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Zwei Urlaubsziele in einer Reise

Stopover auf Island


Eine erfrischende Dusche nach dem Bad in der Blauen Lagune - allein für diesen Augenblick lohnt der Zwischenstopp auf Island (Bild: Oliver Wilkinson / flickr / by 2.0)

Bei Flügen nach Orlando, New York, Toronto und anderen Destinationen in Nordamerika bietet Icelandair eine kostenlose Unterbrechung in Reykjavik an.

Es sind nicht nur Raucher, die bei Langstreckenflügen auf Umsteigeverbindungen schwören. Während die einen nicht acht oder mehr Stunden auf eine Kippe verzichten können, sehen die anderen die Chance, auf einer einzigen Reise gleich mehrere spannende Destinationen zu entdecken.

Besonders einfach macht es die LGBT-freundliche Fluggesellschaft Icelandair ihren Gästen, die zwischen Europa und Nordamerika unterwegs sind: Bis zu sieben Tage können Passagiere die Reise in Reykjavik unterbrechen – und das ohne jeden Flugaufpreis.

Neugierig geworden? Im Folgenden geben wir ein Beispiel, was man in 25,5 Stunden auf Island alles anstellen kann.


Icelandair gilt als eine der LGBT-freundlichsten Gesellschaften der Branche (Bild: Icelandair)

15:25 Uhr. Der Flieger aus Frankfurt landet pünktlich am Keflavik Airport, dank kostenlosem Entertainement System an Bord kamen einen die dreieinhalb Stunden an Bord noch kürzer vor. Da Island dem Schengen-Abkommen beigetreten ist, entfällt die nervige Passkontrolle. Nach 20 Minuten steht man bereits vor dem Terminalgebäude und atmet die besonders klare, frische isländische Luft.

16:15 Uhr. Erster Stopp ist die nicht weit vom Flughafen entfernte Blaue Lagune – ein einzigartiges geothermal beheiztes Bad mit naturblauem Wasser, das inmitten schwarzer, bizarrer Lavafelder liegt. Das heiße Bad in dem mit Kieselsäure und Salz angereichertem See hilft zum Beispiel bei Hautleiden wie der Schuppenflechte und bringt das Immunsystem in Schwung. Mitten in der Lagune gibt's eine Bar, an der man sich mit Wein oder Bier stärken kann. Allein für diesen Augenblick hat sich der Zwischenstopp gelohnt!

20:00 Uhr. Nach der Weiterfahrt nach Reykjavik und dem Einchecken im Hotel geht's zum Abendessen. Islands Küche bietet Spezialitäten, die man sonst nirgendwo findet. So sind die Inselbewohner beispielsweise sehr kreativ beim Erstellen neuer Feinkostsalze. Schon mal Meersalz und Geothermalsaline, gemischt mit Blau- oder Wacholderbeeren, Seetangsalz oder Rhabarber-Engelwurzsalz, probiert? Passt gut zum geschmorten Stockfisch, zum pochierten oder gestampften Schellfisch oder zum Seeteufel im Speckmantel. "Lammkeule in Blaubeermarinade", das klingt ebenfalls fantastisch. Und so schmeckt es auch!

22:00 Uhr. Die Isländer lieben es, zu feiern. Vor allem am Wochenende fließen die "Gull"-Biere und "Reyka"-Wodkas in Strömen – Partymonster sollten ihren Stopover entsprechend planen). Ausländischen Besuchern gegenüber sind die Einheimischen sehr aufgeschlossen, man kommt schnell ins Gespräch – ob in den gemischten Bars oder den queeren Clubs wie dem "Kiki". Ein Riesenvorteil gegenüber anderen Großstädten sind die kurzen Wege: In Reykjavik kann man zu Fuß von Bar zu Club ziehen. Die Heimfahrt mit dem Taxi kostet in der Regel nur ein paar Euro.


Tolerantes Island: Warntafel an einer gewöhnlichen Kneipe in Reykjaviks Haupteinkaufsstraße Laugavegur (Bild: Micha Schulze)

24:00 Uhr. Zwischen Oktober und März lohnt es sich, die Partynacht für einen kleinen Ausflug in die Natur zu unterbrechen. An klaren, kalten Winternächten kann man nämlich mit einigem Glück tanzende Nordlichter in Grün, Violett und Orange am isländischen Himmel beobachten. Dieses Naturschauspiel ist ein unbezahlbares Erlebnis und eine bleibende Erinnerung!

09:00 Uhr. Für einen Stadtbummel am nächsten Morgen sollte der Wecker frühzeitig klingeln. Von der Perlan, einem markanten, perlenförmigen Gebäude hoch oben über dem Hügel Öskjuhlíð gelegen, genießt man die perfekte Rundum-Aussicht auf Reykjavik. Weitere unverzichtbare Anlaufpunkte sind die Hallgrímskirkja, der Teich Tjörnin am Rathaus und natürlich das einzige Penismuseum der Welt.

