Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 15.09.2013           23      Teilen:   |

Vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi

Ein Protest-Tsunami gegen Putin

Artikelbild
Alfonso Pantisano bei der Demo "Enough is Enough" am 31. August in Berlin. Schon hier spielten die Sponsoren der Olympischen Winterspiele eine große Rolle. (Bild: Gela Megrelidze / Enough is Enough)

Nach der Demo "Enough is enough" rücken die Sponsoren der Olympischen Winterspiele in Sotschi ins Visier der Proteste. Ein Interview.

Vor zwei Wochen haben in Berlin Tausende bei der Demo "Enough is Enough! Open your mouth!" ein Zeichen gegen die homophobe Politik Russlands gesetzt. Damit ist der Protest nicht vorbei: Der Freundeskreis rund um Alfonso Pantisano, der die Demo spontan privat plante und dann professionell aufzog, will noch lange keine Ruhe geben. Im Interview mit Norbert Blech erzählt Pantisano von dem neuen Online-Protest gegen Sponsoren, an dem sich möglichst viele Leute beteiligen sollen, und von den sonstigen Plänen.

Seit Jahren werden in Russland die Menschenrechte von Schwulen und Lesben mit Füßen getreten, das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" ist dabei in der Praxis bislang nur eine Randnotiz. Zugleich gibt es viele Länder, in denen die Situation erheblich schlimmer ist. Warum mobilisiert die russische Politik plötzlich die Massen und auch euch?

Die Menschenrechte, und nicht nur die von Schwulen und Lesben, werden in Russland heftigst mit den Füßen getreten. Das dürfen wir im Jahr 2013 nicht zulassen. Russland ist eines der vielen Länder, in denen die Menschenrechte misshandelt werden. Wir werden versuchen, durch diese Thematik auch auf die anderen Länder ein Licht zu werfen.

Aber Russland bewegt die Menschen besonders, weil es so westlich und demokratisch scheint und nahe liegt. Weil es eine wichtige politische Stimme ist und Einfluss auf andere Länder hat. Und weil es grausame Bilder gibt und eine stetige Abwärtsspirale. Daher kamen wir als Freundeskreis auf den Gedanken der "Enough is Enough! Open your Mouth!"-Demo, auch weil es mit dem Propaganda-Gesetz ja gerade darum ging, Proteste mundtot zu machen.

Putin hat sich mit dieser neuen Gesetzgebung erlaubt, in den Wald hineinzuschreien. Und wer in den Wald hinein schreit, darf sich nicht wundern, wenn dann ein Echo zurückkommt. Und dieses Echo hat die Gewässer um Russland zum Vibrieren gebracht und daraus ist eine kleine Welle geworden. Wir hoffen, daraus einen Tsnunami zu machen.

Fortsetzung nach Anzeige


Grafiken wie diese sollen möglichst viele Leute auf den Facebook-Seiten der Olympia-Sponsoren posten
Grafiken wie diese sollen möglichst viele Leute auf den Facebook-Seiten der Olympia-Sponsoren posten

Diese Demo mit tausenden Teilnehmern war ein beeindruckender Erfolg und ein wichtiges Signal. Nun gehen eure Proteste in anderer Form weiter: Ihr habt am Dienstag gegen den Olympia-Sponsor Samsung demonstriert und online eine große Aktion gegen die Sponsoren der Olympischen Spiele in Sotschi gestartet. Worum geht es dabei?

Es gibt viele Möglichkeiten des Protests und des Umgangs mit den Spielen. Die Sponsoren haben durch ihre Verträge einen finanziellen Einfluss. Diesen gilt es jetzt auch einzusetzen. Denn diese finanzielle Macht kann bewirken, dass sich etwas in den Köpfen der Regierung und der Menschen tut. Leider schweigen die Sponsoren sehr gerne zu diesem Thema. Das können wir nicht hinnehmen, zumal sie diese finanzielle Macht durch uns als Konsumenten bekommen. Wir müssen uns dann überlegen, ob wir unsere Macht nutzen und das Geld für andere Produkte ausgeben.

Derzeit sprechen wir die Sponsoren noch recht freundlich an, indem wir auf Facebook auf deren jeweiligen Seiten vorbereitete Grafiken mit dem Logo der Sponsoren und veränderten Werbesprüchen posten, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern. Daran beteiligen sich Menschen weltweit und wir wünschen uns, dass es noch mehr werden. Von Volkswagen bekamen wir durch den Druck innerhalb weniger Stunden ein offizielles Statement, dass sie für alle lesbar auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichten. Das war sehr allgemein gehalten, wir werden da noch nachhaken. Derweil ignoriert Samsung unsere Proteste seit Tagen.

Die Aktion hat zumindest optisch etwas von Name and Shame. Ist das nicht etwas unfair? Man darf mutmaßen, dass die Sponsoren die Verträge schon lange vor dem "Propaganda"-Gesetz abgeschlossen haben und auch aus Eigeninteresse lieber bunte Bilder aus London als graue aus Peking oder Moskau haben wollen.

Natürlich sind die Sponsoren nicht schuld an dem Gesetz. Dass ändert aber nichts daran, dass jetzt Menschen in Russland durch dieses Gesetz in Lebensgefahr geraten. Die Firmen haben eine Verantwortung auch nach Vertragsabschluss; die meisten bekennen sich ja übrigens selbst zu Corporate Social Responsibility, zu Menschen- und Minderheitenrechten. Das muss raus aus den Hochglanzprospekten und tatsächlich gelebt werden.

Ich kann vielleicht nicht Gesetze ändern, aber ich kann klar Stellung beziehen, indem ich einfach meinen Mund aufmache und sage: Was derzeit in Russland passiert, finden wir inakzeptabel. Aber diese Macht nutzen sie nicht. Dabei gibt es schon Medienberichte, dass sich russische Offizielle Sorgen über all diese Proteste machen. Und russische LGBT-Aktivisten geben uns dazu erfreute Rückmeldungen.

Wäre es nicht längerfristig ein wichtigeres Ziel, wenn IOC, FIFA, EBU und andere bereits vorab eine Vergabe oder Teilnahme an bestimmte demokratische Bedingungen knüpfen? Da wäre noch viel zu tun: Der DOSB hat gerade erst für Europa-Olympia in Aserbaidschan gestimmt, trotz der Erfahrungen mit dem Eurovision Song Contest.

Der IOC hat wie andere Verbände eine Charta, die sich stark auf die Menschenrechte bezieht; er hat selbst schon Länder wie Deutschland oder Südafrika von Olympischen Spielen ausgeschlossen, weil sie Menschenrechte missachtet hatten. In Russland machen sie nichts, außer Proteste von Sportlern zum Politikum zu machen.

Wo bleibt denn dann der Protest vor dem DOSB?

Der wird auch noch kommen, wir werden da definitiv vorbeischauen. Und auch Herrn Bach gezielt erinnern, dass er eine Verantwortung hat. Das haben wir auch schon getan: Wir hatten ihn zu unserer Demo eingeladen. Er hatte abgesagt und uns auf einen Fragenkatalog geantwortet, dass der Leichtathletikverband richtig entschieden habe, als er Fingernägel in Regenbogenfarben als politisches Statement wertete. Da sieht man schon, wie er sich an das Thema Sport und Menschenrechte heranwagt.

Gewalt beim CSD in St. Petersburg in diesem Jahr. Wird es während der Spiele friedlich bleiben? Und was passiert danach?
Gewalt beim CSD in St. Petersburg in diesem Jahr. Wird es während der Spiele friedlich bleiben? Und was passiert danach?

Ihr steckt sehr viel Energie in die Olympia-Geschichte. In der letzten Woche gab es zum G-20-Gipfel einen Protest von Schwulen und Lesben, den die Polizei laufen ließ und vor Gegendemonstranten schützte. Anders als sonst. Das könnte auch in Sotschi passieren: Ein paar Wochen heile Welt und danach geht es weiter wie vorher. Besteht nicht die Gefahr, dass ihr die Energie hier verschwendet?

Ich finde, dass jede Energie, die in die Wahrung der Menschenrechte fließt, eine gut investierte ist. Es gibt so viele Menschen, die sich dem Thema angenommen haben. Wenn wir genug Energie erzeugen, können wir definitiv etwas bewirken. Die Olympischen Spiele eigenen sich für eine Aktion, weil sie eine sehr hohe mediale Präsenz haben. Die Welt wird sehr genau auf Russland schauen in diesen Wochen. Sind die Spiele vorbei, werden wir unsere Proteste natürlich fortführen, in anderer Struktur. Wir werden nicht aufhören und wir werden auch nicht weniger – wir werden immer mehr.

Glaubst Du wirklich, dass das Thema die Szene wirklich noch lange mobilisieren wird?

Das Thema mobilisiert nicht nur die Szene, sondern alle Menschen, die mit Menschen mitfühlen. Daher wird diese Bewegung nicht leiser, sondern von Tag zu Tag lauter und kräftiger werden.

Ihr habt es geschafft, relativ schnell die Berliner Szene zu mobilisieren. Nach der Merkel-Äußerung in der ARD am Montag habe ich mich gefragt: Wäre nicht eine spontane Großdemo gegen Merkel wichtiger als ein kleiner Protest gegen Samsung? Ich erinnerte mich dabei an Olga Lenkowa von der St. Petersburger Organisation "Coming out", die bei einem Berlin-Besuch meinte, man solle nicht den Kampf im eigenen Land vergessen, zumal weltweite Erfolge auch die Aktivisten in Russland anspornen.

Merkel ist in der Sendung in ein ganz großes Fettnäpfchen getreten und hat damit die Leute empört. Ich etwa als Italiener, der in Deutschland groß wurde, versuche jeden Tag, der beste Bürger zu sein. Ich habe in diesem Land meine Werte vermittelt bekommen, habe gelernt, die Gesetze zu respektieren. Ich kann nicht verstehen, dass die komplette Regierung sich weigert, das Grundgesetz in die Hand zu nehmen und Artikel 3 zu achten. Frau Merkel ist nicht gewählt worden, um ihre Bauchgefühle zu verteidigen, sondern das Grundgesetz.

Die Kanzlerin hätte einen Protest verdient, der Slogan "Enough is enough" würde hier auch gut passen. Aber wir sind sieben Leute, die sich in ihrer Freizeit ein Projekt herausgesucht haben. Ich hoffe, dass die Deutschen, die eine Wahlberechtigung haben, nächste Woche ihre Stimme nutzen, um ein Signal zu setzen.

Ein Signal auch zum Thema Russland. Auf eurer Homepage verlangt ihr ja von der Bundesregierung, den Mund gegenüber Russland aufzumachen.

Absolut. Zuallererst erwarten wir, dass unsere Steuergelder nicht dadurch verschwendet werden, dass sich ein Regierungsvertreter in einen Flieger zu den Olympischen Spielen setzt und sich auf der Tribüne neben Putin stellt und so tut, als wäre alles heile Welt.

Denn vor und nach den Spielen werden die Menschen angespuckt, geschlagen, drangsaliert, gefoltert und sogar getötet. Da muss sich die Regierung genau überlegen, was sie da tut. Stellung beziehen heißt nicht nur, schöne diplomatische Sätze zu schreiben und auszusprechen, sondern es geht darum, eine klare Position einzunehmen.

Die Geschichte zeigt: Wenn die anderen Länder still bleiben, kommen die kleinen Männer mit dem schwarzen Schnurrbart über der Oberlippe und tun das, was sie in der Vergangenheit getan haben. Das gilt es jetzt in 2013 zu verhindern. Wenn wir nicht aufpassen, bekommt Putin früher oder später auch so einen Schnurrbart über der Oberlippe.

Links zum Thema:
» Enough is enough bei Facebook
» Webseite von Enough is enough
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 23 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 464             5     
Service: | pdf | mailen
Tags: russland, homo-propaganda, enough is enough, alfonso pantisano, olympia, samsung, volkswagen
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Ein Protest-Tsunami gegen Putin"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
15.09.2013
13:56:05


(+2, 8 Votes)

Von m123


Über die Sponsoren das System Putin unter Druck zu setzen ist ein guter Ansatz.

Die entscheidende Frage wird jedoch sein ob das tatsächlich so umsetzbar ist. Ich glaub erst an den Tsunami, wenn er da ist.

Die russische Wirtschaft würde kollabieren, wenn alle westlichen Staaten ihre Wirtschaftsbeziehungen zu Russland runterfahren. Aber dass das nicht geschieht, daran sieht man ja schon, dass Geld den westlichen Staaten offenbar wichtiger ist als Menschenrechte. Und deswegen bin ich auch zweifelnd was den Druck über die Sponsoren betrifft, ob die Sponsoren da tatsächlich mitziehen. Wenn sie mitziehen würden, dann wäre es natürlich super.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
15.09.2013
14:07:08


(+7, 9 Votes)

Von Termine


Link zu www.sochi2014.com

Link zu www.sochi2014.com

Das Festival steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, und des Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, Vladimir M. Grinin.

Auch in diesem Jahr ist Hauptförderer die GAZPROM Germania GmbH, die dem Festival seit seinen Anfängen ein zuverlässiger Partner ist.

Link zu www.russische-filmwoche.de

Link zu www.pinknews.co.uk

Link zu www.pinknews.co.uk


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
15.09.2013
14:08:22
Via Handy


(+5, 9 Votes)

Von Alfonso
Antwort zu Kommentar #1 von m123


Wenn DU mitmachst, sind wir schon einer mehr! Wir brauchen jeden von Euch!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
15.09.2013
14:16:48


(+6, 8 Votes)

Von Sauber
Antwort zu Kommentar #2 von Termine


Schon Sarkozy setzte auf Kärcher!

Link zu www.sochi2014.com


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
15.09.2013
14:20:36


(+7, 9 Votes)
 
#6
15.09.2013
14:30:22


(+4, 6 Votes)

Von Dennis
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Was das Thema " Stellungnahme durch die Koalition" betrifft - zu verlangen das die Bundesregierung ihren Mund gegenüber Russland aufmacht . . das wird eher "schwieriger werden - sein".

Ad 1.

Am 8. September 2005 wurde der Vertrag über den Bau der Pipeline von der russischen Gazprom und den deutschen Konzernen E.ON Ruhrgas und BASF im Beisein von Gerhard Schröder und Wladimir Putin unterzeichnet. Eigentümer und Betreiber wird die Nord Stream AG mit Sitz in Zug in der Schweiz, in der seit 2006 der deutsche Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder und auch der frühere finnische Ministerpräsident Paavo Lipponen beschäftigt sind. Der Name der Pipeline wurde inzwischen in Nord Stream geändert.

Ad 2.

Der Petersburger Dialog wurde im Jahr 2001 vom damaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Leben gerufen. Der Name des Gesprächsforums bezieht sich auf den ersten Veranstaltungsort Sankt Petersburg in Russland.

Ad 3. Gegenwart

Die Gegenwärtigen Dialoge finden unter der Federführung der CDU/FDP statt.

KORUS KURIER - SONDERAUSGABE 12. PETERSBURGER DIALOG 2012v

"Trotz der Beteuerung der deutschen Teilnehmer, die Kritik an den Entwicklungen in Russland entspringe einer Sorge um die Zukunft des Landes und stelle die Kooperation mit Russland nicht in Frage, sondern vielmehr auf eine nachhaltige Grundlage, bemängelten die russischen Kommentatoren, dass Europa nur unter bestimmten, von Europa diktierten Bedingungen zur Zusammenarbeit mit Russland bereit sei.

