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  • 16.09.2013           32      Teilen:   |

Vereinte Nationen

Diplomatisches Gerangel um "Olympischen Frieden"

Artikelbild
Die Vereinten Nationen in New York (Bild: muhammad / cc by 2.0)

Bei der traditionellen UN-Resolution gab es Streit um einen Diskriminierungsschutz für Lesben und Schwule.

Auch Zeichen des guten Willens können zu einem diplomatischen Kleinkampf führen. Wie die "New York Times" berichtet, gab es bei den Vereinten Nationen seit Wochen Streit um den "Olympischen Frieden". Die ursprünglich griechische Tradition, während der Spiele keine Kriege zu führen und Kampfhandlungen auszusetzen, war 1998 von den Vereinten Nationen als alle zwei Jahre zu verabschiedende Resolution wiederbelebt worden.

In der jeweils vom Gastgeberland aufgesetzten Resolution werden etwa alle Länder aufgefordert, während der Spiele den Olympischen Frieden einzuhalten und darauf hinzuarbeiten, Konflikte friedlich durch Diplomatie zu lösen. Zu den Olympischen Sommerspielen in London wurde die Resolution erstmals von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet.

In den letzten Wochen folgte allerdings ein diplomatisches Gerangel um den von Russland vorgelegten Resolutionsentwurf zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi: In ihm stand das Versprechen, "Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, physischer Möglichkeiten, Religion, Rasse und sozialen Status" in die Spiele einzubeziehen.

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Diplomaten, die auch im Schlaf alle wesentlichen Diskriminierungsmerkmale aufzählen können, bemerkten schnell, dass Schwule und Lesben sowie Transgender nicht erwähnt wurden. Gerade nach der internationalen Kritik am Gesetz gegen Homo-"Propaganda" wollte man Russland das nicht durchgehen lassen.

Nach langen Verhandlungen hat Russland nun die Passage geändert, in den Entwurf ist nun einfach davon die Rede, dass die Spiele "soziale Beteiligung" fördern sollen, "ohne Diskriminierung jeglicher Art". Diplomaten werten das als Erfolg. Die Resolution soll nun mit diesem Wortlaut in den nächsten Wochen verabschiedet werden.

Ohnehin zählt der Olympischen Frieden nicht allzuviel: Zeitgleich zur Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Peking 2008 ließ Russland seine Armee im seit Tage schwelenden Konflikt mit Georgien in das Land einmarschieren. (nb)

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Tags: vereinte nationen, united nationes, russland, olympia, sotschi
Schwerpunkte:
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Reaktionen zu "Diplomatisches Gerangel um "Olympischen Frieden""


 32 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
16.09.2013
11:35:48


(0, 14 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


"Freilich hat Russland ganz eigene Auffassungen vom Olympischen Frieden: Zeitgleich zur Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Peking 2008 ließ es seine Armee in Georgien einmarschieren. (nb)"
Journalistisch sauber wäre es an dieser Stelle anzufügen, dass Georgien damals zuerst angegriffen hat. Hintergrund: Die georgische Regierung wollte ein Eingreifen der Nato gegen Russland provozieren.
Link zu www.hintergrund.de


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#2
16.09.2013
11:43:51


(+3, 11 Votes)

Von michaelcgn


Der letzte Absatz finde ich fragwürdig?
Was soll damit ausgesagt werden, dass Russland gänz Böse ist?

Russland ist nicht das einzige Land, dass diese Aufforderung nach olymipischen Frieden nicht einhält - sicher nicht die USA, noch nicht einmal Deutschland tut dies (siehe unseren Kriegseinsatz in diversen Ländern).

Es ist nicht wegen "Homophobie" nach Georgien einmarschiert (es marschierte ein, nachdem die Zentralregierung in nach Unäbhängigkeit strebende Regionen einmarschiert war).

Die Spiele in Peking sind in sich selbst schon fragwürdig - immerhin das Land das einfach Demonstranten auf dem Tien an men von Panzern niederwalzen lies und sicher kein Hort der Freiheit ist - außer wenn es um Wirtschaft geht.

