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  • 31.08.2013           6      Teilen:   |

Live-Ankündigung im Fernsehen

Homo-Protest in Sotschi im September

Artikelbild
Nikolai Aleksejew kündigte in einer Live-Sendung zudem an, nicht zurückzutreten

Der russische LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew hat zu einer Demonstration beim letzten Delegiertentreffen vor den Olympischen Winterspielen aufgerufen.

In Sotschi wird es am 26. September den ersten Protest von Lesben und Schwulen geben: Wie der russische LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew am Samstag in einer Live-Sendung des Staatssenders RT ankündigte, plant er einen Protest zum letzten großen Sportdelegiertentreffen vor den Olympischen Winterspielen.

Für den Tag ist eine Inspektion der Sportstätten für den nächsten Februar und eine IOC-Pressekonferenz geplant. Aleksejew, der den CSD in Moskau organisiert, hatte bereits mit seinem GayRussia-Team einen CSD zum Beginn der Spiele geplant. In der letzten Woche waren allerdings durch Präsident Wladimir Putin alle Demos während der Spiele in einem Großteil von Sotschi per Dekret verboten worden (queer.de berichtete). Wie andere Aktivisten will der 35-Jährige dagegen klagen.

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Kein Rücktritt von Aleksejew

In der Live-Debatte kündigte Aleksejew zudem an, nicht zurückzutreten, sondern weiter für Homo-Rechte kämpfen zu wollen. In den letzten Tagen hatte er, nicht zum ersten Mal, öffentlich über einen Rücktritt nachgedacht, nachdem ihm der in Russland geborene US-Aktivist und Pornoproduzent Michael Lucas vorgeworfen hatte, ein "Schoßhund" Putins zu sein. Bereits zuvor hatten einige US-Aktivisten kritisiert, er äußere sich zu regimefreundlich.

Anlass waren zunächst Einträge von Aleksejew auf seiner Facebookseite, die teilweise sehr ausfällig und beleidigend gegenüber US-Aktivisten waren, wie auch ein Gastbeitrag auf RT.com, in der er sich wie die meisten anderen russischen LGBT-Aktivisten gegen einen Olympia-Boykott stellte und das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" faktenreich ins Verhältnis setzte.

Allgemein herrscht unter russischen Aktivisten Verwunderung über einige internationale Aktivisten, die etwa an einem umstrittenen Wodka-Boykott festhalten und russischen Aktivisten teilweise das Recht absprechen, für sich selbst zu sprechen.

Der Sender RT nutzte das in der Sendung geschickt, um von einer Art Russenphobie zu sprechen – während Homophobie in einem Einspieler als weltweites Problem heruntergespielt wurde. Aleksejew und der zugeschaltete britische Aktivist Peter Tatchell konnten das aber widerlegen, verwiesen etwa auf die fehlende Versammlungsfreiheit in Russland: Anders als das "Propaganda"-Gesetz führten Verbote von CSDs und ähnlichen Protesten seit Jahren zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen.

Der Angriff von Lucas, der von Kreml-Medien umfassend aufgegriffen wurde und gegen den sich Aleksejew auch in der RT-Sendung wehren musste, kam wenige Stunden, nachdem es eine mehrstündige Razzia in der Wohnung des Aktivisten gegeben hatte (queer.de berichtete, er soll die Autorin des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" via Twitter beleidigt haben). In der Sendung bat Aleksejew erneut, man solle auf russische Aktivisten hören. (nb)

Youtube | Das Video der Sendung
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Tags: russland, sotschi, olympia, nikolai aleksejew, michael lucas
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Reaktionen zu "Homo-Protest in Sotschi im September"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
31.08.2013
20:50:14


(+6, 8 Votes)

Von Yellow Press


Ah, der Peinliche mal wieder. Hat sich Lucas straffen lassen?

Bild-Link:
image-535613-galleryV9-moun.jpg


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
31.08.2013
21:03:45


(+5, 7 Votes)
 
#3
31.08.2013
21:14:39


(+2, 4 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Yellow Press


Na und?Solche Bilder gibt's doch von fast Jedem!


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#4
31.08.2013
23:15:50


(+1, 3 Votes)
 
#5
01.09.2013
11:21:10


(-3, 5 Votes)
 
#6
02.09.2013
08:06:43


(+1, 3 Votes)

Von Daniel Cool


WIE KANNST DU HELFEN ?
Viele fragen, wie können wir den russischen homosexuellen Aktivisten vor Ort unterstützen ?

KOPIERE und TEILE diesen SPENDENAUFRUF mit deinen Freunden und Bekannten

Was soll unterstützt werden und welches Projekt ?
Wir haben viele Gerichtsverfahren entstanden durch die Homosexuell Propaganda Verbote und anderen LGBT-Verletzungen.
Wir haben der Regierung Geldstrafen zu zahlen.
Wir haben das SOCHI-PRIDE-PROJECT vor uns.

SPENDE an die LGBT-Organisation:
GayRussia Fund
Sie ist eine transparente und rechenschaftspflichtig
russische LGBT Organisation. Das Geld erhalten die Aktivisten.

Link zu www.facebook.com

Spende mit PAYPAL an:
moscowpride (at) yahoo.com

"Wir haben keine Zuschüsse seit dem Start im Jahr 2006. Wir erreichten schon große Siege für LGBT-Rechte in Russland bei internationalen Gerichten.
Wir brauchen DEINE Hilfe und Unterstützung. Bitte Spende."

Danke.

Nikolai Alekseev

Russischer LGBT-Aktivist, Jurist und Journalist.

Link:
en.wikipedia.org/wiki/Nikolay_Alexeyev


Orginal Spenden Aufruf ... siehe Seite

Link zu www.facebook.com


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