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  • 12.09.2013           15      Teilen:   |

Schwule, Lesben und Kumpel beim gemeinsamen Kampf

BBC verfilmt Homo-Widerstand gegen Thatcher

Artikelbild
In den 80ern gab es überraschende Bündnisse

Mit Staraufgebot wird die Geschichte von LGBT-Gruppen erzählt, die ein Bündnis mit streikenden Bergmännern eingingen.

Die BBC dreht wieder an einem schwulen Film. Wie der öffentlich-rechtliche Sender Großbritanniens am Mittwoch bekannt gab, soll "Pride" die Geschichte von Homo-Aktivisten erzählen, die sich 1984 mit Bergmännern zum gemeinsamen Kampf gegen Margaret Thatcher zusammenschlossen.

Die Geschichte nach wahrer Vorlage (Drehbuch: Tony-Award-Gewinner Matthew Warchus) beginnt 1984, als Aktivisten beim Londoner CSD Geld für die streikenden Kumpel sammeln. Als sich die Gewerkschaft der Bergarbeiter über die ungewollte Spende peinlich berührt zeigt, mieten die schwulen Aktivisten einen Bus, um das Geld selbst bei einer Zeche in Wales vorbeizubringen.

In der Realität gab es gar mehrere lokale Gruppen von "Lesbians and Gays Support the Miners" (LGSM), angesichts von mangelndem Support aus der Gay Community entstanden noch weitere Bündnisse, in Manchester gab es etwa ein Benefizkonzert im damals berühmten Hacienda-Club mit Auftritten von Punk-Gruppen wie den Buzzcocks.

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Pits and perverts

Nachdem die "Sun" über das Bündnis unter dem Titel "Pits and perverts" ("Gruben und Perverse") berichtete, folgte auch ein Benefizkonzert unter diesem Namen in Camden, angeführt von Bronski Beat. Die Bergarbeiter verloren ihre Schlacht, wie zunächst auch die Schwulenbewegung: 1988 führte Maggie Thatcher "Section 28" ein.

Damit gelingt dem Film auch ein Bezug zur Gegenwart: Das Gesetz ist vergleichbar mit dem russischen "Propaganda"-Gesetz, auch wenn es sich nur auf Behörden bezog. Und der britische LGBT-Aktivist Peter Tatchell erzählt bei seinen Moskau-Besuchen immer wieder, wie wichtig es ist, als Homo-Bewegung mit anderen gesellschaftlichen Gruppen den gemeinsamen Kampf zu suchen.

Der "Feelgood-Movie", das sicher auch an den Erfolg von "Parada" anknüpft, bietet ein hochkaratiges Ensemble, so konnten Bill Nighy, Imelda Staunton, Dominic West, Andrew Scott und Paddy Considine gewonnen werden. Die Dreharbeiten beginnen im Oktober, der Film wird zunächst im Kino gezeigt und von Pathe vertrieben.

Zuletzt hatte die BBC immer wieder mit TV-Filmen mit Homo-Bezug von sich reden gemacht, etwa mit "Toast", "Worried About the Boy" (über die frühen Jahre von Boy George) oder "Christopher and His Kind" (über Christopher Isherwoods Zeit in Berlin). Auch produzierte sie die Lesbenserie "Lip Service" (queer.de berichtete). (nb)

Youtube | Ausschnitte aus einer Rede Maggie Thatchers, mit der sie "Section 28" begründete. Im Original dauerte sie über 45 Minuten.
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Tags: bbc, pride, margaret thatcher
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Reaktionen zu "BBC verfilmt Homo-Widerstand gegen Thatcher"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
12.09.2013
19:54:54


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Schön, freut mich, bin schon gespannt auf diesen Film.


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#2
12.09.2013
20:04:45
Via Handy


(+3, 7 Votes)

Von suspekt


Wir können davon ausgehen, dass die wirklich Bekloppten das als Homopropaganda werten werden.


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#3
12.09.2013
20:15:15


(+2, 6 Votes)

Von melo


schön.
und hauptsache es wird nicht von hollywood verfilmt, sonst gibt es am ende eine liebesgeschichte zwischen einem schwulen und einem bergmann, der sich trotz aller widrigkeiten outet und sie lebten bis an ihr lebensende.


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#4
12.09.2013
20:42:28


(+7, 9 Votes)

Von Milky Ways


1970 brach Milk mit seinem bürgerlichen Leben. Einer der Gründe war die Invasion der USA in Kambodscha, die heftige Proteste und Demonstrationen unter meist jüngeren US-Amerikanern auslösten. Die Demonstranten beschuldigten die amerikanischen Großkonzerne, den Konflikt zu nähren, weil er ihnen geschäftliche Vorteile brächte, viele verbrannten aus Protest ihre Kreditkarten der Bank of America. Am Nachmittag dieser Demonstration wurde Milk entlassen, da er sich weigerte, seine Haare kurz zu schneiden.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Harvey_Milk#Politisches_Wirk
en


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#5
12.09.2013
20:47:45


(+7, 9 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von melo


Naja, Melo-Schmelo, deinem Kommentar nach muss ich dann ja dafür beten, dass es eine Hollywood-Produktion wird - so mit gayfriendly approach und aufgeweichten Klassengrenzen und glücklichem Lebensaus- und ende. Denn das wäre ja mindestens zig mal besser als die Brokeback-Mountain-Masche, nach der alle Leben zerstört werden und wir armen Zuschauer - überwältigt von Bild, Musik und Text - nicht anders können, als über ein einsam rumhängendes Karo-Hemd zu weinen.


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#6
12.09.2013
21:16:04


(+1, 7 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Der Film kommt ein Jahrzehnt zu spät, denn die Täterin wurde ja unlängst mit allen militärischen Ehren zu Grabe getragen, und vegetierte zuvor schon eine ganze Weile in ihrer von Demenz zerfressenen eigenen Welt vor sich her, so das sie von all den Veränderungen in Europa gar nichts mehr mitbekam..


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#7
12.09.2013
21:23:36


(+7, 9 Votes)

Von Schach


"Und der britische LGBT-Aktivist Peter Tatchell erzählt bei seinen Moskau-Besuchen immer wieder, wie wichtig es ist, als Homo-Bewegung mit anderen gesellschaftlichen Gruppen den gemeinsamen Kampf zu suchen."

Macht Zar Putin auch. Putin schreibt in der New York Times zur Lage in Syrien.
Bemerkenswert ist, dass er den Amis offen ihren False Flag Giftwaffenangriff vorhält und bereits den nächsten ankündigt: Einen Giftgasanschlag der "Rebellen" gegen Israel.

Link zu www.nytimes.com


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#8
12.09.2013
22:19:51


(+7, 9 Votes)
 
#9
12.09.2013
22:51:57


(+6, 8 Votes)
 
#10
12.09.2013
22:56:36


(-6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


So kommt die "Eiserne Lady" uind eine der besten Premierminister des Vereinigten Königreiches nun auch noch posthum zu Wort. Überraschend, daß es diesen Film gibt und von der BBC produziert wird.


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