12:30 Uhr. Vor dem Weiterflug nach Nordamerika bietet sich ein wenig Entspannung an. Die Einheimischen treffen sich dafür täglich zum Plausch in einem der zahlreichen geothermalen Freibäder, den so genannten Hotpots. Man fängt mit geringer Wärme an und steigert sich bis zum heißesten Hotpot mit etwa 45 Grad, anschließend kühlt man sich an der frischen Luft ab und beginnt dann wieder von vorn. Wellness für Körper und Geist zum Schnäppchenpreis!

14:30 Uhr. Mit dem Flybus, der auch kostenlosen W-Lan bietet, geht es schließlich zurück zum 50 Kilometer von der Stadt entfernten Flughafen. Die Maschine nach New York startet um 17:00 Uhr, die Flugverbindungen zwischen Europa und Nordamerika sind perfekt aufeinander eingestimmt. Clevere Traveler haben auch ein Stopover für den Rückflug gebucht – denn auf Island gibt es noch so viel mehr zu sehen! Unser Tipp: der beeindruckende Tagesausflug zum "Golden Circle" mit dem Geysir Strokkur, dem Wasserfall Gullfoss und dem National Park Þingvellir, in dem man das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten beobachten kann. (cw)

Weitere Infos

Bei Reisen in die USA und nach Kanada bietet Icelandair einen bis zu siebentägigen Zwischenstopp auf Island ohne Flugaufpreis an. Mögliche Destinationen sind Anchorage, Boston, Denver, Edmonton (ab 26. Närz 2014), Halifax, Minneapolis, New York, Orlando, Seattle, Toronto, Vancouver (ab 13. Mai 2014) und Washington DC. Islands internationaler Flughafen Keflavik wird direkt von Genf (ab 24.05.2014), Hamburg, Frankfurt, München und Zürich angeflogen. Das Stopover-Angebot kann selbstverständlich auch während der LGBT-Festivals Rainbow Reykjavik im Februar oder dem Hinsegin dagar (CSD) im August. Icelandair unterstützt nicht nur seit vielen Jahren schwul-lesbische Events, sondern gilt mit ihrer strikten Antidiskriminierungspolitik als einer der LGBT-freundlichsten Gesellschaften der Branche.


#1 WikingerAnonym
  • 05.09.2013, 16:30h
  • Bekommt queer.de eigentlich Prozente, wenn es dauernd für Island als schwules Reiseziel wirbt?
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Wahlberliner
  • 05.09.2013, 17:22h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • Was mich stört an diesen Berichten, ist die "Gleichrangigkeit" mit politischen und gesellschaftlichen Themen bei queer.de.
    Solche Berichte sind ja ok und auch interessant, betreffen aber nur die gutverdienende Mittelschicht. Es gibt aber auch schwule, einfache Dienstleister mit geringem Gehalt, Arbeitslose usw., die sich solche Reisen überhaupt nicht leisten können!
    Ich wünschte mir, dass solche Berichte in eine eigene Rubrik gestellt werden, die nicht mit den "Haupt-Artikeln" auf einer Stufe steht!
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#4 IslandAnonym
#5 germancanadian
  • 05.09.2013, 21:32h

  • In meiner Welt muss man kein "gutverdiener" sein um andere Länder zu besuchen (zumindest nicht wenn man von Deutschland kommt). Zudem stört es mich auch nicht, dass ich "gezwungen" werde Produkte im Ladenschaufenster zu sehen, welche ich mir nicht leisten kann. Was ja auch ein ansporn sein kann etwas mehr zu arbeiten, falls man denn überhaupt arbeiten will!
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#6 David77Anonym
  • 05.09.2013, 22:05h
  • Antwort auf #5 von germancanadian

  • Ich bin kein Gutverdiener und hab zuletzt 2007 Ferien im Ausland gemacht. Mein letzter Sommerurlaub war sogar 2004!
    Auf viele neue Produkte kann ich allerdings auch verzichten. Würden viele heutige Kiddies auch, wenn sie sich alles zusammensparen und mühsam selbst verdienen müssten. Das prägt fürs ganze Leben und man überlegt, ob der neueste technische Hype es einem wert ist.
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#7 deep southAnonym
  • 06.09.2013, 18:58h
  • Island: 6 Monate Dunkelheit. 12 Monate Kälte. Erdbebengefahr. Vulkanismus. Feminismus. Drohende Internetzensur.
    War da noch was?
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 FOX-NewsAnonym
  • 07.09.2013, 19:35h
  • Wer eben nix verdient, kann auch nicht nach Island. Das ist eben auch nur gerecht. Island ist wirklich super!
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil