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Braucht man wegen diesen Leckereien eine Penispumpe? (Bild: Rick McCharles / flickr / by 2.0)

Mit einer gewagten These machen die radikalen Tierschützer wieder einmal von sich reden: Der Genuss von zu vielen Chicken Wings soll die Penisgröße im Mutterleib schrumpfen lassen.

Von Carsten Weidemann

Während der Schwangerschaft soll man schon nicht rauchen oder trinken, aber jetzt kommt laut der US-Tierschutzorganisation PETA ein neues Verbot hinzu: Denn wenn eine schwangere Frau Hühnchen isst, kommt der Sohn mit einem Mini-Penis zur Welt. So argumentiert zumindest PETA-Kampagnenleiterin Lindsay Rajt in einem Brief an das "National Buffalo Wing Festival", ein jährlich stattfindendes Volksfest im US-Bundesstaat New York zu Ehren des Hühnchenflügels, bei dem es unter anderem öffentliche Wettessen gibt.

"Ich wende mich an Sie, weil ich Sie zumindest bitten möchte, dass schwangere Frauen nicht mehr an einem ihrer Wettbewerbe teilnehmen dürfen", schreibt Rajt. Grund: "Der Konsum von Hähnchenfleisch könnte schon im Mutterleib zu Geburtsfehlern führen, inklusive unterdurchschnittlichen Penisgrößen für neugeborene Jungs. Ich denke, wir sind einer Meinung, dass diese Verlegenheit und Verunsicherung keine kleine Angelegenheit ist", kalauerte die Aktivistin in dem Brief.

PETA biegt die Wahrheit

Um eines vorweg zu nehmen: Das Festival ist am Wochenende ganz normal über die Bühne gegangen. Einer der Gründe dürfte sein, dass PETA es mit der Wahrheit nicht so genau genommen hat. Es gibt keine Studie, die die Gleichung "Hähnchen gleich Penisschrumpfung" unterstützt.

Die Tierschützer nehmen in ihrem Brief zwar Bezug auf eine Studie im Fachmagazin "Study for Future Families", schreiben aber nicht genau, welche. Wahrscheinlich beziehen sie sich dabei auf eine Untersuchung von Phthalaten. Diese Stoffe kommen auch in Hühnchen vor und können tatsächlich Geburtsfehler auslösen.

Allerdings müsste die Mutter wohl tonnenweise Hähnchenschenkel in sich hineinstopfen, um diese Wirkung zu erhalten. Viel gefährlicher sind dagegen verpackte Lebensmittel – egal ob vegetarisch oder fleischlich -, weil Phthalate in Plastik als Weichmacher eingesetzt werden. So sind besonders hohe Werte in Gewürzmischungen festgestellt worden, von denen die meisten vegan sind.

"Arg weit hergeholt"

Sogar die Autorin der Studie, Professorin Shanna Swan von einer staatlichen medizinischen Hochschule in New York, hat PETA widersprochen: "Eine Verbindung zwischen dem Genuss von Buffalo-Wings durch schwangere Frauen und die Penisgröße ihre Söhne herzustellen, ist arg weit hergeholt", sagte Swan im Magazin "Women's Health".

PETA-Aktivistin Rajt deutet in dem Brief an die Volksfest-Veranstalter nach der Penis-Mär auch den wirklichen Grund ihrer Aufregung an. Denn die Tierschutzorganisation kritisiert seit Jahrzehnten die Tierhaltung und fragt, ob es wirklich nötig ist, Tiere massenhaft und industriell für menschlichen Konsum zu töten. Um diese Botschaft zu unterstützen und die Weltbevölkerung zu Veganern umzuerziehen, geht die Organisation mit anderen Fakten sehr locker um.

Die Tierschützer haben bereits in der Vergangenheit mit provozierenden Vergleichen für Aufregung gesorgt und dabei auch antisemitische Ressentiments bedient: So geriet die amerikanische Tierschutzorganisation 2004 in Deutschland mit einer Werbekampagne in Verruf, in der die Massentierhaltung von Hühnern mit der Behandlung von Juden in Konzentrationslagern verglichen wurde. Jüdische Organisationen warfen den Tierschützern daraufhin eine Relativierung des Holocausts vor, mehrere deutsche Gerichte untersagten die Werbeaktion.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 TheDad
  • 04.09.2013, 18:04h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Hier geht es nicht darum ob Butter dick macht..

    Die Einflüße von Hormonen und Hormonell wirksame Stoffe wie Weichmacher aus Plastiktüten z.B. auf die körperliche Entwicklung von Kindern ist ein weitreichend unerforschtes Gebiet..

    Seit Mitte der 80´er Jahre kann allerdings beobachtet werden das es eine Zunahme von Störungen in der Geschlechts-ausbildung von Jungen durch diese hormonellen Umwelteinflüße gibt..

    Damit einhergehend kommt es auch zum signifikanten Rückgang der durchschnittlichen Spermienzahl..
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#3 LestatProfil
  • 04.09.2013, 19:44hSchwerin
  • Jungs, hetzt doch bitte nicht gegen PETA!
    Die sind nun wirklich alles andere als "radikal"!
    Manchmal hat PeTA-USA etwas komische Ansichten aber im Grunde sind das die guten! Kritisch betrachten sollte man besser den "WWF" und Konsorten!
    Ich esse Fleisch, bin Fördermitglied von PETA und das ist auch gut so!
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#5 OberstudienratAnonym
#6 RinderbaronAnonym
#7 PicaAnonym
#8 SabaAnonym
  • 05.09.2013, 11:45h
  • Ob die "Peta"-Organisation wirklich Tierschützer sind, oder nur eine geniale Geschäftsidee hatten? Auf jden Fall dokumentieren tatsächliche Tierschützer einige Ungereihmtheiten bei den umsatzerfolgreichen "Peta"tanern:

    "Peta wieder in Erklärungsnot: Töten Peta-Veganer tausende Hunde und Katzen?"

    haolam.de/Europa-Welt/artikel_12912.html
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#10 SabaAnonym