Russland war und ist auch nicht das einzige Land, dass immer wieder in der UN gegen den Einschluß von sexueller Orientierung in die Grundrechte stimmt.

So schlimm die Situation ist, solche Verquickungen sind nicht hilfreich im Kampf für Freiheitsrechte.


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#3
16.09.2013
12:08:55


(-4, 12 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #2 von michaelcgn


Da kannst du gegen Wände reden, auch der neo-konservativen Schönerberger Schwulenszene geht es schließelich nicht um die Verbesserung der Verhältnisse, sondern lediglich um die Anpassung an den reaktionären Mustern ihrer eigentlichen Unterdrücker: "Es ist nicht legitim, anhand von fingierten Schreckensmeldungen der Verdrehung von Tatsachen und plumper Stimmungsmache, Politik zu machen. Die Stimmung mit antirussischen Ressentiments aufzuheizen, erzeugt bloß lauwarme Luft." - See more at:
Link:
reiserobby.de/global-kiss-in-kuscheln-gegen-homoph
obie/#sthash.mpCrzwnI.dpuf


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#4
16.09.2013
15:05:08


(+2, 14 Votes)

Von deiner mutter
Antwort zu Kommentar #3 von reiserobby


wessen arsch leckst du eigentlich lieber: Putins oder den des orthodoxen metropoliten? dein atem stinkt jedenfalls nach beiden.

die eigenwerbungs-links auf dein mitleid erregendes geschreibsel kannst du dir übrigens sparen. ist so uninteressant und wie unwichtig.


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#5
16.09.2013
15:54:32


(+2, 12 Votes)

Von Sebi


"Ohnehin zählt der Olympischen Frieden nicht allzuviel: Zeitgleich zur Eröffnungsfeier der Sommerspiele in Peking 2008 ließ Russland seine Armee im seit Tage schwelenden Konflikt mit Georgien in das Land einmarschieren."

Ja, Russland meint immer über allem zu stehen...

Übrigens hat Russland selbst auch schon mehrfach die Olympischen Spiele boykottiert. Es wäre also nur fair, jetzt aus gegebenem Anlass die russischen Spiele zu boykottieren...


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#6
16.09.2013
15:55:04


(+7, 11 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #3 von reiserobby


ANTIRUSSISCHE Ressentiments?!?!?
Die Betroffenen SIND selber Russen!!!!
Was kommt demnächst?!?
Wenn man K.Reiche kritisiert, sind dass dann antideutsche Ressentiments??
Wenn man die Homophoben in Bible-Belt der USA kritisiert, sind das dann anti-amerikanische Ressentiments?

Zum Thema:
Da man sich gegen die Diskriminierung hinsichtlich des Geschlechtes ausspricht, müsste man jene auch darauf festnageln, dass dies sehr wohl die sexuelle Orientierung betrifft, da man aufgrund des eigenen Geschlechtes, als auch des des Partners diskriminiert wird.


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#7
16.09.2013
16:37:20


(-2, 10 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Russen wollten eine Extrawurst und haben sie nicht bekommen! Sehen wir, was das Papier wert ist, wenn Olympia in Sotschi stattfindet.


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#8
16.09.2013
17:22:59


(+6, 10 Votes)

Von saakaschwili
Antwort zu Kommentar #1 von reiserobby


Jahrelang rüsteten die USA den Kaukasusstaat Georgien auf, vertrauten der Staatsspitze um Präsident Saakaschwili. Erst kurz vor dem Krieg mit Russland kamen den US-Diplomaten Zweifel, wie ihre nun enthüllten Depeschen zeigen - viel zu spät.....
....Die Amerikaner wussten genau, mit wem sie es zu tun hatten: mit "einem der größten Falken" in der Regierung Georgiens. Und deshalb wurde Washingtons Kaukasus-Beauftragter Matthew Bryza sehr deutlich, als er sich mit dem georgischen Innenminister Vano Merabischwili traf: "Bryza warnte Merabischwili, dass Krieg eine schlechte Option für Georgien" sei, heißt es in einer US-Depesche. Ein Krieg werde "jede Chance zerstören, der Nato beizutreten, und wertvolle Unterstützung in Washington und europäischen Hauptstädten kosten".

