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Auf retrofuturistischer Mission

M aka Matthieu Chedid


Der französischer Rocksänger und Gitarrist Matthieu Chedid ist unter dem Pseudonym M bekannt (Bild: Martin Fraudreau)

  • 06. September 2013, Noch kein Kommentar

Das Erfolgs-Album "Îl" des französischen Superstars ist nun auch in Deutschland erschienen.

Im Laufe der vergangenen 15 Jahre ist M aka Matthieu Chedid zum wahrscheinlich größten Star der frankophonen Szene geworden. Er füllt in Frankreich Stadien. Zum Auftakt seiner Promo-Kampagne zum aktuellen Album "Îl" spielte er einen Überraschungsgig in der Pariser Metro – die Folge: Verkehrschaos. Bei einer spontanen Minitour in Deutschland im März 2013 sorgten allein die französischen Fans für volle Häuser.

Mit "Îl" legt Matthieu Chedid aka M nun ein Album vor, mit der er auch seine deutsche Fangemeinde vergrößern will. Und dazu ist alles angerichtet. Vorbei an der Konformität des Mainstreams gelingt es Chedid, fantastisches Songwriting massenwirksam umzusetzen. Erfolg und Niveau, ein Spagat, der M spielend gelingt. Er integriert Rock, Funk, Soul, Blues, Chanson und Ethno-Beat und schafft zusammen mit seiner signifikanten Stimme einen unverwechselbaren Sound.

Die Bühnenfigur M wurde durch Comics inspiriert


Die deutsche Ausgabe von "Îl" erscheint mit Übersetzungen der Texte und mit den Bonusstücken "L'île intense" (Part 1&2) und "Enihcam"

Das Alter Ego M hat er sich zugelegt, um Distanz zu seinem Vater, dem bekannten Chansonnier Louis Chedid, zu schaffen. Auch mit der Tradition des Vaters hatte Matthieu Chedid wenig am Hut. Sein Ziel war es von Anfang an, seine Songs auf die großen Rockbühnen und nicht in die Theater der Varieté Française zu bringen. Die Bühnenfigur M wurde durch Comics, die ihn wie viele junge Franzosen in seiner Kindheit sehr beeinflusst haben, inspiriert. Dazu passen seine glamourösen Show-Outfits, aufwendige Bühnengestaltungen und – ohne die wird er kaum erkannt – eine Frisur in Form des Buchstabens M. "Wenn ich auf der Bühne bin, dann bin ich in einer Rolle, das Publikum spielt Publikum, Matthieu spielt M, jeder spielt eine Rolle, und mir selbst ermöglicht das, eine gesunde Distanz zur Welt der Pailletten zu wahren." Eine Distanz, die auch musikalische Auswirkungen hat, wie uns Chedid im Interview verrät: "'Alles was tief ist, liebt die Maske' sagt Nietzsche. Da ist was dran. Die Maske M erlaubt es mir tiefer zu gehen, als ich es als Matthieu könnte."

Der Titel "Îl" des neuen Album ist eine wortspielhafte Verknüpfung von "il" (er) und "île" (Insel) und symbolisiert für ihn ein neues musikalisches Territorium, das er mit dem Album betreten wollte. "Ich muss mich selbst immer überraschen. Das heißt, dass ich jedes Album in einer neuen Klangfarbe machen will, neue Welten erschließen möchte. Mit der neuen Platte wollte ich ein 'retro-futuristisches' Album machen. Einerseits mit einem sehr organischen Klang, angelehnt an die Musik, die wir alle sehr mögen, diese warmen Klänge der Musik der 60er und 70er Jahre (..).. Und gleichzeitig wollte ich einen sehr zeitgenössischen Sound, den elektronische Instrumente und neue Geräte erzeugen. Das Elektronisieren meiner Musik, das war das eigentliche Ziel dieses Albums."

Youtube | Hörprobe aus dem Album: "Baïa"
Tourdaten

27.09.2013 Hamburg – Reeperbahnfestival
28.09.2013 Düsseldorf – Zakk
29.09.2013 Berlin – Astra
01.10.2013 Amsterdam (NL) – Melkweg
02.10.2013 Karlsruhe – Tollhaus