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Elton John will in Russland den Mund aufmachen

Der britische Popstar Elton John hält trotz der homophoben Gesetzgebung in Russland an einem Konzert im Dezember in Moskau fest – und will damit Schwule und Lesben öffentlich unterstützen. Dem "Guardian" verriet er:

Ich muss da hin. Und ich muss mir Gedanken machen, was ich vorsichtig sagen werde. Es gibt zwei Denkrichtungen: Hörst Du auf, dahin zu gehen, und verbannst Du hier Künstler aus Russland? Aber dann belässt Du die Männer und Frauen, die homosexuell sind und unter den anti-homosexuellen Gesetzen leiden, in einer isolierten Situation. Ich kann diese Leute nicht alleine lassen, ohne dahin zu fahren und sie zu unterstützen. Ich weiß nicht, was passieren wird, aber ich muss dahin.

John wäre nicht der erste Künstler, der vor Ort ein Zeichen setzen will. Sowohl Lady Gaga als auch Madonna waren in den letzten Jahren in St. Petersburg aufgetreten, als das lokale Gesetz gegen Homo-"Propaganda" bereits in Kraft war. Beide Sängerinnen nutzten die Auftritte, um sich mit den Schwulen und Lesben Russlands solidarisch zu zeigen, und führten auch die Befürworter des Gesetzes vor: Aus Klagen gegen die Künstler wegen vermeintlicher Homo-"Propaganda" wurde nichts.

Allerdings ist Elton John in politischen Fragen eher unzuverlässig. So sagte er einerseits bei einem Konzert in Peking, dass er dieses Ai Weiwei widme, und sprach bei einem Konzert in der Ukraine die homophobe Politik des Landes an (queer.de berichtete). Andererseits gab er gegen viel Geld schon dem homophoben US-Radio-Kommentator Rush Limbaugh ein Privatkonzert (queer.de berichtete). Zuletzt lobte er Papst Franziskus (queer.de berichtete) und widmete Angela Merkel bei einem Konzert in Berlin das Liebes- und Abschlusslied "Your song" (queer.de berichtete).

Der Artikel des "Guardian"-Journalisten Alexis Petridis ist übrigens äußerst lesenswert: So erzählt Elton John, wie er 1979 auf einem Hoteldach in Moskau Sex mit einem offensichtlichen KGB-Agenten hatte. Und dass er sein berüchtigtes Temperament aufgrund seiner Kinder gezügelt habe. (nb)

Bild: Wiki Commons / Mattbr / CC-BY-SA-2.0



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 forbesAnonym
#3 LucaAnonym
  • 17.09.2013, 16:43h
  • Der hat sich ja für Geld schon öfter bei Homohassern vor den Karren spannen lassen.

    Für Geld scheint der echt alles zu tun...

    Gut, dass es mit Cher, Lady Gaga, etc. auch noch Künstler mit Rückgrat gibt...
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#4 SebiAnonym
  • 17.09.2013, 16:51h
  • Was für eine faule Ausrede er da bringt...

    Von so jemandem werde ich keine CDs mehr kaufen...
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#5 HugoAnonym
  • 17.09.2013, 19:46h
  • Wenn er eine Rede hält in der er dem Publikum erzählt das Homosexualität genauso normal wie heterosexualität ist, warum nicht.
    Natürlich sollten seine Berrater eine gutdurchdachte Rede fabrizieren, so das das Publikum zum Schluß tosenden Beifall spendet.
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#6 ollinaieProfil
#7 DavidJacobEhemaliges Profil
  • 19.09.2013, 13:22h
  • "Aber ich muss da hin. Meine Geldgier lässt es nicht anders zu"

    Werden Menschen im Alter doch komisch? Was ich von ihm in letzter Zeit lese ist nur noch peinlich und erschreckend. Was ist mit ihm passiert??
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