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Grindr ist eine weltweilt beliebte App

Nutzer in der Türkei bekommen statt der Grindr-Webseite einen Gerichtsbeschluss zu sehen. Auch die Serververbindungen der App sind blockiert.

In der Türkei ist derzeit das schwule Dating-Portal Grindr gesperrt. Nutzer, die die Webseite des Portals aufrufen, bekommen seit gestern eine Fehlermeldung mit dem Hinweis auf eine Gerichtsentscheidung angezeigt.

Auch die Dating-App selbst kann sich nicht mehr mit ihren Servern verbinden. Internet-User werden auf eine Sperrungsentscheidung eine Gerichts in Istanbul vom 26. August verwiesen, die von der Telekommunikationsbehörde umgesetzt wurde.

Eine Anwältin der LGBT-Organisation Kaos GL sagte, die Entscheidung sei online noch nicht verfügbar, daher könne sie noch keine Gründe dafür nennen. "Vermutlich steht das in Bezug zu 'allgemeiner Moral', ein vieldeutiger Begriff, der unter anderem gegen transsexuelle Sexarbeiter eingesetzt wird".

Filterlisten und -systeme


Kein queer.de für NRW-Finanzbeamte – dank Sperrliste

Während schwule Dating-Apps und -Portale auch im Westen immer wieder Probleme mit dem Jugendschutz bekommen (sei es durch strikte Vorgaben des jeweiligen App-Stores oder durch nationale Jugendschutzgesetze, die etwa Gayromeo und Gayroyal zum Umzug von Deutschland in die Niederlande geführt haben), geht es hier um eine schnell mögliche Zensur durch staatliche Filterlisten.

Angeblich im Kampf gegen Kinderpornografie standen diese eine Zeit lang auch in Deutschland zur Debatte und werden als System privat durchaus eingesetzt: Selbst queer.de ist etwa an vielen Hotspots der Telekom, etwa bei McDonalds, oder in einigen Behörden nicht erreichbar, darunter im Gast-Wlan des NRW-Landtags oder im gesamten Netz der NRW-Finanzministerien.

Grindr-Sperre Teil staatlicher Repression?

Auch in der Türkei ist diese eher ungeschickte Art der (Vor-)Zensur denkbar. Allerdings sieht Ömer Akpinar von Kaos GL die Grindr-Sperrung in einer ganzen Reihe von Zensurmaßnahmen "in der Folge der Demonstrationen im Gezi Park": "Grindr zu zensieren ist nur der letzte Schritt in willkürlichen Einschränkungen der Freiheiten in der Türkei."

Personen mit "jedem Lebensstil und jeder Ideologie, die nicht zu der Staatsideologie passen", würden ihrer Rechte und Freiheiten beraubt, so Akpinar weiter. In den letzten Monaten hatten besonders zahlreiche Razzien der Polizei bei Transsexuellen und Transgendern für Empörung gesorgt. Dabei kam es häufig zu Gewalt.

Grindr, eine Dating-App, die anhand der Lokalisierungsfunktion des Handys Kontakte in der Nähe anzeigt, wird eigenen Angaben zufolge ganz oder teilweise auch in China, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gesperrt. (nb)



#1 VolumeProProfil
  • 11.09.2013, 19:10hMönchengladbach
  • Mit weiteren solcher Entscheidungen wird sich die Türkei immer weiter von einem EU-Beitritt entfernen.
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#2 timpa354Ehemaliges Profil
  • 11.09.2013, 19:58h
  • Antwort auf #1 von VolumePro
  • Die werden nie in Europa ankommen, die machen es wie Litauen und Co, erst Kreide fressen und dann ihre menschenverachtenden Ideologien allen anderen überstülpen wollen, deshalb kann es mit moslemischen Hardlinern kein Zusammenkommen geben.
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#3 PorokusiAnonym
  • 11.09.2013, 21:46h
  • Antwort auf #2 von timpa354
  • Die Demonstrationen haben gezeigt, dass es viele mutige Leute dort gibt die die Nase voll haben.
    Diese Zensur ist nur ein weiterer sargnagel für die machthabenden.

    Ich bezweifle das du den Mut hättest in Ländern wie der der Türkei auf die Straße zu gehen und für deine rechte deine Gesundheit zu riskieren.

    Es reicht dort nun mal nicht sich anonym in nem online Forum über andere Leute herabzulassen.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 -hw-Anonym
  • 11.09.2013, 22:23h
  • Bisherige Todesopfer der jüngsten staatlichen Terrorwelle gegen die urbane Zivilgesellschaft:

    Medeni Yildirim (19)
    Ali smail Korkmaz (19)
    Mehmet Ayvalitas (20)
    Abdullah Cömert (22)
    Ahmet Atakan (22)
    Ethem Sarisülük (26)
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#6 RobinAnonym
  • 11.09.2013, 22:32h
  • Und die sollen in die EU?

    Ist ja nicht der erste Fall homophober Zensur in der Türkei.

    Von Razzien, Inhaftierungen, Folter, Wegsehen von Polizei und Justiz bei Gewalt (und gar Morden) an Schwulen, etc. mal ganz zu schweigen...
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#7 DOROTHYAnonym
#8 Ikaiko
#9 timpa354Ehemaliges Profil
  • 11.09.2013, 23:44h
  • Antwort auf #3 von Porokusi
  • Wenn du richtig gelesen hättest, hättest du das Wort Hardliner nicht überlesen. Damit meine ich nicht die säkularen Kräfte in der Türkei, die meine vollste Hochachtung haben, sondern die religiösen Fundamentalisten, die sich immer mehr breit machen in der Türkei und damit jede Erneuerung im Land versuchen zu ersticken, da sie die Polizei kontrollieren befürchte ich das es sehr rückwärts geht mit der Türkei.
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#10 melek aksuAnonym
  • 12.09.2013, 08:49h
  • leider werden schwule dating onlines in der türkei auch missbraucht um gegen geld leistungen zu erfordern. es sind auch schon maenner verprügelt worden die sich weigerten zu bezahlen.

    trotz diesem fakt, ist das verbot sicherlich mit der homophoben gesellschaft verbunden. alle hassen schwule und alles was damit zu tun hat, bezahlen jedoch ein vermögen für liebesdienste mit transsexuellen. diese doppelmoral ist zum kotzen.
    sicherlich sind auch die widerstaende ausschlaggebend ....denn twitter und facebook konnte nicht verboten werden. daher sicherlich das vorschieben des gay'schen hintergrunds.
    lasst euch nicht unterkriegen....
    liebe grüsse aus der türkei
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