Der Amerikaner und der Georgier hatten sich am 12. Mai 2008 in der Hauptstadt Tiflis getroffen. Im Kaukasus herrscht zu diesem Zeitpunkt eine explosive Lage: Georgien beansprucht die beiden Regionen Abchasien und Südossetien für sich, die sich in Sezessionskämpfen Anfang der neunziger Jahre abgespalten haben. In beiden Gebieten sind russische Friedenstruppen stationiert. Inzwischen lehnen sich die De-facto-Republiken immer mehr an Russland an. Die Georgier sind enge Verbündete der USA, die Abchasen und Südosseten werden von Russland gestützt. Weder Russen noch Amerikaner wollen den großen Knall - aber ein wenig zündeln, das wollen sie schon.
Das gefährliche Durchwursteln geht schief.

Link zu www.spiegel.de

"Zudem nahmen Schiffe der US-Marine, darunter eines mit Flügelraketen an Bord, Kurs auf Georgien", sagte Saakaschwili am Donnerstag in einem Interview für den ukrainischen TV-Sender ZIK. Über die Bewaffnung der Schiffe habe ihn der damalige US-Vizepräsident Dick Cheney informiert.
"Nachdem die 6. US-Flotte Kurs auf Georgien genommen hatte, passierte ihr Flagschiff den Bosporus. Natürlich hatte es Flügelraketen an Bord. Vizepräsident Cheney sagte mir damals: 'Du verstehst wohl, dass wir kein Trinkwasser, sondern eine ganz ernste Ladung mitbringen.' Nachdem (der damalige US-Präsident George) Bush in Washington eingetroffen war, wurde die US-Luftwaffe in der Türkei in erhöhte Kampfbereitschaft versetzt. Zusätzliche Maschinen wurden auch auf einen US-Luftstützpunkt in Rumänien verlegt", sagte Saakaschwili.

Link:
de.ria.ru/security_and_military/20130808/266633540
.html


Georgien ließ schwule Promis erpressen

Link zu www.queer.de


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#9
16.09.2013
17:28:51


(-4, 10 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #6 von David77


Nein, aber die heuchlerische Konzentration auf Russland ist doch offensichtlich, als Deutscher die Politik im eigenen Land zu kritisieren ist sogar Bürgerpflicht. Stattdessen schießen neokonservative Zirkel - oftmals zudem mit Flachbehauptungen sich auf Russland ein. "Die betroffenen Menschen in Russland sind fern: Ihre Sorgen werden als Staffage der eigenen Eitelkeit missbraucht, das Probleme jedoch nicht behoben, während man der Diplomatie fahrlässig den Boden entzieht. Trotzige Reaktionen auf die Attacken aus dem Ausland folgen bereits, noch schärfere Gesetze stehen in Russland zur Debatte." - See more at:
Link:
reiserobby.de/global-kiss-in-kuscheln-gegen-homoph
obie/#sthash.x6PmvstM.dpuf


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#10
16.09.2013
17:35:45


(-3, 11 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #4 von deiner mutter


Mein "Mitleid erregendes Geschreibsel" ist dir aber eine Antwort wert, findest du das nicht selbst absurd? ;-) Und ja: "Es ist schlicht perfide, gegen ein anderes Land zu agieren, ohne deutlich und laut darauf hinzuweisen, welche Defizite im eigenen vorhanden sind. Noch etwas zu den Olympia-Boykott-Aufrufen: Auch in China fanden Olympische Spiele statt, die Spiele stellen also keine erzieherische Maßnahme dar, sondern dienen der Völkerverständigung über Grenzen und kulturelle sowie politische Barrieren hinweg." - See more at:
Link:
reiserobby.de/global-kiss-in-kuscheln-gegen-homoph
obie/#sthash.x6PmvstM.dpuf


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