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Ein Transmann hat in Berlin bereits im März einen Sohn zur Welt gebracht (Bild: Thomas / flickr / by 2.0)

Erstmals gibt es in Deutschland Berichte darüber, dass ein Transmann ein Kind zur Welt gebracht hat.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist ein Transmann in Berlin bereits am 18. März "Mutter" eines Jungen geworden. Die Boulevardzeitung beruft sich dabei auf einen Vermerk des Jugendamtes Berlin-Neukölln, in dem von der "Hausgeburt (!) eines Transsexuellen (biologisch weiblicher "Mann")" die Rede ist. Die Schwangerschaft soll durch eine anonyme Samenspende zustande gekommen sein.

Laut dem Jugendamt wollte der Mann eine Hausgeburt mit Hilfe einer Hebamme durchführen, da Krankenhäuser verpflichtet sind, bei jeder Geburt den Namen der Mutter anzugeben. Das wollte der Mann vermeiden, weil das Kind offiziell nur einen Vater haben sollte. Das wurde auch so in der Geburtsurkunde vermerkt. Dem Gesetz nach dürfen Transpersonen im Personenstandsregister ihr gefühltes Geschlecht eintragen lassen.

Laut "Bild" gibt es eine rechtsanwaltliche Bestätigung, dass es sich bei dem Kind um einen Jungen handelt. Das wurde aber vom Jugendamt nicht bestätigt, weil der Transmann das Geschlecht des Kindes nicht öffentlich machen wollte.


Thomas Beatie ist der bekannteste Transmann, der ein Kind zur Welt gebracht hat. Der Amerikaner tingelte mit seiner Geschichte durch viele US-Talkshows (hier mit Moderatorin Oprah Winfrey)

In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über Transmänner, die ein Kind zur Welt gebracht haben. In den meisten Fällen wollen die "Mütter" anonym bleiben. Der bislang bekannteste Fall war der des Amerikaners Thomas Beatie, der sich 2000 einer Geschlechtsanpassung unterzogen hat, aber seine weiblichen Geschlechtsorgane auf eigenen Wunsch nicht entfernen ließ. Als sich herausgestellt hat, dass seine Ehefrau unfruchtbar war, entschloss sich das Paar, dass der Mann das Kind austragen soll. Daraufhin machte Beatie seine Schwangerschaft publik und war anschließend Gast in mehreren US-Talkshows. 2008 kam die erste Tochter zur Welt (queer.de berichtete). Beatie gebar daraufhin noch zwei weitere gesunde Kinder. Im vergangenen Jahr trennte er sich jedoch von seiner Ehefrau (queer.de berichtete).

Es gab auch Berichte über weitere Schwangerschaften transsexueller Männer in anderen Ländern (queer.de berichtete). Dabei handelt es sich aber nicht um ein neues Phänomen: So gibt es Berichte, dass der italienische Soldat Daniel Burghammer im Jahr 1601 – zum Entsetzen seiner Vorgesetzten und seiner Ehefrau – ein Kind zur Welt gebracht hatte. Burghammer erklärte daraufhin, dass er sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale habe – heute würde das als Intersexualität bezeichnet werden. Burghammer konnte seine Tochter, deren biologischer Vater ein spanischer Soldat war, sogar stillen. Das Kind erhielt außerdem den Segen der Kirche, die die Geburt als "Wunder" deklarierte. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 KinderschutzAnonym
#3 IrgendwerAnonym
#5 G_unit
  • 09.09.2013, 15:16h
  • Antwort auf #2 von Kinderschutz
  • Find ich Hammer, das Kind wird es aufjedenfall besser haben als manche Hete Mütter die Kinder Töten oder Vernachlässigen...

    Verstehe diese Ignorante Kommentare Überhaupt nicht ...

    Naja nicht jeder ist in der Lage selbst zu denken, viele denken immer noch durch die Gesellschaft ..

    MFG
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#6 EnyyoAnonym
#7 KinderschutzAnonym
  • 09.09.2013, 15:34h
  • Antwort auf #5 von G_unit
  • Bist du nicht in der Lage, dir vorzustellen, wie es für dieses Kind schwierig werden wird, in der Schule über seine "Mutter und seinen Vater" zu sprechen, so wie es seine Mitschüler tun werden? Du glaubst doch auch nicht, dass die Mitschüler und deren Eltern das alles toll finden werden. Also wird dieses Kind lügen und seine familiäre Situation verstecken müssen. Dadurch wird es geradezu in die Situation eines Außenseiters hinein getrieben. Aus purem Egoismus experimentieren solche Leute mit Kindern. Und keiner wagt es, etwas dagegen zu sagen.
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#8 IrgendwerAnonym
  • 09.09.2013, 15:46h
  • Antwort auf #7 von Kinderschutz
  • Och, da seh ich weniger Probleme. Bis es soweit ist, gibt es keine Mutter-Vater-Konstellationen mehr, sondern nur noch "Elter1" und "Elter2".

    Oder 3, 4, 5. Je nach Fortschritt eben. Is ja auch wurscht. Hauptsache, alles schön einheitlich gendergemainstreamt.

    Achso ... und natürlich wagen es einige, dagegen aufzubegehren, aber die sind ja irgendwassophob und haben eigentlich gar keine Ahnung ;-)
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#9 Harvey MilkAnonym
#10 Kurt-FLAnonym