Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19920

Carsten Schatz kann jetzt Klaus Wowereit Beine machen... (Bild: Die Linke Berlin)

Nach der knappen Niederlage vor zwei Jahren jetzt also doch: Der schwule Linkspolitiker Carsten Schatz wird der erste offen HIV-positive Parlamentarier in Deutschland.

Der 43-jährige Historiker Carsten Schatz wird als Nachrücker für die Linkspartei in das Berliner Abgeordnetenhaus einziehen. Grund: Die bisherige Abgeordnete Martina Michels rückt nach dem Tod des früheren PDS/Linkspartei-Chefs Lothar Bisky in das Europaparlament nach und macht somit den Platz frei für ihren Parteifreund.

Schatz ist der erste offen HIV-positive Abgeordnete in Deutschland in einem Landes- oder Bundesparlament. Seit 1992 ist Carsten Schatz in der Selbsthilfebewegung von Menschen mit HIV und Aids aktiv. So war er bis 2008 unter anderem Vorstandsmitglied von positiv e.V.. Der Verein organisiert bundesweite Treffen HIV-positiver Menschen in der Akademie Waldschlösschen in Niedersachsen. 2008 und 2011 wurde Schatz in den Vorstand der Deutschen Aids-Hilfe gewählt.

Seit 1990 Engagement für Homo-Gruppen

Auf seiner Website erklärt Schatz, dass er bereits zu DDR-Zeiten politisch aktiv gewesen sei, "z.B. in einer unabhängigen Solidaritätsgruppe mit Nicaragua": "Ein Credo meines politischen Lebens ist, Dinge in die eigene Hand zu nehmen und andere dazu zu ermutigen – deshalb engagiere ich mich seit 1990 in lesbisch-schwulen Gruppen." So ist er derzeit Mitglied beim Berliner CSD-Verein. Außerdem engagiert er sich für mehrere gesellschaftliche Gruppen wie ver.di, Pro Asyl, Attac, den Solidaritätsdienst International (SODI) und den Humanistischen Verband Deutschlands (HVD).

Nach der Abgeordnetenhauswahl im September 2011 hatte Schatz bereits den knappen Einzug ins Parlament gefeiert (queer.de berichtete). Zwei Tage später gab der Landeswahlleiter jedoch bekannt, dass in einem Wahlbezirk die Erststimmenergebnisse von SPD und Linkspartei vertauscht wurden und dadurch die Linke ein Überhangmandat verlor – und zwar das von Schatz (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 sperlingAnonym
  • 28.08.2013, 21:10h
  • soso, engagement im humanistischen verband... wäre ja schön, wenn sich endlich mal einer um die absurden kirchenprivilegien kümmern würde! besteht da womöglich hoffung?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 sperlingAnonym
#5 Martin28a
  • 29.08.2013, 05:50h
  • Wieso dieser Artikel nun ?
    Nur weil er HIV pos ist, ist er jetzt nen Star oder was ?
    Andere engagieren sich genausogut, werden auch nicht genannt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 ZeitfensterAnonym
  • 29.08.2013, 08:09h
  • Antwort auf #5 von Martin28a
  • Martin, es hat auch keiner geschrieben, dass andere sich nicht auch engagieren würden.

    Der Kern der Nachricht ist, dass mit Carsten Schatz nun ein Parlamentarier ins Berliner Abgeordnetenhaus nachrückt, der HIV-positiv ist und ganz offen damit lebt.

    Unabhängig von seinem Parteibuch ist das eine gute Nachricht, denn es muntert andere Betroffene auf. Man muss sich für seine Infektion nicht schämen und kann damit sogar Parlamentarier werden! Das ist ein wichtiges Signal.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 ollinaieProfil
  • 29.08.2013, 12:00hSeligenstadt
  • Antwort auf #2 von sperling
  • Schön währe es!

    Aber so rot wie unsere Kommentare sind, sehe ich Schwarz (-Gelb)!

    Schwule sind, wie das mal wieder beweißt, eben ganz normale Menschen mit genau der gleichen Durchschnittsintelligenz.

    Und obwohl LGBT-Menschen auf Grund ihres anderen Blickwinkels es eigentlich besser sehen müßten sind anscheinend (zu) viele nicht willens oder in der Lage sich von Glauben oder wenigstens ihrer Kirche zu lösen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 sperlingAnonym
#9 kümmererAnonym
#10 ollinaieProfil
  • 29.08.2013, 13:49hSeligenstadt
  • Antwort auf #9 von kümmerer
  • Spaß beiseite: Die Grünen werden auch von Jahr zu Jahr uninteressanter.

    Für mich als Betroffener ist der Grundrechtsverletzende Entschluß zum Thema männliche Genitalverstümmelung (§1631d BGB) ein Schlag ins Gesicht und somit auch diese Partei unwählbar geworden!

    Für andere LGTBs mag gelten das man von den 'etablierten' eine nicht wählen sollte und eine keinesfalls wählen darf!

    Aber das sieht TJ sicher anders.
  • Antworten » | Direktlink »