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  • 26.08.2013           7      Teilen:   |

Gleichbehandlung

Erste Eheschließungen in Uruguay

Artikelbild
Omar Salsamendi und Federico Macerattin haben bereits in Argentinien den Bund fürs Leben geschlossen. Jetzt hat auch Uruguay ihre Ehe anerkannt

Im nach Surinam zweitkleinsten südamerikanischen Land feierten am Wochenende die ersten Schwulen und Lesben ihre Hochzeit.

Seit Freitag können auch Schwule und Lesben in Uruguay offiziell heiraten. Die Lokalpresse hat enthusiastisch über mehrere Ehen im 3,5 Millionen Einwohner zählenden Land berichtet. Das Gesetz war im Mai vom uruguayischen Präsidenten José Mujica unterzeichnet worden (queer.de berichtete).

Die erste anerkannte Homo-Ehe wurde jedoch laut AFP bereits vor rund drei Wochen am 5. August geschlossen. Das schwule Rentner-Paar, das seine Identität nicht öffentlich machen wollte, erhielt demnach eine Ausnahmegenehmigung, weil einer der Partner an einem schweren Krebsleiden litt und es nicht sicher war, ob er den Tag der Ehe-Öffnung noch erlebt. Die Eheschließung fand in einem Krankenhaus in Montevideo statt.

Außerdem hat Uruguay bereits vor einer Woche die Ehe von Omar Salsamendi und Federico Macerattin, die bereits im vergangenen Jahr in Argentinien geheiratet hatten, anerkannt. Argentinien war 2010 das erste Land Südamerikas, das die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet hat (queer.de berichtete).

Youtube | Sergio Miranda und Rodrigo Borda geben sich unter großen Medienrummel das Ja-Wort
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Ich bin glücklich, dass ich in Uruguay lebe und nicht in Russland"

Zudem gab es bereits eine Eheschließung am vergangenen Donnerstag, die in Uruguay und in mehreren internationalen Pressemeldungen als "erste" gleichgeschlechtliche Hochzeit bezeichnet wurde. Der 45-jährige Sergio Miranda und sein 39-jähriger Partner Rodrigo Borda gab sich vor 30 Familienmitgliedern und Freunden sowie 100 Medienvertretern das Ja-Wort.

Im Fernsehen dankte das Paar dafür, dass es in einem liberalen Land wie Uruguay lebt: "Während die russische Regierung zur Gewalt gegen uns aufstachelt und uns töten will wie einst die Nazis, können wir in Uruguay heiraten. Wir können unsere Liebe zelebrieren. Ich bin sehr glücklich, dass ich in Uruguay lebe und nicht in Russland", erklärte Miranda der internationalen Presse.

Das Parlament von Uruguay hatte erst im April mit deutlicher Mehrheit die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben beschlossen (queer.de berichtete). Damit werden Homosexuelle in allen Belangen des Eherechts mit Heterosexuellen gleichgestellt. Auch ausländische Schwule und Lesben dürfen dann in Uruguay heiraten. Außerdem wurde das Scheidungsrecht geändert und das Mindestalter für Ehen von zwölf auf 16 Jahre erhöht.

Katholische Kirche: Homos schwächen Hetero-Ehe

Widerstand gegen den Gesetzentwurf der sozialistischen Regierung übte bis zuletzt die katholische Kirche – mit abenteuerlichen Begründungen: Die Leitung der Glaubensorganisation erklärte etwa, dass es sich bei dem Thema nicht um Gleichstellung handle, sondern um eine "widersprüchliche Assimilierung, die die Ehe weiter schwächen wird." Trotzdem stimmten auch viele konservative Abgeordnete für die Gleichstellung.

Die uruguayische Regierung hat derzeit mehrere gesellschaftspolitische Projekten, mit denen sie mit alten Regeln brechen will. So hat das Parlament etwa vor drei Wochen die Legalisierung von Cannabis beschlossen, um eine Finanzierungsquelle des organisierten Verbrechens trocken zu legen. Damit betritt Uruguay Neuland: Selbst in den Niederlanden ist das Rauschmittel offiziell illegal. In Uruguay dürfen Konsumenten jetzt 40 Gramm Cannabis pro Monat in lizensierten Apotheken kaufen. (dk)

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Tags: uruguay, homo-ehe, ehe-öffnung
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Reaktionen zu "Erste Eheschließungen in Uruguay"


 7 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
26.08.2013
15:36:34


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


¡Felicitaciones!


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#2
26.08.2013
15:50:42


(-1, 5 Votes)

Von enthusiast


Würden ihr 40 Gramm reichen? Tee? Kekse?

Link zu www.pinknews.co.uk


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#3
26.08.2013
16:14:38


(+1, 5 Votes)

Von Felix


Herzlichen Glückwunsch nach Uruguay. Noch ein Land, das fortschrittlicher als Deutschland ist...


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#4
26.08.2013
16:43:52


(0, 4 Votes)

Von Tobi Cologne
Antwort zu Kommentar #3 von Felix


Und so lange Angela Merkel mit ihrer schwarz-gelben Schreckentruppe Deutschland im Würgegriff hält, werden auch noch so manche weitere Staaten dazu kommen, die fortschrittlicher als Deutschland sind...


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#5
26.08.2013
18:27:26


(+2, 2 Votes)

Von Marc


Schön, dass ein weiteres Land in der Moderne angekommen ist.

Herzlichen Glückwunsch Uruguay!

Je mehr Staaten die Ehe öffnen, desto besser...


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#6
26.08.2013
18:33:56


(0, 2 Votes)

Von Fennek


"Trotzdem stimmten auch viele konservative Abgeordnete für die Gleichstellung."

Schön, dass man in Uruguay erkannt hat, dass es kein Wertverfall, sondern ein Wertgewinn ist, wenn zwei Menschen füreinander Verantwortung übernehmen wollen...

In Deutschland denkt die schwarz-gelbe Gurkentruppe ja immer noch, konservativ hieße, blind dem Hass der Katholiban zu folgen.


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#7
27.08.2013
00:52:37


(+2, 2 Votes)

Von Timm Johannes


Herzlichen Glückwunsch nach Uruguay !

Damit hat nach Argentinien und Brasilien nunmehr der dritte Staat in Südamerika die Ehe geöffnet.

Und in Kolumbien und in Ecuador gibt es zumindest schonmal seit einigen Jahren ein Lebenspartnerschaftsinstitut.

Es wäre sehr erfreulich, wenn endlich auch aus Chile, Venezuela und Peru gute Nachrichten kommen würden.


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