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Unterstützung schwuler Fußballer

Mit Regenbogen-Schnürsenkeln gegen Homophobie


Mit Spannung wird nun erwartet, ob sich die Spieler der Profiligen an der Aktion beteiligen (Bild: Stonewall)

In Großbritannien sollen Fußballspieler am nächsten Wochenende ein sichtbares Zeichen für ihre schwulen Kollegen setzen.

Die britische Homo-Organisation Stonewall hat Fußballspieler in England, Schottland und Wales dazu aufgefordert, bei den Spielen am nächsten Wochenende Schnürsenkel in Regenbogenfarben zu tragen.

In Zusammenarbeit mit dem Wettanbieter Paddy Power wurden alle 134 Sportvereine aus den Profiligen mit den Schnürsenkeln ausgestattet. Mit ihnen sollen die Spieler ein Zeichen gegen Homophobie setzen – und vor allem zeigen, dass man bereit wäre für offen schwule Profispieler.

Die Kampagne mit dem eher unglücklichen Titel "Right behind gay footballers" rechnet in einer Pressemitteilung vor, dass bei einem angenommenen 6-Prozent-Anteil von Homosexuellen in der Bevölkerung die Wahrscheinlichkeit, dass unter den rund 5.000 professionellen Spielern auf der Insel keiner schwul ist, bei 1 zu 2.29 x 10^134 liege. Das ist eine Zahl mit 134 Stellen, ausgeschrieben hieße das rund 2,3 Quadragintillionen.


Joey Barton zeigte sich als erster solidarisch

Die Kampagne setzt auf soziale Medien ebenso wie auf Anzeigen und begleitende Artikel in Zeitungen und Magazinen. Paddy Power hat auch entsprechende Plakate auf Anzeigentafeln gebucht.

Zudem setzt man auf professionelle Unterstützer. So zeigte sich der Profi-Fußballer Joey Barton mit einem entsprechenden Schnürsenkel um den Kopf. Der heterosexuelle (und wegen einigen Gewaltausbrüchen umstrittene) Spieler, der derzeit nach Marseille ausgeliehen ist, setzt sich schon seit Jahren für das Thema ein – in Interviews begründete er dies mit einem schwulen Onkel (queer.de berichtete).

Im Februar hatte sich auf der ersten Insel der erste Profispieler seit Justin Fashanu öffentlich geoutet. Robbie Rogers beendete allerdings zugleich seine Karriere (queer.de berichtete). Mittlerweile spielt er aber wieder bei Los Angeles Galaxy. (nb)

Wöchentliche Umfrage

» Wird sich in den nächsten fünf Jahren in Deutschland ein schwuler Profi-Fußballer outen?
    Ergebnis der Umfrage vom 16.9.2013 bis 23.9.2013


#1 PelayoAnonym
  • 16.09.2013, 15:18h
  • Die heterosexuellen Kollegen der schwulen Fußballer haben heutzutage in der Regel nichts mehr gegen Schwule. Das Problem sind die schwulen Fußballspieler selbst: Sie wollen sich nicht outen, weil sie ein paar Jahre lang richtig dick Geld machen und danach in den Ruhestand gehen wollen. Deshalb outen sie sich nicht. Erst, wenn sie so alt sind, dass sie nicht mehr spielen können, werden sie etwas zu ihrem Privatleben sagen. Regenbogen-Schnürsenkel werden daran nichts ändern.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 SmileyEhemaliges Profil
  • 16.09.2013, 19:16h
  • Antwort auf #1 von Pelayo
  • >wollen sich nicht outen, weil sie ein paar Jahre lang richtig dick Geld machen<

    Das dicke Geld wird kaum dünner werden nur weil jemand aus dem Schrank kommt. Der Spieler wird seines Outings wegen ja nicht zum fußballerischen Totalausfall. Da bräuchte es Mengen an Ohropax die dem Gehörgang nicht zugemutet werden können.

    Du kannst davon ausgehen daß das wahre Problem die Fans der Gegnermannschaft sind, die einen offen schwulen Profi begeistert mit allen denkbaren Artigkeiten und Ehrbezeugungen in der Hälfte ihrer Elf begrüßen werden.

