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Wegen "Propaganda"-Gesetz

Westerwelle kritisiert erneut Russland


Guido Westerwelle protestiert – nicht in Moskau, aber im "Focus" (Bild: Dirk Vorderstrasse / flickr / by 2.0)

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat erneut Russland für seine intolerante Haltung gegenüber Schwulen und Lesben kritisiert. "Den Umgang mit Homosexuellen in Russland können wir nicht akzeptieren", schrieb Westerwelle in einem Beitrag für die nächste Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Focus".

"Wir beobachten die Entwicklung in Russland sehr genau und halten mit unserer Meinung nicht hinter dem Berg. Ein Klima der Intoleranz und der Einschüchterung hat in einer modernen Gesellschaft keinen Platz", so Westerwelle laut einer Vorabmeldung des Magazins. Deutschland werde der Diskriminierung von Minderheiten immer entschieden entgegentreten, in Russland und überall sonst auf der Welt. "Dafür stehe ich auch persönlich ein", schrieb der Außenminister.

Erneut lehnte der schwule Politiker wenige Monate vor den Winterspielen in Sotschi Forderungen nach einem Olympia-Boykott ab. "Eine Diskussion über Boykotte halte ich für kontraproduktiv. Es wäre falsch, denen das Feld zu überlassen, die gegen Toleranz und Minderheitenschutz sind. Wir müssen noch mehr hinschauen und auch Zeichen setzen." Der Sports öffne auch dort Türen, wo andere Wege verschlossen bleiben, und transportiere Werte wie Offenheit und Fairness. "Große Sportereignisse lenken die Aufmerksamkeit der Welt auch auf Missstände. Das wird auch in Sotschi so sein", betonte der Bundesaußenminister mit Blick auf die Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr.

Westerwelle hatte zuletzt mehrfach öffentlich Stellung gegen das Gesetz gegen "Homo-Propaganda" bezogen, dazu im Januar auch den russischen Botschafter einbestellt (queer.de berichtete), wie er damals exlusiv "Spiegel Online" verriet. Allerdings ist sein Einfluss begrenzt: Anders als die Bundeskanzlerin hat der Außenminister Russlands Präsidenten Wladimir Putin bislang nicht offiziell getroffen. (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Ist Guido Westerwelle ein guter Außenminister?
    Ergebnis der Umfrage vom 26.8.2013 bis 2.9.2013


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Tim_ChrisProfil
  • 24.08.2013, 13:53hBremen
  • Dann freue ich mich schon darauf, wenn Sie, Herr Westerwelle, nicht nur aus der Ferne heraus nette und konsequenzfreie Reden schwingen, sondern bei der kommenden Olympiade in Sotschi im Publikum sitzen und deutlich Flagge zeigen. Selbst wenn Ihre Partei dann längst aus dem Berliner Politikhimmel verschwunden ist und Sie als Außenminister abgedankt haben, könnten Sie damit tatsächlich wenigstens einmal in Ihrem Leben die LGBT-Gemeinde weltweit beeindrucken.
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#3 Olcker EckAnonym
#5 WahlenAnonym
  • 24.08.2013, 16:41h

  • Keine cdu und keine csu wählen. Hollande und Obama yes, a. nein. Es
    war schon außernationaler und nationaler Abschied. Weg mit dieser Frau.
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#6 Harry1972Profil
  • 24.08.2013, 17:19hBad Oeynhausen
  • Große Sportereignisse lenken die Aufmerksamkeit eben nicht auf die Misstände!
    Das war noch niemals so und wird auch in Sotchi nicht so sein.

    Diese Argumentation stammt von denen, die dort Kohle scheffeln wollen. Nur ein kompletter Boykott und die Ächtung Russlands durch die internationale Staatengemeinschaft kann etwas bewirken.

    Aber was kann man von so einem Quatschkopp schon erwarten, der sämtlichen Abstimmungen zu LGBT-Rechten einfach fernbleibt.

    Der Typ ist... (hier bitte einen Kraftausdruck Deiner Wahl einsetzen)
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#7 No FDPAnonym
  • 24.08.2013, 17:29h
  • Ob der eierlose und rückgratlose Dünnbrettbohrer etwas sagt oder nicht, ist so wie der berühmte Sack Reis in China. Er beobachtet mal wieder. Das reicht aber nicht.
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#8 ItchebAnonym
  • 24.08.2013, 18:36h
  • "Deutschland werde der Diskriminierung von Minderheiten immer entschieden entgegentreten"

    Ich lach mich tot ... Mit seinem Abstimmungsverhalten im Bundestag zur Homo-Ehe und Ehegattensplitting hat die verlogene Schwesterwelle gemeinsam mit Oma Merkles Bande doch genau das seit Jahren NICHT getan. Im Gegenteil - Die sind doch DIE Experten in Diskriminierung.
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#9 Hemez
  • 24.08.2013, 19:00h
  • Ausnahmsweise finde ich das was Westerwelle sagt tatsächlich mal richtig. Wirklich überraschen würde er mich wenn nun den Worten auch Taten folgen würden. Ich befürchte nur das dies von Westerwelle zuviel verlangt ist.

    Was bleibt also? Gut gebrüllt, Löwe. Kannst dich wieder hinlegen.
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil