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Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die im Nationalsozialismus ermordet wurden (Bild: Klaus Tenter / flickr / by-sa 2.0)

Am 17. September wird in Bochum-Harpen ein Stolperstein für den von den Nationalsozialisten ermordeten Rosa-Winkel-Häftling Alfred Eduard Schneider verlegt.
Schneider wurde am 14. April 1906 in Wengern im Ennepe-Ruhr-Kreis geboren. Er war Bergmann von Beruf und lebte in Bochum-Harpen, zunächst in der Maischützenstr. 66, dann im Haus mit der Nummer 106. Am 19. Oktober 1940 wurde er in das KZ Sachsenhausen bei Berlin deportiert und als "BV 175" sogleich der bei den Häftlingen gefürchteten Strafkompanie zugewiesen. Mit der Bezeichnung "BV 175" wurden diejenigen Männer abgestempelt, die im Sprachgebrauch der Nationalsozialisten mehr als einen Mann "verführt" hatten. Am 5. Juni 1941 wurde er wahrscheinlich im "Kommando S" in die Euthanasie-Tötungsanstalt Sonnenstein bei Pirna in Sachsen transportiert und dort in der Gaskammer durch Erstickung mit Kohlenmonoxid ermordet.

Der Stolperstein für Alfred Schneider wird am 17. September 2013 gegen Mittag an der Bushaltestelle Freyaweg Ecke Harpener Hellweg verlegt, da das ehemalige Wohnhaus Maischützenstr. 106 nicht mehr existiert und sich die Straßenführung dort verändert hat. Der Künstler Gunter Demnig wird die Verlegung vornehmen. Initiative, Forschung und Bericht stammen von Jürgen Wenke. Die Patenschaft hat der Verein "Rosa Strippe e.V." übernommen. Maßgeblich unterstützt wurde die Erforschung der Lebensgeschichte von Alfred Schneider durch den Historiker Rainer Hoffschildt. Die Finanzierung des Stolpersteines wurde durch eine Geldspende von Herrn F. Triepel ermöglicht.

Der Stolperstein für Alfred Schneider wird in Bochum der insgesamt 175. Stolperstein sein und der sechste, der an die Verfolgung schwuler Männer während der nationalsozialistischen Diktatur erinnert. (cw)



#1 SmileyEhemaliges Profil
  • 11.09.2013, 12:43h
  • Ganz allgemein sind die "Stolpersteine" eine überaus gute Aktion. Sie machen sichtbar wie sichtbar die Verfolgungen tatsächlich waren, entgegen der Behauptungen vieler Vertreter der "Erlebnisgeneration". Gleichzeitig wird das Gedenken, die Erinnerung an die einzelnen Menschen unverrückbar und unwiderruflich festzementiert.

    www.stolpersteine.com/
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 FinnAnonym
#4 timpa354Ehemaliges Profil
  • 11.09.2013, 20:48h
  • Ich finde die Stolpersteine eine klasse Idee, weil sie zum Stehenbleiben und Nachdenken anregen.
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#5 liesbethAnonym
  • 14.09.2013, 12:31h

  • die euthanasiemordanstalt heißt sonnenstein und nicht sonnenschein. bitte korrigieren.
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#6 jürgen WenkeAnonym