Dies könne sich die Europäische Union aber kaum erlauben, denn sie sei auf die Zusammenarbeit vor allem aufgrund der Rohstofabhängigkeit angewiesen, selbst wenn die russische Politik sie nicht zufriedenstelle."

Quelle.:
Link zu www.auswaertiges-amt.de (PDF)

Das heißt im Klartext. Kümmert Euch um euren Kram und haltet die Klappe. Wenn nicht, denkte daran wir können Euch jederzeit den Rohstoffhahn zudrehen:

Im Grunde genommen ist das eine unmißverständliche Aussage, die auch dem Begriffsstutzigsten in der CDUCSUFDP klar sein solltemüßte . . . eigentlich . . . .

Schon aus diesem Grund wird die gegenwärtige wie auch die kommende Regierung auch wenn sie Rot/Grün sein sollte eher nur mal kurz was von "Ey Putin Verletzung der Menschenrechte is ja nich grad das Gelbe vom Ei" nuscheln . . .


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
15.09.2013
15:01:07


(-4, 10 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Anstatt die Verhältnisse vor Ort anzuprangern, folgen die Demo-Macher und eifrigen Supporter lieber den Mustern ihrer Unterdrücker und salbadern schwadronierend von einem Kriegszustand und verzerren die Realität. Über die zweifelsfrei traurige Realität in Russland berichtet derweil ein offen schwuler Sportler und Lehrer, er erzählt über Erfolge und Rückschläge: Mit dem verzerrten Horror-Szenario, das konservative deutsche Pseudo-Aktivisten wie Johannes Kram (Schöneberger Nollendorfblog) oder Alfonso Pantisano (Enough_is_enough) für ihre Anti-Russland-Kampagnen zeichnen, hat der Alltag wenig gemein. Die Situation ist bereits ohne Falschmeldungen und maßlosen Übertreibungen schlimm genug: Es ist nicht legitim, anhand der Verdrehung von Tatsachen und plumper Stimmungsmache, Politik zu machen. Die Stimmung mit antirussischen Ressentiments aufzuheizen, erzeugt bloß lauwarme Luft. Konstruktiv ist die neo-konservative Protestform bislang nicht. Erfolge werden lediglich in Besucherzahlen gemessen, nicht an Ergebnissen. Die betroffenen Menschen in Russland sind fern: Ihre Sorgen werden als Staffage der eigenen Eitelkeit missbraucht, das Probleme jedoch nicht behoben, während man der Diplomatie fahrlässig den Boden entzieht. - See more at:
Link:
reiserobby.de/global-kiss-in-kuscheln-gegen-homoph
obie/#sthash.EmOEwO44.dpuf


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
15.09.2013
15:02:05


(-1, 3 Votes)
 
#9
15.09.2013
15:05:09


(+4, 6 Votes)

Von never again


Bild-Link:
480px-Charlie_Chaplin.jpg


Des Kommunismus verdächtigt, wurde ihm 1952 nach einem Auslandsaufenthalt die Rückkehr in die USA verweigert.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
15.09.2013
15:10:12


(+5, 7 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von m123


"Ich glaub erst an den Tsunami, wenn er da ist."

Glauben bewirkt Handeln, Nicht-Glauben ebenfalls. Der kleine Tsunami pflanzt sich erst fort, wenn Du mitbebst:

Link:
enough-is-enough.eu/


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Kein sicherer Listenplatz: NRW-Grüne strafen Volker Beck ab Grüne NRW schicken Sven Lehmann in den Bundestag Kein Termin für LGBTI-Aktivisten: Kultusminister redet lieber mit Homo-Hassern Berlin: Straße wird nach Homo-Aktivist benannt
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt