" sei. Das für Gläubige verbindliche Handbuch stellt auch fest, dass sich Schwule und Lesben immer versündigten, sofern sie nicht abstinent lebten. Homosexuelle Handlungen sind nach Ansicht der katholischen Kirche "in keinem Fall zu billigen". (dk)

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Tags: katholische kirche, homophobie, mexiko, raúl vera
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Reaktionen zu "Katholischer Bischof: Homophobie ist eine "Geisteskrankheit""


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
23.08.2013
15:55:26


(+3, 7 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Nein, ich widerstehe der Versuchung zur Retourkutsche. Wer will schon auf das niedrige Niveau dieses Klerikers sinken? Daher sag ich schlicht: Alles wie gehabt und eine konsequente Trennung von Staat und Religion bleibt ein zentrales Ziel der Poltik.


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#2
23.08.2013
16:07:22
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Gerechtigkeit


Die Religionen sind naiv. Sie glauben
das Leben ist so beautifule ohne Probleme, dass jeder mit jeder Kinder zeugen müsse. Alle sind gleich behandelt. Es ist nicht so. Außerdem glauben sie nicht an sexuellen Trieb nur Kinder zeugen. Sie denken Analverkehr sei schmutzig und verletzt. Das gleiche ist mit Blutvagina. Beides ist doch durch Hygiene geschützt. Sekularisation. Verweltlichung entzaubern. Schönheit liegt auch an Geld. Unterdruckung und Erniedrigung macht die Leute krank. Barbie Heterofrauen können auch erniedrigt werden. Zu große Heterofrauen- Emanzipation. Nicht geschätzte Frauen auch zu Wechseljahren sind durchaus agressiv.


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#3
23.08.2013
16:07:39


(+7, 9 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Freut mich, dass es auch solche Bischöfe gibt! Ich wünschte mehr würden aufstehen für die Menschlichkeit gegenüber Homosexuellen.


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#4
23.08.2013
16:19:05


(+6, 6 Votes)

Von poormonk


Gottes vielseitige Schöpfung und >seine wunderbaren Wege< bleiben wohl auch weiterhin vielen katholischen Geistlichen verschlossen...


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#5
23.08.2013
16:19:27


(+2, 8 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Wenn die Anatomie nicht mit den Hormonen zusammenpasst?
Also für mich klingt das, als hält er Homosexualität für eine Krankheit, die sich mit Hormonbehandlungen oder Geschlechtsangleichung beheben lässt.
Sehe ich das richtig?

Besonders taktvoll ist seine Aussage in keinem Fall, zeugt auch nicht von besonderer Achtung un sein Mitleid kann er sich an den Kaffeewärmer stecken, den er auf dem Kopp rumträgt.


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#6
23.08.2013
16:22:56


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User Smiley


Die Überschrift habe ich sicherheitshalber dreimal gelesen.

Chapeau Herr Bischof. Tut gut eine Stimme der Menschlichkeit aus der katholischen Amtskirche zu hören. Wobei Herr Bischof wohl auch sonst ein Freund der Vernunft ist und damit nicht hinter'm Berg hält. Guter Mann.

Es ändert an meiner Meinung zu Religion und Katholizismus nichts, aber Ehre wem Ehre gebührt.


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#7
23.08.2013
16:24:11
Via Handy


(-1, 5 Votes)

Von Homofeindlich


Homofeindlich sind vor allem: stark emanzipierte Heterofrauen nicht hoch geschätzt, weniger attraktiv bzw. in Wechseljahren ohne Erfolg im Bereich sexuelle Befriedigung. Aber auch angeblich harte Heteromänner, die manipuliert werden durch Hass eigenes Misserfolges bzw. durch kriegerische Impulse eigener Umgebung oder Ideologie. Was aber
relevant sei, je weniger Weltanschauung Wissen Lehre desto
mehr Untoleranz. Auch alte Leute sind an Untoleranz schuld. Andere Probleme des Alters aber auch weniger Libido und Zurückhaltung von erotischen Emotionen. Deswegen schon in den Schulen soll en verschiedene Orientierungen thematisiert werden. Fortpflanzung oder Forttierung wenns geht.


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#8
23.08.2013
17:00:44
Via Handy


(-4, 6 Votes)

Von Religionen


Religionen sind falsch verstanden. K.Kirche hat zu viele Merkmale von damaliger Moschee Zeit. Untolerant sind erbitterte dicke Priester. Je weniger Vielfalt eines Landes nur Militär Regierung desto weniger Toleranz. Nonnisierung des Volkes ist nicht für jetzige Zeiten. Lesbisierung schon. Ist das nicht das
gleiche? It is.


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#9
23.08.2013
17:04:22


(0, 6 Votes)

Von FOX-News
Antwort zu Kommentar #5 von Harry1972


Ich denke, dass der Bischoff auf die These der Entstehung der Homosexualität durch Hormone abzielt. Siehe auch VÖ der Uni Stockholm / Schweden.

Link zu www.pnas.org

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t#Endokrin
ologie


Auf alle Fälle toll, dass er sich für die Rechte einsetzt, trotz enormen Widerstands aus Rom.

Daumen hoch!


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#10
23.08.2013
17:05:28


(-5, 5 Votes)
 
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 Ort: Satillo


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