    Insofern ist ein Akt "vorauseilender Solidarität", mag er auch klein sein, ein gutes Zeichen. Wenn die Mannschaften geschlossen zeigen daß sie Seite an Seite mit ihren schwulen Mitspielern stehen wird das eine Wirkung auf die Fans haben.
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#4 PelayoAnonym
  • 16.09.2013, 19:25h
  • Antwort auf #3 von Smiley
  • Es ist in etwa so, als wenn man einen tollen, hoch bezahlten Job hat, aber leider einen homophoben Chef.
    Soll man sich dann outen und riskieren, dass die Karriere dort beendet ist? Oder soll man schweigen und weiterhin viel Geld verdienen?
    Nicht jeder ist ein Held!
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#5 FrageAnonym
#6 TheDad
  • 16.09.2013, 22:46h
  • Antwort auf #4 von Pelayo
  • Wer ist denn da der homophobe Chef ?

    Der Trainer, der Manager, der Verein, die Liga, die Fans, oder gar die restlichen Zuschauer via TV-Rechte-Verkauf wie bei den Bayern in mehr als 130 Länder ?

    Eines muß doch wohl klar sein :
    Wenn sich der DFB, die DFL, die Vereine die Manager und Trainer, und mit ihnen eine ansehnliche Riege ehemaliger Profi´s HINTER den geouteten Spieler stellen, dann gibt es keine Probleme mit den Fan´s und Zuschauern..

    Ich halte allerdings alle bisherigen Aktionen von DFB und DFL zu Anti-Rassismus und Anti-Hompohobie für reinen Populismus, für reine Schaumschlägerei, weil Mann den Medien vorgaukeln muß, Mann agiere dagegen..

    Bei Spieltäglich 18 Begegnungen in der 1. und 2. Bundesliga, dazu den Begegnungen der 3. und 4-Liga gibt es jedesmal MEHR als einen rassistischen Angriff auf einen Spieler, dazu gerade in den unteren Ligen Schlägereien und Fan-Ausschreitungen vor und nach den Begegnungen..

    Das Ganze mal 18 Spieltage müßte eigentlich zu mehr führen als nur 3 - 4 Prozessen pro Jahr, und zu mehr als 5 - 8 weltweiten Stadionverboten..
    Und es müßten wahrscheinlich an jedem Wochenende Schatten-Spiele in Stadien abgehalten werden..

    Aber nichts von dem findet wirklich statt..

    In fast jeder großen Begegnung brennen bengalische Feuer, werden Zuschauer verprügelt, finden Massenschlägereien statt, und dagegen wird faktisch NICHTS unternommen..

    Wer mit dem Baseballschläger in der Tasche zu einem Fußball-Bundesligaspiel fährt, hat weder das Spiel noch die Spielregeln begriffen, und gehört aus der Gruppe der Menschen die ein solches Sportereignis besuchen dürfen für den Rest seines Lebens ausgeschloßen..

    Analoges gilt für Leute die anderen Menschen wegen ihrer Herkunft Bananen auf´s Spielfeld werfen, oder sie mit rassistischen und homophoben Beleidigungen überziehen..
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#7 SchnürAnonym
#9 EnyyoAnonym
#10 TheDad
  • 17.09.2013, 00:40h
  • Antwort auf #4 von Pelayo
  • Nachtrag :

    Wer ist denn da der homophobe Chef ?

    Vor dem Hintergrund das die Vereine mit ihren Spielern Veträge abschließen die bei Spielern aus nicht EU-Ländern auch Blue-Cards mit einschließen damit die Spieler innerhalb der Bundesrepublik überhaupt arbeiten dürfen (und auch Visa für internationale Begegnungen erhalten, etc), ist es durchaus notwendig von Seiten der Politik mehr auf die Vereine einzuwirken, rassistische und homophobe Übergriffe zu unterbinden..

    Dazu gehört auch das die Vereine aktiv daran arbeiten ein Athmosphäre in den Stadien zu schaffen die es jedem Spieler ermöglichen ohne Beleidigungen seinem Job nachzukommen..

    Zwar gilt hier in den AGG´s Schutz vor Homophobie nicht als einklagbares Recht für den Spieler..

    Die Frage ist dann allerdings, was sagt internationles Recht dazu, wenn ein Spieler aus einem Land in dem Homophobie gegen die AGG´s verstößt seinen deutschen Arbeitgeber verklagen würde ?
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