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  • 31.08.2013           30      Teilen:   |

Adoptionsrecht für homosexuelle Paare

LSU: Kauder spricht nicht für die Union

LSU-Chef Alexander Vogt will Kauder vom "Holzweg" holen
LSU-Chef Alexander Vogt will Kauder vom "Holzweg" holen

Die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) haben Unions-Fraktionschef Volker Kauder zur "Mäßigung im Ton" aufgerufen.

In einer Pressemitteilung kritisierte der Bundesverband der Unions-Homos insbesondere Kauders Ankündigung, dass CDU und CSU in keiner denkbaren Koalitionsvariante ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Lebenspartner unterstützen würden (queer.de berichtete).

"Volker Kauder spricht nicht für die gesamte Union", stellte LSU-Bundesvorsitzender Alexander Vogt dazu fest. "Am Ende wird nicht Volker Kauder allein entscheiden. Das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Ehegattensplitting hat erneut gezeigt, dass sich CDU und CSU in Sachen Gleichstellungspolitik mehrheitlich immer noch auf dem Holzweg befinden." In den vergangenen zwei Jahren habe sich in den Unions-Parteien viel bewegt, so Vogt. Das zeigten Diskussionen auf dem CDU-Parteitag im Dezember vergangenen Jahres und auch in der Bundestagsfraktion.

"Wir wissen, dass wir bei der Frage der Adoption noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen", sagte Vogt weiter. Insbesondere die Äußerung Kauders, dass ein Aufwachsen bei schwulen oder lesbischen Paaren dem Kindeswohl schaden würde, sei weder gesellschaftlich noch wissenschaftlich haltbar. "Diese Position, die Kauder in anbiedernder Weise gegenüber christlichen Fundamentalisten zum Ausdruck gebracht hat, ist nicht zukunftsfähig. Der Logik zufolge müsste man allen allein erziehenden Eltern die Kinder wegnehmen und sie in Obhut von Pflegeltern geben – das kann selbst Volker Kauder nicht ernsthaft wollen."

Kauder hatte dem christlich-evangelikalem Portal "idea" gesagt, dass es mit der Union weder ein Adoptionsrecht noch die Ehe-Öffnung für gleichgeschtliche Paare geben werde. "Ein volles Adoptionsrecht kann mit der Union in keiner Koalition vereinbart werden. Darauf können sich Christen, die uns wählen, verlassen", so Kauder. (cw)

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Tags: volker kauder, adoptionsrecht, gleichstellung, cdu/csu, lsu
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Reaktionen zu "LSU: Kauder spricht nicht für die Union"


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
31.08.2013
13:50:10


(-2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Hoffentlich verpufft die Gegenreaktion auf das von Herrn Kauder postulierte Homophobie nicht!


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#2
31.08.2013
13:58:29


(+5, 7 Votes)

Von Rechtsrandgebiet


"mehrheitlich immer noch auf dem Holzweg befinden."

Youtube-Video:


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#3
31.08.2013
17:51:05
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von Alex


"LSU: Kauder spricht nicht für die Union"

Die LSU aber auch nicht.

Und man braucht sich ja nur mal Parteitagsbeschlüsse anzusehen um zu wissen, dass die überwältigende Mehrheit der Union genau wie Kauder denkt.


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#4
31.08.2013
18:59:38


(+3, 5 Votes)

Von Hugo


"Volker Kauder spricht nicht für die gesamte Union",...."
Spricht er aber für die Mehrheit oder die Minderheit in den Unionen?


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#5
31.08.2013
19:07:10


(+4, 6 Votes)

Von Sveni Mausi


Hmm, also schaut man sich die Positionen an, dann spricht Kauder für die Union und ihre Wähler.
Die LSU wird nur geduldet.


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#6
31.08.2013
19:10:59
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Timon
Antwort zu Kommentar #3 von Alex


Richtig. Die bisherige Politik der Union entsprach genau der Meinung von Kauder.

Und dann will die LSU uns wieder mal verarschen und so tun als wäre die Union nicht so homophob wie Kauder und Co.

Für wie dumm halten die uns? Die vergessen, dass wir 4 Jahre gesehen haben, was die Union anrichtet.


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#7
31.08.2013
19:42:49
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von abcgast


Ich frage mich, wieso ein Mensch seine knappe Lebenszeit damit verschwendet, die dümmlichen Eskapaden dieser Halbbraunen irgendwie weichzuspülen. Gibt es denn sonst nix besseres zu tun? Keine Steine mehr auf den Berg zu rollen?


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#8
31.08.2013
22:19:55


(-6, 6 Votes)

Von Jörg Hahnen


Der Herr Kauder von der CDU versteht die Welt nicht mehr. Schön und gut, sein Problem. Aber Schwule und Lesben brauchen die Eheöffnung überhaupt nicht, und sind somit auch nicht auf die "Gnade" dieser angeblich so alternativlosen Politik von CDU/CSU angewiesen. Denn Fakt ist: Es wäre bereits heute mit einfacher Mehrheit im Bundestag möglich, die Eingetragene Partnerschaft vollwertig auszustatten. Daran hätte dann weder die Union zu kritteln, noch die katholische Kirche, die ja in der allgemeinen Öffnung des Begriffs Ehe eine Abwertung sieht, was es ja in Wirklichkeit nicht ist, sondern eine Aufwertung konservativer Paarbeziehungen, die in der Wertigkeit der heterosexuellen Ehe gleichzusetzen sind. Es gibt im bürgerlichen Lager auch Alternativen zu dieser "lahmen" CDU/CSU. Die AfD ist eine Partei, die einfach realistisch genug ist zu erkennen, dass es keine Mehrheit für eine komplette Öffnung der Ehe im Bundestag gibt. AfD-Spitzenmann Prof. Dilger (Landesvorsitzender NRW und Spitzenkandidat für den Deutschen Bundestag), hat sich unlängst in seinem Blog öffentlich, für die Gleichstellung homosexueller Paare, auch in Sachen Adoptionsrecht ausgesprochen. (siehe Link:
Link:
alexanderdilger.wordpress.com/

) Es ist also nicht wahr, dass die AfD gegen Homosexuelle und deren Rechte wettert.


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#9
31.08.2013
23:12:12


(+5, 5 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Typen wie Kauder, der ja aus dem evangelikalen Dunstkreis stammt wähnen sich "im Auftrag des Herrn" unterwegs und beziehen ihrer Legitimation nicht aus dem Wählerauftrag, sondern auch einer sog. höheren Macht, die über allem steht. Das steht so in der Bibel bzw. sie glauben, daß das da so steht und damit ist es Gottes Wort, welches allemal eine höhere Wertung hat als das Grundgesetz.
Es ist im Grunde genommen eine ähnliche Ideologiebasis wie man sie bei Salafisten und Taliban findet.
Denen kann man nicht mit Argumenten kommen. Man muß ihnen die Basis entziehen. Und das erreicht man nur durch einen langwierigen Kampf gegen Aberglaube, für die absolute Trennung von Staat und Kirche und den Einsatz für Bildung von Kindesbeinen an.
Das bedeutet u.a. auch dafür zu sorgen, daß Schulen und KiTas nicht mehr unter kirchlicher Trägerschaft laufen, damit dieser schleichenden Indoktrinierung von Anfang an Einhalt geboten wird.
Die Bibel ist schließlich nur eine mehr oder weniger schöne Märchensammlung, stilistisch noch nicht einmal besonders hochwertig geschrieben. Da könnte man ein Gesellschaftssystem genauso gut auch auf Basis der Märchen aus 1001er Nacht entwickeln.


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#10
31.08.2013
23:38:41


(+7, 7 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #8 von Jörg Hahnen


>"Aber Schwule und Lesben brauchen die Eheöffnung überhaupt nicht"

warum wollten die "farbigen" in den usa nicht mehr auf gesonderten bänken für "farbige" sitzen, keine gesonderten schulen mehr besuchen, keine gesonderten WCs benutzen und in den bussen auch vorne sitzen?

kommen Sie drauf?

Ihre penetrante wahlwerbung für die afd unter verschiedenen namen in verschiedenen threads, in denen es überhaupt nicht um die afd geht, fängt übrigens an, extrem zu nerven.


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