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  • 17.09.2013           20      Teilen:   |

Wahlprüfsteine vom Jugendnetzwerk Lambda

Die Parteien im Wahlcheck der queeren Jugend

Artikelbild
Jugendliche haben ihre eigenen Themen und Fragen, so auch zur Bundestagswahl

Das Projekt queer@school des Jugendnetzwerks Lambda hat die Parteien zu den brennenden Anliegen von LGBT-Jugendlichen befragt – und teils erschreckend desinteressierte Antworten bekommen.

Das Nein von Angela Merkel und Union zu einem gemeinschaftlichen Adoptionsrecht mag das große Thema dieser Bundestagswahl aus LGBT-Sicht sein. Doch es gibt noch andere Themen als die, auf die man gemeinhin achtet.

Das Jugendnetzwerk Lambda in Berlin-Brandenburg hat jetzt Antworten der Parteien auf Fragen veröffentlicht, die schwule und lesbische sowie trans- und intersexuelle Jugendliche im Rahmen des Projekts "queer@school" bei zwei Workshops erstellt haben. Schnell merkt man, dass hier noch ganz andere Themen wichtig sind, das alltägliche Diskriminierung noch immer ein großes Problem darstellt.

"Die Jugendlichen haben das ganze gemacht, da es in Berlin kaum Angebote für Jugendliche gibt", berichtet Michael Ruben Bandt vom Jugendnetzwerk Lambda. Anders als in anderen Städten fehlt ein queeres Jugendzentrum. "Und bei Fällen von Diskriminierung z.B. an Schulen gibt es im Gegensatz zu Erwachsenen keine speziellen Informationen bzw. Projekte."

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Probleme beim Coming-out? Auf zum Arzt!

Die Fragen der Jugendlichen richteten sich an alle im Berliner Abgeordnetenhaus oder Bundestag vertretenen Parteien. Besonders die Antworten von CDU und FDP fielen enttäuschend und oft erschreckend desinteressiert aus: Oft wurde allgemein auf die Antidiskriminierungsstelle des Bundes verwiesen oder auf die Zuständigkeit der Länder bei Bildungsfragen. Andere Parteien antworteten konkreter oder verwiesen auf eine Gestaltungsmöglichkeit via "Liquid Feedback".

Zu der Feststellung, dass die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bislang keine spezifischen Projekte für Kinder und Jugendliche fördert, antworten etwa nur die Oppositionsparteien im Bundestag mit der Forderung, die Stelle finanzieller besser auszustatten und gezielte Projekte für Kinder und Jugendliche zu fördern.

Während die FDP an mehreren Stellen zunächst nähere Studien fordert und die CDU gleich auf zwei Fragen betont, mit dem Antidiskriminierungsgesetz "einen wirksamen Diskriminierungsschutz" sicher gestellt zu haben und "sich gegen homophobe Tendenzen genauso wie gegen jede Form der Diskriminierung" zu stellen, greifen die anderen Parteien Themen wie Schulbücher oder Aktionspläne gegen Homophobie konkret auf.

Erschreckend ist vor allem eine Antwort der CDU zu einer Frage nach jugendgerechter Coming-out-Begleitung. Es sei staatliche Aufgabe, Beratungsstellen einzurichten, die "Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen benötigen", so die Antwort. "Es gibt Beratungsangebote für Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung. Neben diesen gibt es gerade für Kinder und Jugendliche ärztliche und psychotherapeutische Beratungsstellen, die auf deren Bedürfnisse spezialisiert sind." (nb)

Links zum Thema:
» Alle Fragen und Antworten im "queer@school"-Blog
Mehr zum Thema:
» Aids-Hilfe veröffentlicht Wahlprüfsteine (16.09.2013)
» LSVD-Wahlprüfsteine: Union und FDP am wenigsten homofreundlich (18.07.2013)
» LSVD-Wahlprüfsteine zu Hessen (04.09.2013)
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Tags: wahlprüfsteine, bundestagswahl, jugendnetzwerk lambda, schule, jugendliche, coming-out
Schwerpunkte:
 Bundestagswahl 2013
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Reaktionen zu "Die Parteien im Wahlcheck der queeren Jugend"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
17.09.2013
19:42:16


(+1, 3 Votes)

Von Julian S


Es wäre einfacher, wenn man es auf Zustimmung, Ablehnung, Unentschieden und keine Angabe konzentrieren würde und dann mit farbigen Smileys verdeutlichen würde.

Ähnlich wie die Wahlprüfsteine des LSVD und der AIDS-Hilfe das gemacht haben...

Die ausführlichen Antworten / Begründungen kann man ja dennoch veröffentlichen, falls es jemand noch genauer wissen will.


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#2
17.09.2013
20:02:36


(+8, 8 Votes)

Von Andrea Meyer


Das Thema kommt übrigens in der Ausbildung von PsychotherapeutInnen nicht vor.


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#3
17.09.2013
20:03:42


(+9, 11 Votes)

Von la fontaine


So dreist kann Wahlkampf sein: Die Barmenia schreibt ihren Versicherten einen Brief und warnt vor der Wahl von SPD und Grünen. Diese wollen eine Bürgerversicherung einführen - mit gravierenden Folgen für das Gesundheitssystem, so das Unternehmen. (SPON)


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#4
17.09.2013
20:07:47


(+10, 10 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Es ist ohnehin erschreckend, wie wenig Jugendliche gehört werden.
Dabei haben viele Teenager ein erstaunlich klares Bild von der Welt und oft gute Ideen.


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#5
17.09.2013
20:36:37


(+11, 11 Votes)

Von EineVonVielen


Ich komme aus dem "wunderschönen" Bundesland, in dem die CSU gerade eine absolute Mehrheit bekommen hat, und für junge LGBTQs siehts hier nicht so prickelnd aus. Würde ich mich outen, vermute ich, dass 99% meiner Freund_Innen langsam aber sicher den Kontakt abbrechen und meine Eltern mich entweder zur Therapie oder einer Organisation wie Wüstenstrom schicken würden.
Aber zum Glück gibt es ja das Antidiskriminierungsgesetz, da geht es mir gleich viel besser...
Dass die sowas sagen können, ohne sich zu schämen!


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#6
17.09.2013
20:55:40


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


und die CDU gleich auf zwei Fragen betont, mit dem Antidiskriminierungsgesetz "einen wirksamen Diskriminierungsschutz" sicher gestellt zu haben und "sich gegen homophobe Tendenzen und jede Form der Diskriminierung stellt.

Träum ich? Hat die CDU nicht homophobe Kommentare von gewissen Leuten im Bundestag zugelassen? Gibt es noch eine CDU? ODER DENKT DIESE PARTEI UNSER KURZZEITGEDÄCHTNIS LIEGT BEI 5 SEKUNDEN?


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#7
17.09.2013
22:22:04


(+4, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von EineVonVielen


""Würde ich mich outen, vermute ich, dass 99% meiner Freund_Innen langsam aber sicher den Kontakt abbrechen""..

Eine bittere Erkenntnis die Dir niemand ersparen kann..

Aber Freund-Innen die sich nach dem Comming Out von Dir abweden, sind auch vorher keine..

Such Dir neue, die Dich unterstützen und Dich als Mensch genau so annehmen wie Du bist..

Comming Out Beratung und Hilfen gibt es über die SchwulenZentren in den großen Städten auch in Bayern, und auch über die AIDS-Hilfe..

Kontakte kannst Du auch über das Netz knüpfen..
Einfach mal Googlen, oder bei Bedarf mal Deinen Ort posten, dann sucht Dir jemand was passendes raus..

Kopf hoch !


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#8
17.09.2013
22:24:07


(+4, 6 Votes)
 
#9
17.09.2013
22:44:07


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User Smiley
Antwort zu Kommentar #5 von EineVonVielen


Halt' bitte durch. Du wirst nach Schule/Ausbildung/Studium auf eigenen Beinen stehen, nicht mehr von Deinen Eltern abhängig sein und vielleicht von der/dem ein oder anderen Deiner FreundInnen positiv enttäuscht werden, wenn Du Dich outest. Nicht toll, nicht hilfreich, leider.

Alles Gute.


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#10
17.09.2013
23:03:10


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #8 von Never forget


Ich sach´ ja, dass die sich nicht schämen, wundert mich aber auch nicht, die kommen ja alle aus der katholischen Ecke, mit Beichten und dreimal Rosenkranz beten ist noch jede Sauerei vergeben und so kann man immer schön schamlos eine Menschenverachtende Tat nach der anderen begehen.


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